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Milliardenmarkt Game-Streaming: Facebook startet Twitch-Konkurrenten

Videogame-Streaming ist ein Milliardenmarkt. (Foto: Shutterstock.com)

Im Markt mit Videospiel-Streams lässt sich viel Geld verdienen. Jetzt will auch Facebook ein Stück vom Kuchen und startet eine zentrale Anlaufstelle für Videogame-Streamer und ihre Fans.

Facebook hat eine zentrale Anlaufstelle zum Streaming von Videospiel-Videos eröffnet. Unter der URL Fb.gg können Gamer anderen dabei zusehen, wie sie Spiele zocken und das Geschehen live kommentieren. Über die Seite können Nutzer sehen, wer gerade live streamt oder einen Stream nach dem gewünschten Spiel heraussuchen. Außerdem werden Facebook-Seiten von Streamern sowie kürzlich beendete Spiele-Streams angezeigt. Der Fokus liegt jedoch ganz klar auf Live-Übertragungen, durch die auch die Game-Streaming-Plattform Twitch unter Spielern so populär wurde.

Facebook startet zentrale Anlaufstelle für Gaming-Streams. (Screenshot: facebook.com)

Facebook startet eine zentrale Anlaufstelle für Gaming-Streams. (Screenshot: facebook.com)

Schätzungen zufolge generierte der Markt für Videogame-Streaming im Jahr 2017 einen Umsatz in Höhe von 4,6 Milliarden US-Dollar. Vor allem Twitch profitiert davon: Zwar hat die Amazon-Tochter nur einen Marktanteil von 16 Prozent, aber 37 Prozent der Umsätze entfallen auf die Plattform. Für Amazon dürfte sich der Kauf der Plattform im Jahr 2014 für 970 Millionen Dollar demnach gelohnt haben. 665 Millionen Menschen nutzen derzeit Twitch. Aber auch Googles Youtube Gaming, Microsofts Mixer und Twitters Periscope verdienen an dem Trend. Nachdem Facebook in den vergangenen Jahren stark daran gearbeitet hat, auch als Videoplattform in Erscheinung zu treten, ist die Ausweitung auf den Gaming-Sektor schon allein aufgrund der damit zu erzielenden Umsätze ein logischer Schritt.

Facebook: So sollen Game-Streamer von der Plattform profitieren

Facebook hat außerdem ein Programm gestartet, das Videogame-Streamer dabei unterstützen soll, Zuschauer an sich zu binden und finanziell von ihnen zu profitieren. Das Ganze nennt sich Level Up und orientiert sich am Partner-Programm von Twitch. Zuschauer können die Streamer mit einer Art virtuellen Währung namens Facebook Stars belohnen. Die werden von den Zuschauern als Paket erworben und können dann je nach Gusto an Streamer verteilt werden. Für jeden dieser Sterne erhalten die Streamer dann einen Cent von Facebook. In den kommenden Wochen wird auch eine Art Abomodell ausgerollt, mit dem die Fans ihre Lieblings-Streamer in Form dauerhafter Zahlungen unterstützen können. Derzeit dürften erfolgreiche Streamer über Twitch oder Youtube aber vermutlich mehr Geld einnehmen können.

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3 Kommentare
Jana

Ich weiß nicht ob sich das durchsetzen wird. Twitch erfreut sich halt an relativ viel Kontent den es sonst nirgendwo gibt. Sei es eine Oma die Märchen ließt oder Fische die gegeneinander Street Fighter spielen. Oder Twitch Plays Pokemon. Ich glaube hier greift die alte Regel: „Wer zuerst kommt, malt zuerst“. Außerdem kann ich aus Jahrelanger Erfahrung berichten, dass Gamer tatsächlich sich schwer damit tun, neue System anzunehmen. Auch wenn sie besser sind.

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Goldi
Goldi

Twitch und die anderen genügen doch.
Das die Untermenschenplattform immer alles kopieren muss um noch reicher zu werden ist traurig.
Reicht schon das seit einiger Zeit bei jedem Video Werbung geschalten wird.

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Robert
Robert

Facebook wird immer peinlicher. In der Anfangszeit ein tolles Angebot mit Gruppen/Chats/Posts/Minigames… etc hat es wirklich noch Spaß gemacht „online“ zu sein. Doch nach und nach macht sich der Konzern selbst kaputt, hauptsächlich durch zu starke Werbung und den Aufkauf anderer Dienste Instagram/Whattsapp… . Später werden auch diese kaputtgemacht ,mit Werbung zugemüllt oder einfach nurnoch zum Datensammeln missbraucht.
Jetzt auch noch Livestreams und (Gerüchteküche!) als Datingplatform.

Hätte sich Facebook damals auf den Support und Ausbau seiner Ursprungsfunktionen beschränkt, bin ich mir sicher, dass die Platform sich immernoch hoher Beliebtheit erfreuen könnte. Jetzt ist Sie nurnoch dafür da mit Artikeln/Posts wie „Eine Studie besagt….“ oder ähnlichem Bullshit likes zu generieren, deren Seiten damit vermutlich sogar noch frechhafterweise Geld verdienen.

Hoffentlich floppen alle neuen Investitionen und Facebook geht endlich komplett den Bach runter, sonst kommt man leider nie davon los.

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