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Firefox 72 ist da: Browser stellt nervigen Benachrichtigungs-Spam ab

(Foto: Mozilla)

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Firefox 72 ist da und soll Schluss mit nervigen Browser-Benachrichtigungen machen. Außerdem soll der Browser einen besseren Schutz gegen Fingerprinting bieten.

Mozilla hat Firefox 72 veröffentlicht. Die neue Browser-Version schützt Nutzerinnen und Nutzer vor Benachrichtigungs-Spam. Statt wie bisher etwaige Benachrichtigungsanfragen einer Website direkt beim Seitenaufruf einzublenden, muss jetzt erst mit der Seite interagiert werden – beispielsweise durch Klick auf einen Button. User können Benachrichtigungsanfragen für eine Website weiterhin über ein Icon in der Adressleiste manuell anstoßen, nervige Anfragen in Form von Popups gibt es allerdings nicht mehr.

Mozilla hat schon im November 2019 in einem Blogbeitrag erklärt, dass nach Untersuchungen des Browser-Machers 99 Prozent aller Benachrichtigungsanfragen nicht akzeptiert und fast 50 Prozent sogar aktiv abgelehnt werden. Auch Google will ab Version 80 des Chrome-Browsers, die im Februar 2020 erscheinen soll, die Benachrichtigungsanfragen unaufdringlicher darstellen.

Firefox 72 bietet Schutz gegen Browser-Fingerprinting

In den letzten Jahren wurde das sogenannte Browser-Fingerprinting ein immer häufiger genutztes Mittel zur Identifikation von Seitenbesuchern. Dabei kommen Skripte zum Einsatz, die anhand von Informationen wie Bildschirmgröße, Betriebssystem, installierten Fonts und anderen Daten eine Art „Fingerabdruck“ des Besuchers nehmen, um ihn später wieder identifizieren und über Website-Grenzen hinweg verfolgen zu können. Dieser Praxis will Mozilla zukünftig einen Riegel vorschieben.

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Ab Version 72 von Firefox wird der Browser alle Drittanbieteranfragen blockieren, die von Firmen stammen, die Fingerprinting-Techniken einsetzen. Das soll aber nur ein erster Schritt sein. In späteren Browser-Versionen sollen weitere Schutzmaßnahmen gegen diese Technik integriert werden.

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Watchpoints: Firefox bekommt neues Entwickler-Feature

Für Entwickler ist die neue Watchpoints-Funktion interessant. Wenn ihr einen Watchpoint zu einem Property oder Objekt hinzufügt, stoppt der Debugger automatisch an dieser Stelle. Es gibt zwei Arten von Watchpoints: get und set. Ersterer stoppt den Debugger, wenn ein Property gelesen wird, während set stoppt, wenn ein Wert verändert wird. Watchpoints sind auch in der Visual-Studio-Code-Erweiterung von Firefox verfügbar, heißen dort allerdings „data breakpoints“.

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