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Wieso ihr das Hassforum Kiwi Farms meiden solltet – das jetzt auf russische Server umgezogen ist

Der Name Kiwi Farms klingt erst mal nach einem harmlosen Forum. Doch Nutzer tauschen sich hier nicht über die chinesische Stachelbeere aus oder beraten über die Aufzucht des neuseeländischen Laufvogels. Bei Kiwi Farms tummelt sich das Böse.

1 Min. Lesezeit
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Kiwi Farms zieht es nach Russland. (Foto: Silvabom/Shutterstock)

Als Joshua Moon 2013 Kiwi Farms gründete, wollte er mit dem Forum einen Webcomic-Künstler trollen. Die Plattform entwickelte sich jedoch schnell weiter und wurde zum Sammelsurium von bösartigen Nutzern, die sich zusammenrotteten, um gegen Einzelpersonen und Communitys zu hetzen. Dabei wurden Menschen diskriminiert aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Herkunft oder weil sie einer Minderheit angehören. Sie wurden zu Opfern gezielter Troll- und Stalking-Angriffe.

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Kiwi Farms im Visier

Diese Aktionen haben Kiwi Farms mit den Selbstmorden von drei Personen in Verbindung gebracht, die von Benutzern der Website ins Visier genommen wurden. Auch nach den verheerenden Schießereien in der Christchurch-Moschee im März 2019 geriet Kiwi Farms in den Fokus. Moon hatte eine Anfrage der neuseeländischen Polizei abgelehnt, Posts herauszugeben, die in Zusammenhang mit dem Attentat standen. Daraufhin blockierten neuseeländische Internetanbieter die Seite.

Kiwi Farms nutzte DDoS-Schutzdienste von Cloudflare, einem amerikanischen Anbieter von Hosting- und Websicherheitsdiensten. Nach der Belästigungskampagne von Kiwi Farms gegen die kanadische Streamerin, politische und Transgender-Aktivistin Clara „Keffals“ Sorrenti wurde eine Kampagne gestartet, um zu versuchen, Cloudflare davon zu überzeugen, die Bereitstellung von Diensten für die Website einzustellen.

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Kiwi Farms zieht um

Jetzt schaltete Cloudflare die Website offline. Cloudflare betonte dabei jedoch, dass es sich für diesen Schritt entschied, um auf eine „spezifische, gezielte Bedrohung“ zu reagieren, und nicht, weil es dem Druck der Öffentlichkeit erlegen sei. „Während wir Empathie für die Organisatoren haben, verpflichten wir uns als Sicherheitsanbieter, unsere Kunden zu schützen, selbst wenn sie der öffentlichen Meinung oder sogar unserer eigenen Moral zuwiderhandeln“, heißt es in einem Blogbeitrag von Cloudflare.

Wie Frank Figliuzzi, ein National-Security-Analyst für NBC und ehemaliger stellvertretender Direktor des FBI, bei Twitter berichtet, migrierte Kiwi Farms mittlerweile auf russische Server. Figliuzzi sagt, dass Nutzer so „leicht zu einer erhöhten Bedrohung des inländischen Terrors werden könnten“.

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2 Kommentare
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Durchwinker

Cloudflare ist also sehr wohl eingeknickt. Obwohl es den Leuten da wahrscheinlich gerecht wird, ist das trotzdem kein gutes Signal. Es ist nicht die Aufgabe von Diensten wie Cloudflare das Internet „sauber“ zu halten.

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Der antony

lol, echt heuchlerisch der Artikel. erst recht der teil wo du ziemlich ohne beweise versuchst der webseite mit dem Christchurch anschlag zu verbinden.

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