News

Elektroauto mit Solarzellen für unter 16.000 Euro: Das steckt hinter Sion

(Bild: Sono Motors/Indiegogo)

Das Münchener Startup Sono Motors hat ein innovatives Elektroauto entwickelt, das auch auf Solarzellen zur Stromversorgung setzt. Damit sollen pro Tag 30 Gratis-Kilometer drin sein.

Crowdfunding für günstiges Elektroauto mit Solarzellen

Warum nicht ein Elektroauto zusätzlich mit Solarzellen ausrüsten, um die begrenzte Reichweite mit einer Akkuladung zu erweitern und Strom und Geld zu sparen? Das dachten sich wohl auch die drei Münchener Gründer von Sono Motors. Mit dem Sion haben sie ein Elektroauto entwickelt, das genau über diese Technologie verfügt. Über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo werden jetzt Unterstützer gesucht, die den umweltfreundlichen Wagen Wirklichkeit werden lassen sollen.

Der Sion soll ein alltagstaugliches Elektroauto werden, das zusätzlich über Solarzellen geladen wird. (Foto: Sono Motors)

Der Sion soll ein alltagstaugliches Elektroauto werden, das zusätzlich über Solarzellen geladen wird. (Foto: Sono Motors)

Um von der Energie der Sonne zu profitieren, werden auf dem Dach, der Motorhaube und der Rückseite des Sions effiziente monokristalline Siliziumzellen verbaut, die durch eine 8 Millimeter dicke Kunststoffschicht geschützt sind. Die Idee: Mithilfe der Solarzellen soll der Akku des Elektroautos über den Tag hinweg kontinuierlich nachgeladen werden. Pro Tag sollen so bis zu 30 kostenlose Kilometer möglich sein.

Zwei Modelle des Sion haben die Macher geplant: Der Extender soll 16.000 Euro kosten, eine Reichweite von 250 Kilometern haben und in 30 Minuten seinen Akku zu 60 Prozent laden können. Der Sion Urban soll nur 12.000 Euro kosten und sich vor allem für Großstädte eignen. Mit einer Akkuladung soll das Gefährt immerhin 120 Kilometer schaffen – also etwa den täglichen Arbeitsweg in beide Richtungen. Geladen werden können die Elektroautos laut Sono Motors mit herkömmlichen Steckern.

Elektroauto mit einfachem Reparatursystem

Zu dem Konzept gehört auch das Reparatursystem Resono, das die Kosten für Reparaturen erheblich senken soll. Ersatzteile können auf der Website des Unternehmens per Mausklick nachbestellt und einfach selbst eingebaut werden. Dazu werden Videos und Bedienungsanleitungen zur Verfügung gestellt. Die Anleitungen sollen aber auch Werkstätten weltweit helfen, Reparaturen an den Elektroautos vorzunehmen.

Insgesamt 150.000 Euro will Sono Motors per Crowdfunding via Indiegogo einnehmen, derzeit stehen aber erst knapp 5.000 Euro auf der Spendenuhr. Einen Monat haben die Macher nun noch Zeit, um das ambitionierte Finanzierungziel zu erreichen. Unterstützer, die eine Anzahlung in der Höhe von 2.000 Euro leisten, können eine Probefahrt unternehmen und beim Kauf eines Sions fünf Prozent sparen. Zwölf Prozent Ersparnis locken bei einer kompletten Vorbestellung. Geplant ist, dass nach dem Erreichen des Funding-Ziels ein fahrbarer Prototyp gefertigt wird, der Anfang 2017 fertig sein soll. Die Auslieferung der fertigen Sion-Elektroautos soll Mitte 2018 erfolgen.

Zur Startseite
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

5 Kommentare
JF_S
JF_S

Super Konzept, aber warum muss das Auto so mega hässlich sein?

Antworten
Jonas
Jonas

Dachte auch zuerst, warum zum Geier bauen die ein E-Auto auf Basis einer alten A-Klasse…

Antworten
JenZzzz
JenZzzz

Die günstigen E-Autos sehen irgendwie alle hässlich aus … wer es schaffen würde ein günstiges E-Auto mit gutem Design zu bauen, dem würden die Dinger doch aus der Hand gefressen. Ich schreib mal ne Mail an Dacia, die sind zumindest günstig und haben mit Renault ja schon einen Anbieter von „E“ im Gepäck, brauchen Sie nur noch einen Designer … ;)

Antworten
foof
foof

Warum hässlich? Ein Golf sieht auch nicht besser aus!

Antworten
foof
foof

12.000 Euro ist ein haufen kohle ohne Akku und die reichweit schon vergangenheit….Das müsste schön im normalen Preisrahmen sein und nicht der teuren Abzockermöchtenurgeld. In diesen Peissegment zieht so was nicht….

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung