Ratgeber

Diese Fallen solltest du beim Recruiting unbedingt vermeiden

Damit Arbeitgeber insbesondere bei der jungen Zielgruppe punkten, sollte das Recruiting vor allem auf Ehrlichkeit und Eigenverantwortung setzen. (Foto: Djile/Shutterstock)

Gute Leute zu finden, ist schwer. Umso wichtiger ist die richtige Ansprache. Mit diesen sechs Tipps kannst du im Recruiting gefährliche Klippen umschiffen.

Es ist ein offenes Geheimnis: In Zeiten des Fachkräftemangels wendet sich das Blatt. Unternehmen konkurrieren zunehmend um Talente – und nicht umgekehrt. „Mit Geld alleine können Unternehmen nicht mehr punkten“, weiß Katrin Luzar, Senior Director Marketing bei Monster. Wichtig seien die Werte, die das Unternehmen vertritt, und ein offenes Ohr für die Bedürfnisse des Bewerbers. Eine ehrliche und zugewandte Einstellung zahle sich aus. Daneben sollten Unternehmen ein paar handfeste Fallstricke vermeiden, um im Rennen zu bleiben.

Nix mehr verpassen: Die t3n Newsletter zu deinen Lieblingsthemen! Jetzt anmelden

6 No-Gos im Recruiting

Falsches Spiel

Ein Unternehmen ist stets latent auf Kandidatensuche und muss bedenken, dass das Bild im Kopf des potenziellen Mitarbeiters nicht nur im Bewerbungsprozess, sondern auch durch andere Markenerlebnisse geprägt wird. Wer im Employer-Branding das Thema Nachhaltigkeit fokussiert, in der Unternehmensrealität aber mit negativen Schlagzeilen zu Umweltverstößen auffällt, zeichnet ein konträres Bild.

Falsche Erwartungen

Personaler sollten bereits in ihrer Stellenbeschreibung klar kommunizieren, wofür das Unternehmen steht, was es zu bieten hat und was konkret gesucht wird. Wenn der Bedarf nebulös bleibt, werden Kandidaten angesprochen, die womöglich überhaupt nicht zur Aufgabe passen. Eine unnötige Zeit- und Energieverschwendung für beide Seiten.

Falsche Ansprache

Anforderungen aus den Fachabteilungen sind in der Regel gespickt mit Fachtermini, die „draußen“ kaum jemand versteht. Nicht nur, dass unnötiger Interpretationsspielraum entsteht. Die Gefahr, dass sich junge Kandidaten auf derart sperrige Anzeigen gar nicht erst bewerben, ist immens. In die gleiche Kerbe hauen auch tradierte Jobtitel aus der Ecke „Junior Key Account Manager“, die Hierarchiedenken und ein geringes Maß an Eigenverantwortung suggerieren.

Falsche Versprechen

Potenziellen Kandidaten das Blaue vom Himmel herunter zu versprechen, ist verständlich. Schließlich lässt sich damit im Bewerbungsprozess punkten. Und doch sollten Unternehmen der Versuchung unbedingt widerstehen. Falsche Versprechen rächen sich. Der Kandidat springt ab, sobald er Lunte gerochen hat, und das Unternehmen verliert an Glaubwürdigkeit. Ein absolutes No-Go.

Falsche Kapazitätsplanung

Über den Bewerbungsprozess hinaus schießen sich Unternehmen schnell ins Aus, wenn die Arbeitsbelastung zu hoch ist. In den Neuen werden oft so viele Hoffnungen und Erwartungen hineinprojiziert, dass er an seine Grenzen stoßen muss. Wird der Stress zu groß, ist der Mitarbeiter schnell wieder weg.

Falscher Stolz

Zu meinen, man habe die Weisheit für sich gepachtet, führt schnell ins Abseits. Unternehmen, die in dieser Weise agieren, arbeiten mit der Zeit am Bedarf vorbei. Besser ist es, ein Ohr an der Zielgruppe zu haben. Und zu fragen – statt immer nur mit Antworten rauszugehen.

„Sei offen für die Vorschläge der Bewerber“, rät Luzar. „So verrückt sie auch anfangs klingen mögen, sie können eine Bereicherung für das Arbeitsklima und das Geschäft sein.“

Mehr zum Thema: 5 Argumente, die beim Fachkräfte-Recruiting zählen

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung