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Facebook Gaming: Neue Let’s-Play-App für Mobilgeräte

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Facebook plant offenbar den Einstieg in den Let’s-Play-Streamingmarkt. Wie das Unternehmen mitteilte, wolle man den Kunden, die anlässlich der Coronakrise mehr Zeit als sonst mit Gaming verbringen, eine geeignete Lösung bereitstellen.

Bei der App, die Facebook laut einer Meldung der New York Times heute offiziell vorstellen will (und die sich bereits bei Google Play in der Android-Version findet), handelt es sich offenbar um einen Let’s-Play-Videodienst nach dem Vorbild von Twitch. Im Zentrum steht dabei die Mobile-Anwendung eines solchen Tools. Das Unternehmen erklärt, dass rund 700 Millionen der 2,5 Milliarden Facebook-Mitglieder für das Thema Gaming affin seien, weswegen man hier in den letzten Monaten eine passende Lösung erarbeitet habe. Das zurzeit durch die Quarantänemaßnahmen in vielen Ländern boomende Spielegeschäft sei für Facebook ein Anreiz gewesen, den eigentlich für Juni geplanten Launch des Dienstes vorzuziehen und ihn bereits jetzt vorzustellen. Man habe in den letzten Wochen eine signifikante Zunahme im Spielesektor gesehen.

Facebook Gaming: Neuer Anlauf im Let’s-Play-Umfeld

Investitionen in den Spielemarkt seien für Facebook ein wichtiges Element, weil man hierin eine Form der Unterhaltung sehe, die Menschen wirklich verbindet, weil sie nicht bloß eine Form passiven Konsums ist, erklärt Fidji Simo, Leiter der Facebook-App, der an Mark Zuckerberg berichtet. Facebook launcht die App zunächst für Android – eine iOS-Version soll folgen, sobald Apple diese genehmige, heißt es. Entwickelt und getestet wurde die App offenbar bereits in den letzten eineinhalb Jahren – unter anderem in südamerikanischen und asiatischen Märkten. Obwohl Facebook vor einigen Jahren im Bereich des Casual-Gaming gute Chancen hatte, hatte das Unternehmen damals offenbar nicht das nötige Fingerspitzengefühl und blieb hinter seinen Möglichkeiten zurück. Ob Facebook im Let’s-Play- und Streaming-Bereich mehr Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten.

Immerhin dürfte bei dem geplanten Dienst die Sharing-Funktion eine ähnlich wichtige Rolle spielen wie bei Twitch. Doch anders als beispielsweise dort verfügt der Nutzer ja bereits über seine etablierte Facebook-Timeline, wo er Aktivitäten leichter teilen kann. Bleibt zu hoffen, dass man als Nutzer eine Einstellung findet, die einem die Gaming-Aktivitäten seiner Kontakte erspart, wenn man dies nicht sehen will.

Zumindest anfangs soll der Dienst Facebook Gaming offenbar werbefrei sein – Geld wird dann lediglich über Incentive-Sterne verdient, die die Spieler einander verleihen können. Facebook erklärt, man wolle zunächst eine entsprechend große Community aufbauen, erst dann gehe es um Erlöse.

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