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„Facebook tötet niemanden“: Joe Biden zieht Beschuldigungen zurück

Joe Biden zieht seine Vorwürfe gegenüber Facebook von Freitag zurück. Der US-Präsident hatte Facebook beschuldigt, die Schuld an steigenden Covid-Zahlen und dem Tod vieler Menschen zu tragen.

Von Teresa Rübel
2 Min. Lesezeit
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Joe Biden. (Foto: dpa)

In den USA steigt die Zahl der Covid-Fälle, aber die Impfbereitschaft sinkt. Joe Biden antwortete am Freitag auf die Frage, was er Plattformen wie Facebook bezüglich Desinformation über Covid-19 zu sagen habe, Facebook würde „Menschen töten“.

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Facebook reagierte mit einer Pressemitteilung mit dem Titel „Das Fingerzeigen überwinden“ und wies die Vorwürfe von sich: Die Regierung beschuldige eine Handvoll Firmen für den Anstieg der Covid-Fälle. Unter Facebook-Nutzer:innen sei jedoch die Impfbereitschaft sogar gestiegen. Dass das Impfziel nicht erreicht wurde, läge keinesfalls an Facebook, heißt es weiter. Hintergrund: Die Biden-Administration hatte das Ziel ausgegeben, bis zum vierten Juli 70 Prozent der Bevölkerung mit einer Zweitimpfung versorgen zu wollen. Dieses Ziel wurde knapp verfehlt. Am vierten Juli waren nur 173 Millionen Amerikaner:innen, das entspricht 67 Prozent der Bevölkerung, bereits zweimal geimpft.

Facebook verweist außerdem auf Maßnahmen wie den Vaccine Finder. Mit diesem Tool können User:innen eine Impfung in der Nähe finden und einen Impftermin vereinbaren. Laut eigenen Angaben habe Facebook schon 18 Millionen Falschmeldungen entfernt. Außerdem markiere Facebook Inhalte zu Covid 19 bereits seit 2020 mit Warnhinweisen.

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Biden rudert zurück

Nach Kritik an seiner Aussage macht Biden jetzt einen Rückzieher. Facebook sei nicht für den Tod von Menschen verantwortlich, solle aber endlich die Verbreitung der „ungeheuerlichen“ Fehlinformationen bekämpfen.

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Biden bezieht sich außerdem auf einen Bericht des Center for Countering Digital Hate (CCDH), demzufolge zwölf Personen für zwei Drittel der verbreiteten Falschinformationen verantwortlich seien. „Diese Menschen da draußen verbreiten Fehlinformationen und jeder, der ihnen zuhört, nimmt Schaden“, sagt Biden.

Im Bericht des CCDH werden die Personen das „Desinformations-Dutzend“ genannt, unter ihnen beispielsweise Robert F. Kennedy Jr., der Neffe des 35. US-Präsidenten John F. Kennedy. Das Teilen von Verschwörungstheorien und Fake-Meldungen über die Impfkampagne brachte ihm bereits eine Instagram-Sperre ein.

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Trotz des Zurückruderns stellte die Biden-Regierung Forderungen an Facebook. Der Konzern müsse schneller auf Fehlinformationen reagieren, Fake News schneller löschen und die Verbreitung qualitativ hochwertiger Informationen durch den Algorithmus fördern.

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