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Electromobility: Polnisches Startup will jährlich 200.000 Elektroautos bauen

Piotr Zaremba, Chef von Electromobility Poland. (Bild: Electromobility)

Mittelfristig 200.000 Elektroautos will das polnische Startup Electromobility pro Jahr auf die Straße bringen. Knapp eine halbe Milliarde Euro soll dafür investiert werden.

Die Pläne sind ambitioniert: Ende 2022 oder Anfang 2023 will das polnische Startup Electromobility mit der Massenfertigung von Elektroautos beginnen. Das sagte der Chef des jungen Unternehmens Piotr Zaremba der polnischen Nachrichtenagentur PAP, wie Businessinsider berichtet. Zunächst sollen 100.000 E-Autos pro Jahr gebaut werden. Mittelfristig liegt das Produktionsziel bei 200.000 Elektroautos pro Jahr.

Dafür will das Startup umgerechnet 446 Millionen Euro in die Hand nehmen. Noch wird allerdings erst einmal nach einem Standort für das Werk gesucht – 17 Standorte sind derzeit im Gespräch. In der Fabrik sollen rund 3.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Electromobility plant, dass der größte Teil der für den Bau der Elektroautos notwendigen Fahrzeugkomponenten sowie Partner aus Polen kommt.

Eine Million Elektroautos bis 2025

Die polnische Regierung will, dass bis zum Jahr 2025 rund eine Million Elektroautos auf Polens Straßen fahren. Dahin ist es noch ein weiter Weg, wie Zahlen des europäischen Automobilherstellerverbands ACEA zeigen. Demnach wurden im vergangenen Jahr in Polen gut 24.000 Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb, also reine Stromer und Hybrid-Autos, neu zugelassen. Der Anteil an den Gesamtzulassungen betrug 4,5 Prozent.

Zwar ist das eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr, in dem die Zahl der Neuzulassungen von Elektroautos bei gut 18.000 lag. Allerdings wird der Aufschwung im Bereich Elektromobilität durch zu hohe Preise gebremst. Autofahrer in Polen wären bereit, 20.000 Euro für ein Elektroauto auszugeben. Dafür müssten die Preise um 35 bis 48 Prozent sinken, konstatiert das Portal GTAI.

Diese Elektroautos gibt es schon – oder erscheinen bald
Klein und flink ist der Cityhopper E-Up. Mit seinem Preis von über 25.000 Euro ist das Modell aber um einiges teurer als der Einstiegspreis des normalen Up. Mit einem 82-PS-Motor ist der Wagen jedoch auch stärker ausgerüstet – aber für einen Kleinstwagen bleibt der Preis äußerst happig. (Foto: VW)

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Einen Beitrag dazu könnte Electromobility leisten, das von vier polnischen Energieunternehmen mit großem Regierungsanteil gegründet wurde. Experten hoffen zudem darauf, dass neue Batteriefabriken in dem Land die Kosten senken könnten. So hat Daimler angekündigt, ab 2022 Batterien für Fahrzeuge in Polen herzustellen. Darüber hinaus investiert der koreanische Hersteller LG Chem 325 Millionen Euro in eine neue Fabrik in Polen.

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