Manch einer verbringt die letzten zehn Minuten seines Arbeitstags mit dem Runterzählen der Sekunden: „Bald, bald bin ich frei!“ Das kann man natürlich machen, doch erfolgreiche Menschen würden die Zeit wohl etwas konstruktiver nutzen – und das, auch ohne sich totzumachen.
Die Art und Weise, wie Vorgesetzte und Team-Mitglieder ihren Tag beenden, kann einen großen Einfluss auf die Effizienz aber auch auf das Befinden haben – von ihnen selbst, aber auch der Kollegen. Im Folgenden einige Tipps für eine perfekte Schlussroutine.
1. Aktualisiert eure To-do-Liste
Wer To-do-Listen führt, kann sie am Ende des Tages noch mal vorkramen und die ein oder andere Sache abhaken, neu priorisieren oder delegieren. Mit einer aktualisierten Aufgabenliste lässt sich der kommende Tag schneller organisieren.
Klar ist, dass eine To-do-Liste den ganzen Tag über in ständigem Update-Zustand ist. Doch der abendliche Abschluss bringt einen großen Vorteil: Jetzt wird nichts mehr dazukommen. Somit ist die Überarbeitung mehr oder weniger final – zumindest für die kommenden Stunden.
2. Priorisiert eure erste Aufgabe für den nächsten Arbeitstag
Der Start in den Tag kann vielfältig sein: Egal, ob es dabei um das Scannen des E-Mail-Postfachs, einen ersten Blick in das Intranet oder die Neusortierung der To-do-Liste geht.
Wer am Abend gemäß Punkt 1 einen Abschluss gemacht hat, kann auch problemlos die erste Aufgabe für den Folgetag festlegen.
3. Überprüft euren bisherigen Fortschritt
Wie steht es um den ersten Draft für das neue Banner? Habt ihr einem Mitarbeiter schon das Konzept gezeigt? Braucht ihr noch ein Feedback oder seid ihr selbst noch eins schuldig?
Blickt abends noch mal auf den Fortschritt eures aktuellen Projektes und gewinnt einen Überblick, wo es zu Ineffizienzen bei euch, aber auch bei Projektteilnehmern kommen könnte.
4. Schaut, ob ihr eine wichtige Mail noch nicht beantwortet habt
Mit E-Mails geht jeder unterschiedlich um. Der eine beantwortet sie, sobald sie eintreffen, der andere lässt weniger relevante Mails liegen, um sie später zu beantworten.
Wer zur letzteren Gruppe gehört, ist gut beraten, das Postfach am Abend noch mal durchzuschauen. Auch wenn eine Mail vielleicht beim Eintreffen nicht unbedingt als extrem wichtig eingestuft worden ist, kann es für den Absender dennoch von Bedeutung sein, dass er eine Antwort noch am gleichen Tag bekommt.
5. Informiert Kollegen über eure morgige Erreichbarkeit
Auch diese Aufgabe ist vor allem für Personen wichtig, die von außerhalb aus arbeiten oder einen langen Tag mit Meetings vor sich haben. Lasst eure Kollegen daran teilhaben.
Schickt eine Rund-Mail an das Team oder setzt einen Status im Intranet ab. Zum einen kann sich das Team darauf einstellen, dass ihr nur eingeschränkt zur Verfügung steht, zum anderen können so noch wichtige Fragen gestellt werden.
6. Räumt euren Tisch oder Desktop auf
Ordnung ist das halbe Leben, heißt es so schön – und auch wenn ihr glaubt, ein Genie zu sein und das Chaos zu beherrschen: Ein gut organisierter und aufgeräumter Arbeitsplatz sorgt für einen verbesserten Überblick.
Das Gleiche gilt auch für euren Desktop. Bereinigt ihn und löscht Screenshots, verschiebt Dokumente in entsprechende Ordner oder ladet sie auf den File-Server.
7. Nehmt euch einen Moment, um den Tag zu reflektieren
Leider gönnen sich wenige Menschen die Zeit, um den Tag zu reflektieren. Dabei geht es weniger darum, Aufgaben wegzustreichen oder E-Mails zu beantworten, sondern ganz einfach darum, den generellen Erfolg auf den Prüfstand zu stellen.
Ist man im Sinne seiner OKR vorangekommen? Hat man für neue Impulse gesorgt? Das sind nur einige Fragen, die ihr euch am Ende des Tages selbst beantworten könnt – und die Zeit solltet ihr nicht ungenutzt lassen.
8. Bedankt euch bei Kollegen, die euch gut zugearbeitet haben
Ein einfaches Dankeschön kann so viel bewirken! Auch wenn die Kollegen für das Erledigen von Aufgaben bezahlt werden, ist es eine schöne Anerkennung, wenn ihr euch bei ihnen für eine besondere Flexibilität oder Qualität, die an den Tag gelegt wurde, bedankt.
Zum einen erhöht es das Selbstwertgefühl und somit die Moral der Kollegen. Zum anderen beweist ihr eure soziale Kompetenz und verbessert die Beziehung zu ihnen.
Und mit welcher Routine verabschiedet ihr euch in den Feierabend?
Ebenfalls interessant:
Zum Punkt 8, dem Bedanken:
Ich habe gelernt, dass „ein einfaches Dankeschön“ unter Umständen sehr wenig Wert ist.
Vielmehr ist es sinnvoll, zu beschreiben, was genau man sieht, was einem gefällt und was der „Bedankte“ alles gemacht hat.
Dadurch sieht er, dass ich mir auch beim Bedanken Mühe gebe, anstatt einfach mit einem simplen „Dankeschön“ drüber hinweg zu gehen.
Einfaches Beispiel:
Das Kind hat sein Kinderzimmer aufgeräumt. Anstatt jetzt zu sagen „Wow, cool!“ oder „Danke“, lieber beschreiben, was man sieht. Also: „Du hast selbst Deine komplettes Zimmer aufgeräumt und sogar Deine Bücher alle ordentlich ins Regal gestellt“.
Dadurch merkt das Kind, dass ich mir das Ergebnis ausführlich angeschaut habe. Das ist besser als jedes Dankeschön-Lob, meiner Meinung nach.
Und genau so sollte das auch im Berufsleben mit Kollegen, Mitarbeitern und sogar Kunden und Lieferanten sein.
Das liest sich wie eine Anleitung zum Burnout.
Ich sehe die Parallelen. Mir persönlich hilft es beispielsweise die To-Do List zu aktualisieren und den Platz aufzuräumen, um die Arbeit auf der Arbeit zu lassen. Eine klare Trennung zwischen „Arbeitsmodus“ und „Freizeitmodus“ im Kopf zu schaffen und abzuschließen – also dem Burnout entgegenzuwirken.
Und das alles in 10 min, wow, Respekt
Sorry, aber manche Artikel haben hier maximal Bild-Niveau. Wer denkt sich nur so einen Stuss aus?
was für ein Schmarrn!