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Die ideale Summe: So viel Gehalt macht uns wirklich glücklich

Ideales Gehalt: Ab wann sind wir glücklich? (Foto: Shutterstock-Igor Stevanovic)

Mit welchem jährlichen Gehalt wärst du am glücklichsten – 30.000 Euro, 60.000 Euro oder 120.000 Euro? Forscher haben herausgefunden, ab wann das Glücksempfinden stagniert.

Wie viel Geld macht glücklich? Diese Frage schien bislang nie eindeutig geklärt. Jeder hat natürlich einen anderen Maßstab. So gibt es Menschen, die ziehen sich in Waldhütten zurück und brauchen kaum Geld. Sie leben von der Natur. Andere wiederum bauen sich große vergoldete Wolkenkratzer in New York und protzen mit ihrem Reichtum. Für sie gibt es nach oben hin keine Grenzen. Doch allen Ausnahmen zum Trotz lässt sich ganz pauschal dennoch sagen: Ab einer bestimmten Summe wird man nicht glücklicher.

Ideales Gehalt: Ab 60.000 Euro steigt das Glücksempfinden nicht mehr an

Angus Deadon: „Ab einem bestimmten Gehalt ist es Menschen nicht mehr möglich, das zu tun, was für das emotionale Wohlbefinden am meisten zählt.“ (Foto: dpa)

Laut dem Wirtschaftsnobelpreisträger Daniel Kahneman und dem Ökonom Angus Deaton ist sogar eher das Gegenteil der Fall. Um diese Aussage zu untermauern, nutzten sie die Theorie des abnehmenden Grenznutzens. Vereinfacht gesagt, bedeutet das: Während eine Spaghetti-Portion noch sehr glücklich machen kann, verursacht der fünfte Nachschlag wahrscheinlich am ehesten Magenschmerzen. Das, so die Forscher, gelte tatsächlich auch für Geld.

In einer Studie, die der Bild-Zeitung vorliegt, haben die Forscher herausgefunden, dass die Verdopplung eines Jahreseinkommens von 15.000 auf 30.000 Euro das Glücksgefühl der Probanden enorm erhöhe. Wächst das Jahreseinkommen von 30.000 auf 60.000 Euro, stelle sich der Effekt auch noch ein. Danach sei es mit dem zusätzlichen Glück jedoch vorbei, erklären Kahneman und Deaton. Selbst wenn die Studienteilnehmer plötzlich 120.000 Euro verdienen, steige deren Lebensglück nicht weiter an.

Wirtschaftswissenschaftler Angus Deaton hat auch eine Erklärung dafür: „Vielleicht ist das die Schwelle, über der es Menschen nicht mehr möglich ist, das zu tun, was für das emotionale Wohlbefinden am meisten zählt: Zeit mit der Familie verbringen, Krankheit und Schmerz vermeiden oder die freie Zeit genießen.“ Harvard-Forscher haben im Anschluss übrigens getestet, ob Menschen glücklicher werden, wenn sie sich Freizeit erkaufen. Das Ergebnis: Ja, wer beispielsweise eine Putzhilfe einstellt und so mehr Zeit für sich hat, ist glücklicher.

Ping! Mich! An! Die schlimmsten Buzzwords aus dem Büro
„Das skaliert nicht!“ und weitere schlimme Buzzwords aus dem Büro. (Grafik: t3n.de)

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3 Reaktionen
Niels Dettenbach

Die aus Neomarxistenkreisen stammende Idee des "Grenznutzens" soll dieser Neidreligion pseudowissenschaftlichen Anstrich verleihen.

Jemand, der z.B. incNYC 200k per annum verdient, lebt freilich nicht gleich glücklicher als jemand, der mit 60k abends pünktlich daheim ist und dann komplett auf Freizeit umstellen kann.

Wer 200k verdient, wird allerdings später wesentlich unabhängiger, denn die meisten tun sich den damit verbundenen Stress durchaus bewusst und kalkuliert an - ob er mit 50 in Pension gehen will oder was auch immer vor hat, bis hin zu medizinischen Spitzenleistungen, die keine Versicherung je bezahlen wollte, aber das Leben durchaus verlängern hilft.

Wer allerdings von 200k von der Hand in den Mund lebt, könnte später im Vergleich tatsächlich enttäuscht sein...

Der Bedarf des Menschen ist theoretisch unendlich. Dieser simple Fakt aus den WiWi ist nicht umzuwerfen - egal wieviel Mühe man sich gibt. Mittels dem sog. "Grenznutzen von Geld" schon gar nicht.

Peinlich, wenn es dafür heute Nobelpreise geben sollte - aber den haben bekanntlich auch schon andere wissenschaftliche Nieten...

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ccc ccc

Traue nie einer Studie, die du nicht selber in Auftrag gegeben hast :-)

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Philipp

da stellen sich aber doch 1-2 Fragen. Reden wir über brutto oder netto €60k? Und gilt das sowohl für eine Person, die in Slowenien (generell niedrigere Lebenshaltungs-Kosten) also auch für jemanden, der in Luxemburg (generell hohe Lebenshaltungs-Kosten) lebt?

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