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Einstiegsgehalt nach dem Master: Hier sind 3 Top- und Flop-Berufe

Finanz- und IT-Branche locken mit hohem Einstiegsgehalt nach dem Master. (Foto: Shutterstock-Yulia Grigoryeva)

In welchen Berufen verdienen Masterabsolventen ein hohes Gehalt – und in welchen tendenziell nicht? Eine Erhebung zeigt, wo ein gutes Einstiegsgehalt lockt.

In welchem Studiengang lohnt sich ein Masterabschluss? Und wo reicht ein Bachelor? Diese Fragen stellen sich viele Berufseinsteiger. Durch die längere Studienzeit beim Master, der umfassenderes Fachwissen bedeutet, fällt das Einstiegsgehalt gegenüber dem Bachelorabschluss in den allermeisten Fällen höher aus. Laut einer Erhebung von Gehalt.de, die den Verdienst von 13.317 Akademikern in den ersten drei Berufsjahren analysiert hat, verdienen Masterabsolventen im Durchschnitt 47.732 Euro brutto im Jahr. Zum Vergleich: Berufseinsteiger mit einem Bachelorabschluss starten mit durchschnittlich 45.024 Euro brutto im Jahr.

Einstiegsgehalt nach dem Master: Finanzwesen und IT-Branche zahlen gut

Ein hohes Einstiegsgehalt ist ein gutes Argument für einen Master. (Foto: Shutterstock-Mangostar)

Die Gehaltsunterschiede sind insofern – zumindest beim Einstiegsgehalt – zunächst übersichtlicher als gedacht: Im Vergleich zum Bachelor erhalten Berufsanfänger mit Masterabschluss im Durchschnitt nur rund 2.700 Euro brutto im Jahr mehr. Das kann sich im Laufe eines Berufslebens jedoch nach oben hin noch stark verändern. Wer nur mit relativ geringen Gehaltssprüngen rechnen kann, überlegt sich jedoch häufiger, den zweiten akademischen Grad einfach sausen zu lassen. Schließlich bedeutet der Abschluss in der Regel mindestens zwei bis vier weitere Semester in den Hörsälen. Sprich: ein bis zwei Jahre!

„Im Finanzwesen und im IT-Bereich finden wir äußerst lukrative Einstiegsgehälter vor.“

Doch wer gehört zu den Top-Verdienern und wer nicht? Auch dieser Frage ist Gehalt.de nachgegangen. Unter den Masterabsolventen schaffen es Risk-Manager und -Managerinnen mit rund 56.500 Euro Brutto-Jahresverdienst an die Spitze. „Im Finanzwesen und im IT-Bereich finden wir äußerst lukrative Einstiegsgehälter für Master- und Bachelorabsolventen vor – Gründe hierfür sind unter anderem die Finanzstärke der Branchen, die hohen Anforderungen an die Beschäftigten und der Fachkräftemangel, der vor allem im technischen Bereich vorherrscht“, ordnet der Gehalt.de-Geschäftsführer Philip Bierbach die Ergebnisse ein.

Demnach können auch Beschäftigte in der technischen Forschung und Entwicklung (55.085 Euro brutto pro Jahr) sowie Ingenieure in der Produktion (53.905 Euro brutto pro Jahr) mit einem Masterabschluss auf ein ordentliches Einstiegsgehalt hoffen. Die geringsten Gehälter erhielten laut der Erhebung hingegen kreative Berufseinsteiger in der Grafik (32.131 Euro brutto pro Jahr) und der Redaktion (34.472 Euro brutto pro Jahr). Auch Architektinnen und Architekten (34.770 Euro brutto pro Jahr) verdienen im Durchschnitt in den ersten Berufsjahren nicht unbedingt sofort ein hohes Gehalt. Kleinere Büros können häufig keine Spitzengehälter zahlen.

Ob sich ein Masterabschluss lohnt oder nicht, muss jeder Berufstätige für sich selbst entscheiden. Unabhängig vom Einstiegsgehalt und der Gehaltsentwicklung über mehrere Berufsjahre sollten weitere Argumente hinzugezogen werden: So steigt in vielen Berufszweigen die Chance auf eine frühzeitige Führungsposition mit einem Master im Gepäck. Zudem ist der zweite akademische Grad die Voraussetzung, um zu promovieren. Viele Unternehmen unterstützen das Vorhaben berufsbegleitend und fördern die Ausbildung der eigenen Beschäftigten. Wer über einen Master nachdenkt, sollte daher auch mit dem Arbeitgeber sprechen.

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3 Kommentare
Frage für den Freund

Es ist seltsam, dass die Architekten so wenig verdienen. Woran liegt es? Schließlich tragen sie nicht weniger Verantwortung als andere.

Antworten
Andreas Weck

Hallo, wie schon im Text angedeutet, gibt es sehr viele kleine Architekten-Büros. Die zahlen in der Regel nicht so viel, weil sie eben schmalere Umsätze fahren. Je größer das Unternehmen desto besser häufig auch die Verdienstmöglichkeiten.

Gruß, Andreas

Antworten
Titus von Unhold
Titus von Unhold

Weil angestellte Architekten in der Regel die Arbeit von dual ausgebildeten Bauzeichnern, Technischen Zeichnern oder Fachplanern machen. Dazu kommt die teils recht niedrigen Sätze die in der HOAI festgelegt sind.

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