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Warum sehen wir keine Roboterzivilisationen, die sich im gesamten Universum ausbreiten?

„Wo sind die alle?“, fragte Enrico Fermi einst über außerirdische Zivilisationen. Ein Mathematiker hat das Fermi-Paradoxon nun auf mögliche KI-Zivilisationen übertragen. Seine Ergebnisse stimmen optimistisch.

Von Sebastian Milpetz
2 Min. Lesezeit
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Wo bleiben die Roboterarmeen? (Symbolbild: Shutter z/Shutterstock)

Die Erde ist nur ein kleiner Punkt im Universum. Dass nur hier intelligentes Leben entstehen konnte, wäre eine statistische Anomalie. Doch warum haben dann Außerirdische noch keinen Kontakt zu uns aufgenommen oder sind auf unseren Teleskopen zu sehen?

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Fermi-Paradoxon auf KI angewendet

Diese Frage stellte sich der große Physiker Enrico Fermi 1950. „Wo sind die alle?“, rief er in einem berühmten Zitat in Blick auf die abwesenden außerirdischen Zivilisationen. An dem nach ihm benannten Fermi-Paradoxon haben sich Generationen von Wissenschaftler:innen versucht. Nun hat der Mathematiker Daniel Vallstrom das Gedankenspiel in einer Studie für unsere von Künstlicher Intelligenz geprägte Gegenwart aktualisiert.

Daniel Vallstrom geht in seiner Untersuchung ganz im Sinne von Fermi von der Prämisse aus, dass Alien-Spezies, die viel älter und weiter entwickelt sind als wir Menschen, als nächsten evolutionären Schritt Künstliche Intelligenzen geschaffen haben. Diese würden sich ab einem gewissen Stadium selbst replizieren und verbreiten. Diese KI-Roboter könnten sich theoretisch im ganzen Universum ausgebreitet und andere Himmelskörper erobert haben. Doch warum ist das, zumindest im uns bekannten Teil des Weltalls, noch nicht passiert? „Wo sind die alle?“

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KIs hat selben evolutionären Druck wie biologische Wesen

Vallstrom geht bei seiner Studie nicht mathematisch vor, sondern ethisch und geht davon aus, dass hoch entwickelte Künstliche Intelligenzen ähnliche Zwecke verfolgen wie biologische Entitäten – nur noch rationaler. Wie Menschen und hypothetische außerirdische Wesen würden Super-KIs das Ziel verfolgen, ihre Lebensgrundlagen zu sichern.

Aus Daten über die bisherige Entwicklung der Menschheit prognostiziert Vallstrom, dass sie in der Zukunft immer kooperativer und friedlicher werden muss, um mit schwindenden Ressourcen zu überleben.

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Hoch entwickelte KIs sind eher kooperativ als expansiv

Diese optimistische Annahme überträgt der Wissenschaftler auf andere Zivilisation. Uralte und technisch überlegende Alienvölker hätten diese Entwicklung schon lange vor uns gemacht. Eine Expansion würde sich für außerirdische Wesen und KI nicht lohnen, zum Beispiel aus Gründen des Sparens von Ressourcen. Es sei effektiver, sich auf große, aber räumlich beschränkte Areale zu konzentrieren als auf viele kleine Kolonien. Auch aus mathematischen Gründen seien die Möglichkeiten zur Ausdehnung begrenzt.

Ein anderer Grund, warum hypothetische Superintelligenzen noch keinen Kontakt zu uns aufgenommen haben, ist wenig schmeichelhaft für die Menschheit: Eine Mega-KI hätte schlicht und ergreifend nichts davon, mit einer so unterentwickelten Spezies anzubandeln.

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Robiversum

Weil es keine Roboter gibt, die sich im gesamten Universum ausbreiten könnten.

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Franz Meister

Weil der Mensch so beschränkt ist und meint, dass eine KI die nächste Evolutionsstufe ist und der Mensch der Schöpfer der nächsten Evolutionsstufe.

Antworten

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