Ratgeber

So funktionieren VPN-Dienste

Eine VPN-App gehört zur Standardausrüstung eurer Geräte. (Foto: Shutterstock)

Ursprünglich dienten VPN dazu, entfernte Unternehmensteile über das Internet an das Firmennetz anzuschließen. Heutzutage ist die Technologie zusätzlich für ganz andere Anwendungsfälle im Einsatz. Was die VPN-Technologie kann und wie euch das nutzt.

Um zu verstehen, was ein VPN ist, schauen wir uns zunächst die Architektur des Internet an. Das Internet ist so angelegt, dass sich die Datenkommunikation immer neue Wege suchen kann, wenn einzelne oder auch ganze Gruppen technischer Bauteile ausfallen, etwa weil sie durch Kriegshandlungen zerstört werden. Das macht das Internet sicher. Sicherheit bedeutet in diesem Zusammenhang allerdings nur, dass die Kommunikationsverbindungen auch bei Ausfall weiter Teile der Netzinfrastruktur aufrechterhalten bleiben.

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Bezogen auf den Datenverkehr als solches, also die versendeten Inhalte, ist das Internet eher vergleichbar mit dem massenhaften Verschicken von Postkarten. Jeder, der die Postkarte, respektive das Datenpaket in die Finger bekommt, kann sie oder es lesen. VPN ist der Name der Technologie, die diesen Mangel beseitigt.

So funktioniert ein VPN

Der Begriff VPN ist eine Abkürzung und bedeutet in Langform „Virtual Private Network“, übersetzt „virtuelles privates Netzwerk“. Dieses VPN errichtet nun eine Client-Server-Verbindung über das Internet, das dabei nur als Transportmedium dient.

Der Client, also euer Smartphone, Tablet oder Computer, baut einen Kommunikationstunnel zum Server auf. Dieser Tunnel läuft zwar über die ungesicherte Infrastruktur des Netzes, die Kommunikation an sich findet jedoch in verschlüsselter Form innerhalb dieses Tunnels statt. Die Sicherheit dabei ist doppelter Natur.

Zum einen kann niemand von außen in den Tunnel schauen. Zum anderen könnte, selbst wenn dies möglich wäre, niemand die Kommunikation lesen, weil sie verschlüsselt abläuft.

Zusätzliche Sicherheit ergibt sich daraus, dass das VPN den Kommunikationstunnel komplett abbricht und ganz neu aufbaut, sobald der Verdacht besteht, dass jemand versucht, in den Tunnel einzudringen.

So erklärt sich also der Name. VPN verbindet einen Client mit einem Server, der typischerweise Zugang zu einem internen Unternehmensnetzwerk bietet. Dieses interne Netzwerk wird quasi virtuell erweitert. Das Attribut privat ergibt sich aus der Abschottung des Datenverkehrs gegen Dritte.

Konventionelles VPN-Schema: Client baut Serververbindung verschlüsselt über das Internet auf. (Grafik: Shutterstock)

In der Vergangenheit war VPN deshalb vor allem eine Technologie, um Außendienstmitarbeiter ans Firmennetz oder Filialen eines Unternehmens an den Hauptstandort anzubinden. Das Microsoft-Betriebssystem Windows etwa bietet VPN in seinen Server- und Desktop-Varianten integriert an, sodass es lediglich der Konfiguration, aber keiner weiteren Investition bedarf.

Insgesamt ist die Anbieterlandschaft im VPN-Gewerbe durchaus bunt, wobei mit Microsoft und Citrix die Platzhirsche der Branche bereits benannt sind. Neben diesem zentralen Anwendungszweck gibt es indes weitere, die letztlich für jedermann relevant sind.

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Dein t3n-Team

2 Kommentare
Peter
Peter

Interessant gemachte Werbung!

Antworten
Dieter Petereit

Sonst geht es dir gut? An dem Beitrag ist aber auch nichts werblich. Wenn du dich an der Nennung von ProtonVPN störst, die haben sogar eine kostenfreie Variante.

Antworten

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