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Forecast: Facebook testet digitale Glaskugel für Weltereignisse

Facebook. (Foto: Shutterstock)

Facebook testet ein neues Community-Projekt namens Forecast. Ein geschlossener Kreis an eingeladenen Experten soll Zukunftsvorhersagen diskutieren.

Facebook startet eine Art Crowdsourcing für Zukunftsvorhersagen. Eine neue Facebook-Gruppe, kombiniert mit einer App, soll sich mit Vorhersagen für die Zukunft beschäftigen, teilt Facebook mit. Das Projekt namens Forecast soll Zukunftsvorhersagen aus der Community sammeln und auswerten.

Hinter Forecast steht Facebooks New-Product-Experimentation-Team, kurz NPE, das regelmäßig experimentelle Produkte veröffentlicht und testet.

Corona-Pandemie als erstes Thema

Zum Start von Forecast soll sich die Community mit dem Thema Covid-19 beschäftigen. Nur eingeladene Nutzer und Nutzerinnen können mitdiskutieren. Wer mitmachen will, kann sich auf eine Warteliste setzen lassen. Die App steht aktuell nur für iOS zur Verfügung.

Laut Facebook sollen Menschen aus den Bereichen Gesundheit, Forschung und Wissenschaft eingeladen werden, ihre Vorhersagen zu teilen. Alle Vorhersagen und Diskussionen sollen auf der begleitenden Website veröffentlicht werden.

Statistiken tracken die Meinungsbildung

Mitglieder können ihre Vorhersage in einem Post teilen und in den Kommentaren darunter diskutieren. Per Umfrage können sie Fragen über die Zukunft stellen. Zu den Umfragen und Visionen zeigt die App Statistiken darüber an, wie sich die Meinung der Community im Verlauf der Zeit entwickelt.

„Wir glauben, dass eine Gemeinschaft, die auf Vorhersagen aufbaut, nicht nur ein guter Weg ist, die Weisheit der Massen an die Oberfläche zu bringen, sondern auch dazu beitragen kann, gesündere Online-Gespräche über ein breites Spektrum von Themen zu fördern“, schreibt Rebecca Kossnick, Produktmanagerin bei Facebook.

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Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

2 Kommentare
Martin Dewald
Martin Dewald

Ich finde in dem obigen Artikel fehlt etwas, nämlich wie bestimmt wird, welche Fragen überhaupt aufgrund der Facbook-Moderationsrichtlinien durch den Filter gelangen.

Though it seems slightly flawed. As per the Forecast moderation guidelines, users gain 100 points for posing a question – so that’s not based on knowledge, that’s based on activity. You can also, as noted, get points for your reasoning, though most of the points seem to come from questions posed and the subsequent responses to them. As such, maybe it’s less about adding credibility and more about encouraging participation, similar to Reddit’s Karma system.
Quelle: https://www.socialmediatoday.com/news/facebook-launches-new-app-called-forecast-to-host-crowd-sourced-predictio/580396/

Der Verwei auf Reddit trifft es ganz gut, denn wenn night das Wissen, sondern die Aktivität entscheidend ist, dann kommt es natürlich zu Verzerrungen. Man denke nur daran, dass es diverse Virologen gibt, die so einis erzählen und die dann ihre Anhänger gegen andere Vertreter ihrer Zunft öffentlich aufbringen.

Antworten
DEUS Marketing

Diesem Kommentar kann ich mich nur anschließen.

Auf Basis des Konzepts von Quantität > Qualität können keine adäquaten Prognosen oder Vorhersagen erstellt werden.
Ein aktivitätsbasiertes „Reward-System“ führt vermutlich zu dem, was eigentlich ein Albtraum für datenbasiertes Arbeiten und Forecasting ist. Aber warten wir einmal ab und sind gespannt, was die Zukunft dieses Projektes bringt. Vielleicht findet durch die Überarbeitung der Richtlinien auch hier noch eine Änderung statt.

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