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FBI meint, Krypto-Betrug bedroht Linkedin „erheblich“

Eine „erhebliche Bedrohung“ stellen Anlagebetrüger für die Plattform Linkedin dar. Davon ist die US-Bundespolizei FBI überzeugt. Die Masche ähnelt Heiratsschwindlern.

2 Min. Lesezeit
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Das FBI warnt vor einer Steigerung von Betrugsfällen über das Business-Netzwerk Linkedin, nachdem eine Reihe von US-Amerikaner:innen dort auf Krypto-Betrüger:innen hereingefallen ist. Die US-Bundespolizei ist überzeugt davon, dass davon eine „erhebliche Bedrohung“ für die Plattform und ihre Nutzer:innen ausgeht, schreibt CNBC. Der Betreiber entfernte alleine letztes Jahr 32 Millionen gefälschte Konten und gibt zu, dass sich die Anzahl der Fälle erhöht hat. Das FBI spricht von vielen „potenziellen“, „früheren“ und „aktuellen“ Opfern. Linkedin warnte die Nutzer nun in einem speziellen Blogbeitrag zum Thema.

Menschen verlieren ihre kompletten Ersparnisse

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Der Artikel berichtet von Opfern, die eine Selbsthilfegruppe gebildet haben. Zwischen 200.000 bis zu 1,6 Millionen US-Dollar haben ihre Mitglieder eingesetzt und nie wiedergesehen. Eines der Opfer hat 700.000 Dollar verloren und sagt: „Und es sind nicht nur unsere gesamten Ersparnisse, die Leute haben ihre Häuser und ihre Autokredite verloren. Es ist lebenszerstörend und seelisch vernichtend.“

FBI: Zunahme einer speziellen, langfristigen Betrugsform

Sean Ragan heißt ein Sonderermittler beim FBI, der in der Außenstelle San Francisco sitzt. Er sagt, die Spezialagenten haben eine starke Zunahme einer längerfristigen Betrugsmasche festgestellt, welche die Kriminellen von Linkedin aus starten. Dort nehmen sie über gefälschte Profile mit seriösen Arbeitgebern Kontakt mit potenziellen Opfern auf. Oft geben sie an, in derselben Branche gearbeitet und an einer renommierten Universität studiert zu haben. Alternativ behaupten sie, im Finanz- und Investmentbereich tätig zu sein.

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Die Masche: Vertrauen schaffen und später abzocken

Erst halten sie ein wenig Small Talk, dann bieten sie an, dem- oder derjenigen zu helfen, über Krypto-Trades zu Geld zu kommen. Dazu lenken sie die Opfer zunächst auf eine seriöse Plattform wie crypto.com. Es geht los mit kleinen Einsätzen. Mei Mei Soe, eine Verwaltungsangestellte, sagt: „Ich habe mit 400 Dollar angefangen.“ Nachdem sie unter Anleitung des Betrügers auf crypto.com gehandelt hat, lenkt er sie auf eine andere Handelsplattform. Was sie nicht weiß: Diese Seite steht komplett unter seiner Kontrolle. Über Monate hinweg bringt er sie dazu, große Summen zu transferieren – auch Geld, welches sie von Freunden und Banken geliehen hat. Am Ende sind 288.000 Dollar weg.

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Linkedin: Massive Abwehrmaßnahmen und starke Community

Der Betreiber der Plattform schreibt, man nutze künstliche Intelligenz und menschliche Expert:innen, um Fake-Profile zu stoppen, noch bevor sie online gehen können. Das Team entdecke 96 Prozent der gefälschten Konten im Vorfeld. Außerdem spüre man 99,1 Prozent der Spam- und Betrugsfälle auf und lösche sie, heißt es weiter. Dennoch ruft das Unternehmen zu Meldungen aus der Community auf. Unbekannten sollte man lieber nur folgen, statt sich mit ihnen zu verbinden. Das gelte vor allem, wenn es  keine gemeinsamen Verbindungen gäbe. Wird versucht, an persönliche Informationen zu kommen, sollte man solche Akteure melden.

Keine Angebote annehmen – Verführungen aus dem Weg gehen

Linkedin warnt vor Angeboten, die sich zu gut anhören, um wahr zu sein: Das gelte für Stellenangebote, aber auch andere Offerten. Zudem: Finger weg von Angeboten, bei denen im Voraus Geld bezahlt werden soll. Auch romantische oder sonst unangebrachte Nachrichten sollten mit Vorsicht behandelt werden. Weitere Alarmzeichen sind Unstimmigkeiten im Profilbild, dem Werdegang und der Ausbildung sowie schlechte Grammatik.

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