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Esa schlägt Alarm: Weltraumschrott wird ein immer größeres Problem

Anzahl von ausgedienten Satelliten und Weltraumschrott im erdnahen Orbit ist untragbar geworden. Die bisher ergriffen Maßnahmen zur Entfernung des Weltallmülls reichen nicht aus.

Von Sebastian Milpetz
2 Min.
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Im Orbit kreist allerlei Weltraumschrott um die Erde. (Symbolbild: OSORIOartist/Shutterstock)

Ob im staatlichen Forschungsauftrag oder aus kommerziellen Gründen: 2023 starteten so viele Satelliten wie in keinem Jahr zuvor in den Weltraum. Das bedeutet, dass das Verkehrsaufkommen im erdnahen Orbit steigt. Denn auch viele ausgediente Satelliten kreisen weiter um die Erde.

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Ausrangierte Flugkörper können zu Weltraumschrott zerfallen – und der kann aktive Satelliten bei Kollisionen beschädigen oder zu zeitaufwendigen Ausweichmanövern zwingen.

Esa schlägt in jährlichem Report Alarm

So kann es im erdnahen Orbit nicht weitergehen. Dieser Raum, der sich bis zu 2.000 Kilometer über die Erdoberfläche erstreckt, ist schließlich eine endliche Ressource. Das sagt die Esa in ihrem aktuellen Space Environment Report, den die europäische Weltraumbehörde seit 2016 jährlich erstellt.

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„Ohne weitere Änderungen ist das kollektive Verhalten der Raumfahrtunternehmen (Privatunternehmen und nationale Agenturen) langfristig nicht tragbar“, heißt es wörtlich in dem Bericht.

So viel Weltraummüll kreist im Orbit

Laut des Space Environment Reports werden derzeit 35.000 Objekte von Überwachungsnetzwerken erfasst. Nur etwa 9.000 davon sind aktive Nutzlasten. Bei den anderen erfassten Teilen handelt es sich um Trümmer, die größer als zehn Zentimeter sind.

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Doch damit ist es laut Esa noch nicht genug. Im Weltall driften schließlich noch Objekte, die kleiner als zehn, aber größer als ein Zentimeter sind. Auch diese Kleinteile können verheerenden Schaden verursachen. Die kleineren Objekte werden nicht erfasst, die Esa schätzt aber, dass sie zu einer Gesamtzahl von Weltraumtrümmern von über einer Million beitragen.

Das sind die 18 besten Bilder aus dem Weltall:

Das sind die 18 besten Bilder aus dem Weltall Quelle: NicoElNino/Shutterstock

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Zu Weltraumschrott zählen zudem nicht nur ganze ausgediente Satelliten. Bei Raumfahrtmissionen können Raketenoberstufen, Nutzlastadapter oder Sprengbolzen für immer im Orbit verbleiben. Auch Werkzeuge, die Astronauten beim Außeneinsatz verlieren, gehören zu dem interstellaren Müll.

Diese Maßnahmen gegen Weltraumschrott gibt es bisher

Um den Weltraumschrott zu reduzieren, haben die Esa und andere Akteure bereits Maßnahmen ergriffen. Bei modernen Raketen werden die in die Umlaufbahn abgestoßenen Stufen durch eine zusätzliche Triebwerkszündung abgebremst, damit sie später in der Erdatmosphäre verglühen.

Die Esa hat außerdem 2021 das Projekt Clearspace-1 initiiert. Ein Raumschlepper soll 2025 ins All starten, um dort mit Greifarmen einen Raketenadapter einzufangen, der seit 2013 im Orbit kreist. Beim Wiedereintritt auf die Erde sollen beide Raumfahrzeuge verglühen.

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Positiver Trend – Esa warnt trotzdem

Laut dem Space Environment Report ist die Zahl der Objekte, die aus dem Orbit wieder in die Erdatmosphäre eingetreten sind, im Jahr 2023 gesunken. Der Rückgang liegt aber daran, dass im Jahr davor durch einen Anti-Satelliten-Rakententest so viele Trümmer wie noch nie auf die Erde gelangten. Insgesamt ist der Trend aber positiv – aber immer noch nicht ausreichend, wie der Aufschrei der Esa zeigt.

Die europäische Raumfahrtbehörde schlägt nicht nur Alarm, sondern hat 2023 auch die Initiative Zero Debris Charter gestartet. Länder und private Unternehmen sollen sich verpflichten, bis 2030 weltraumschrottneutral zu werden. Über 100 Organisationen und zwölf Länder, darunter auch Deutschland, haben bereits ihre Bereitschaft signalisiert.

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