News

Erwartungen verfehlt: Videospielhändler Gamestop legt schlechte Zahlen vor

(Foto: Jonathan Weiss / Shutterstock)
Lesezeit: 1 Min.
Artikel merken

Der durch spektakuläre Aktienturbulenzen bekannte Videospielhändler Gamestop leidet weiter unter Geschäftseinbußen. Die Hoffnungen der Fangemeinde ruhen nun auf einem Investor.

In den drei Monaten bis Ende Januar sank der Umsatz im Jahresvergleich um drei Prozent auf 2,1 Milliarden US-Dollar (1,8 Milliarden Euro), wie die Firma am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Gewinn stieg aber nicht zuletzt dank geringerer Ausgaben von 21 Millionen auf 80,5 Millionen Dollar. Zudem legten die Onlineverkäufe um 175 Prozent zu. Die Markterwartungen wurden dennoch enttäuscht.

Gamestop hatte im Januar durch eine Spekulationsschlacht an der Börse für Schlagzeilen gesorgt. Das Unternehmen steckt eigentlich schon länger in der Krise, doch angetrieben von im Internet organisierten Kleinanlegern hatten die Aktien eine atemberaubende Rally hingelegt. Das wiederum brockte Hedgefonds, die auf einen Kursverfall wetteten, enorme Verluste ein. Im Januar hatte die Aktie ein Rekordhoch von über 483 Dollar erreicht, doch der Höhenflug war rasch wieder vorbei. Zuletzt kosteten die Papiere nur noch knapp 182 Dollar.

Hoffnungen ruhen auf Investor Cohen

Angesichts der extremen Kurskapriolen und hohen Aufmerksamkeit durch die Börsenturbulenzen dient der Finanzbericht als eine Art Realitätscheck des – nüchtern betrachtet relativ tristen – Tagesgeschäfts. Im gesamten vergangenen Geschäftsjahr gingen die Erlöse von Gamestop um rund 21 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar zurück. Unterm Strich fiel ein Verlust von 215,3 Millionen Dollar an. Das Filialgeschäft mit Videospielen gilt ohnehin nicht als großer Wachstumsbringer und leidet in der Pandemie zusätzlich.

Doch obwohl Analysten dem Unternehmen schon lange nicht mehr viel zutrauen, hat sich in Internetforen eine eingefleischte Fangemeinde formiert. Einer ihrer Hoffnungsträger ist der Investor Ryan Cohen, der im Januar einen Posten im Verwaltungsrat übernommen und schon den Tierbedarfshändler Chewy mit einer erfolgreichen E-Commerce-Strategie umgekrempelt hat. Gamestop-Fans, wie der als „Roaring Kitty“ bekannte Youtube-Star Keith Gill, sehen viel ungenutztes Potenzial und glauben, dass das Unternehmen wieder auf Kurs kommen wird. dpa

Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Ebenfalls interessant: Gamestop, Tesla, Bitcoin – Wie Memes und Storys die Finanzwelt erschüttern

Das könnte dich auch interessieren

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Digitales High Five
Holger Schellkopf (Chefredakteur t3n)

Anleitung zur Deaktivierung

Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder