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Fraunhofer entwickelt neuartige Mikrodisplays für Wearables

Im Zuge des Projektes Backplane haben Forscher kleine OLED-Displays mit minimalem Stromverbrauch realisiert. Sie sollen in Datenbrillen zum Einsatz kommen.

2 Min. Lesezeit
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Fraunhofer ist bei der Entwicklung von Mikro-OLED einen entscheidenden Schritt weitergekommen. (Foto: luchschenF/ Shutterstock.com)

Wissenschaftler:innen des Fraunhofer Instituts für Organische Elektronik, Elektronenstrahl und Plasmatechnik (FEP) in Dresden haben ein verbessertes Mikrodisplay entwickelt. Im Gegensatz zu anderen Methoden verbraucht diese OLED-Variante besonders wenig Strom, betont die Forschungseinrichtung in ihrer Pressemitteilung. Sie eigne sich damit ausdrücklich für den Einsatz in Wearables wie etwa Datenbrillen.

OLED auf Silizium zum 1. Mal mit Farbe

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Die Technologie basiert auf dem OLED-auf-Silizium-Ansatz. Solche Mikrodisplays waren in der Vergangenheit mit monochromer Darstellung verfügbar – meistens gelb. Dem Problem nahm sich das Projekt Backplane der sächsischen Regierung an. Die neue Methode kann auch den Farbraum von Grün, Rot und deren Mischfarben wiedergeben. Damit erweitere sich das Aufgabenspektrum, schreiben die Erfinder:innen und geben Beispiele. So sei es jetzt möglich, rote Warnungen etwa in Feuerwehrhelmen oder Taucherbrillen einzublenden. „Auch die Wiedergabe von Sensordaten kann schnell und eindrücklich erfolgen“, sagt Abteilungsleiter Phillip Wartenberg. Er nimmt das Wärmebild einer Schweißnaht in der Anzeige eines Schweißerhelms als Beispiel. Auch eine Krankenschwester in Schutzkleidung mit integrierter Sensorik könne so sofort sehen, ob ein Patient Fieber habe. Das Visualisieren von Temperaturunterschieden sei bisher nicht möglich gewesen, betont Wartenberg.

Halb so großer Energieverbrauch und ein Manko

Die neuen Displays hat das FEP als „ultra low power“ kategorisiert, also extrem stromsparend. Das gelang den Wissenschaftler:innen durch den Einsatz neuartiger Dioden, die nur halb so groß sind wie normalerweise. Die Displays können allerdings anscheinend keine blaue Farbe darstellen. In der Pressemitteilung fehlt diese Variante jedenfalls. Beobachter gehen davon aus, dass die Erschaffer:innen absichtlich auf blaue Dioden verzichteten, weil diese eine kürzere Lebensdauer als ihre roten und grünen Pendants besitzen. Daher neigen sie zum Einbrennen.

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Über industrielle Anforderungen hinaus

Das FEP betont, wie sehr man sich freue, nun mit der Industrie Einsatzgebiete und weitere Anpassungen zu diskutieren. Die winzigen Mikrodisplays machen extrem kompakte Systeme möglich, so das Schreiben weiter. Das Institut hat mit der Organics Electronics Association zusammen einen Stand auf der CES 2022, die am 5. Januar in Las Vegas startet.

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Dein t3n-Team

Peter Fallah

Geht doch – made in Germany dank Fraunhofer!

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