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Free Now: Wer eine Fahrt storniert, muss künftig blechen

Der Fahrdienst Free Now soll bald eine Strafgebühr für stornierte Fahrten erheben. Abgesagte Touren seien für die Fahrer sehr ärgerlich, hieß es. Aber die Fahrer stört noch etwas ganz anderes.

1 Min. Lesezeit
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Free Now. (Foto: dpa)

Die Coronakrise hat Fahrvermittler wie Free Now einiges an Geschäft gekostet. Jetzt soll das Geschäft wieder anziehen. Das Unternehmen soll im Vergleich zur Vorkrisenzeit derzeit wieder etwa 60 Prozent der Touren vermitteln. Aber erst zum Jahresende erwarte man wieder Wachstum gegenüber dem Vorjahr. In Zeiten schwacher Auslastung seien abgesagte Fahrten für die Fahrer dann besonders ärgerlich, heißt es bei Free Now (früher: Mytaxi). Daher will die Taxi-App jetzt eine Stornierungsgebühr einführen, wie der Spiegel erfahren hat.

Storno: Strafgebühren gegen Verluste

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Damit sollen die Verluste bei den Taxifirmen ausgeglichen werden, wie Free Now erklärte. Dem Unternehmen zufolge bewegen sich die Stornierungen in einem mittleren einstelligen Prozentbereich. Allerdings sind die Fahrer laut Spiegel auch über eine Erhöhung der Vermittlungsgebühr verärgert, die am 7. Oktober von sieben auf dann zwölf Prozent steigen soll.

Free Now ließ dazu wissen, dass die Provisionen seit fünf Jahren stabil gewesen seien. Und das Unternehmen habe die eigentlich schon für das zweite Quartal geplante Erhöhung wegen der Coronakrise auch noch eigens verschoben. Dass das Geschäft sich offenbar wieder soweit erholthat, dass eine Strafgebühr für Stornierungen eingeführt werden kann, dürfte die Konkurrenz mit besonderem Interesse wahrnehmen. Soll doch der US-Fahrtdienstvermittler Uber etwa Interesse an Free Now haben, das zu Daimler und BMW gehört.

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Vier Euro pro abgebrochener Bestellung

Für Free-Now-Nutzer bleibt dagegen unter dem Strich, dass sie ab Mitte oder Ende November eine Stornogebühr von vier Euro zahlen müssen, wenn sie eine per App bestellte Fahrt wieder absagen. Das gilt auch dann, wenn ihnen die Wartezeit zu lang wird. Eine unnötig lange Wartezeit, so schreibt etwa Golem, kann sich aber auch dann summieren, wenn die Fahrer – vor allem in ländlichen Gebieten – selbst zugesagte Touren abbrechen und per App dann automatisch neue Fahrer gesucht werden. Inwieweit sich die Erhebung der Gebühr auf die Nutzung des Dienstes auswirkt, bleibt vorerst abzuwarten.

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3 Kommentare
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NOWIS

Wieder ein Unternehmen, dass aus seinen eigenen Bedürfnissen heraus denkt und handelt. Den Kunden als Problem zu betrachten, ist kein Erfolgsrezept. War es nie und wird es nie.
Sollte jmd von FreeNow Kommentare lesen: Was haltet ihr von kürzeren Wartezeiten? Verbindlichen Zusagen für Fahrer? Eine verbindliche Wartezeit von max 10 Minuten für Kunden. Wer vorher storniert, zahlt eine vertretbare Gebühr von evtl. 2,-€.
Freut Euch doch, dass derjenige FreeNow und nicht etwa Uber bucht. Wenn dann etwas dazwischen kommt, bestraft ihr Eure Kunden, Euren Dienst zu nutzen? Aha. Bietet im Wettbewerb einfach einen Mehrwert. Wie wär z.B. eine bessere App. Denn mit Verlaub: Da ist Uber besser. Als schlechterer Service unbequemere Konditionen zu etablieren, wirkt auf mich als Kunde unvorteilhaft.

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Lonar

Gestern vom Taxifahrer beworben worden: TaxiDeutschland-App. Eben genau wegen dieser Kundenstrafen werden die allermeisten Taxifahrer, zumindest in meiner Umgebung, FreeNow nicht mehr verwenden. Ich würde sagen, selbst Schuld FreeNow…geschieht Euch Recht.

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spinpoint

„Free Now ließ dazu wissen, dass die Provisionen seit fünf Jahren stabil gewesen seien.“

Das ist ja bei einer Provision – die schon im Zuge der normalen Fahrpreissteigerungen mit steigt – ein äußerst valides Argument.

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