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Erstmals seit 2020: Amazons Marktkapitalisierung fällt unter 1 Billionen Dollar

Amazon verabschiedet sich als zweites Unternehmen dieses Jahr aus dem Billion-Dollar-Club. Der Aktienkurs fiel 2022 bisher um rund 42 Prozent. Schlimmer traf es das Unternehmen nur beim Crash 2008, und als die Dotcom-Blase geplatzt ist im Jahr 2000.

2 Min. Lesezeit
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Amazons Aktienkurs ist dieses Jahr stark gefallen. (Foto: Shutterstock / FellowNeko)

Am Dienstag ist Amazons Aktienkurs um 5,9 Prozent gefallen und verzeichnete damit den fünften Tag in Folge mit Verlusten. Dadurch hat der Retail-Riese auch die Marktkapitalisierung von über einer Billionen US-Dollar verloren, wie CNBC berichtet.

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Das ist das erste Mal seit April 2020, dass Amazon den Billion-Dollar-Club verlässt. Insgesamt hat die Aktie dieses Jahr 42 Prozent an Wert verloren. Allein 2008 hat es das Unternehmen härter getroffen. Hier verlor die Aktie 45 Prozent. Aber 2022 ist noch nicht vorbei.

Das schlimmste Jahr hatte Amazon allerdings 2000 während des Dotcom-Crashes. Hier verlor das Unternehmen satte 80 Prozent an Wert.

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Darum gehen die Kurse runter

Die sinkenden Kurse sind wahrscheinlich auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Letzte Woche hatte Amazon eine enttäuschende Prognose für das vierte Quartal abgegeben, was den Investoren nicht gefiel. Hier sagte das Unternehmen, dass die Einnahmen während der Weihnachtszeit 2 bis 8 Prozent steigen würden verglichen mit dem Vorjahr. Das ist weitaus weniger, als Analysten erwartet haben.

Zusätzlich hat Amazon mit einem schwierigen makroökonomischen Umfeld zu kämpfen. Die Wirtschaft zeigt allgemein Schwäche, die Inflation liegt bei über 10 Prozent in Europa und über 8 Prozent in den USA. Zudem steigen die Zinsen weiter.

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Zusätzlich ist Amazon während der Corona-Pandemie stark gewachsen. Dieses Wachstum ist nun durch die oben genannten Faktoren rückläufig.

Zweiter Aussteiger aus dem Billion-Dollar-Club

Damit ist Amazon bereits der zweite Aussteiger aus dem Billion-Dollar-Club dieses Jahr. Auch Meta, ehemals Facebook, musste sich dieses Jahr aus dem exklusiven Club verabschieden. Der Facebook-Mutterkonzern ist dabei nicht einmal mehr unter den 20 wertvollsten Unternehmen in den USA.

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Meta wurde dieses Jahr noch härter getroffen als Amazon. Die Marktkapitalisierung fiel um rund 74 Prozent. Laut CEO Mark Zuckerberg hat das mehrere Gründe. Unter anderem verliert das Unternehmen stark an Umsatz, da Apple die Richtlinien zur Privatsphäre geändert hat, zum anderen sehen Investoren den Vormarsch ins Metaverse skeptisch. Das hat immerhin bereits 15 Milliarden Dollar gekostet – und niemand weiß so richtig wofür.

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