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Von wegen Fleiß: Der häufigste Grund für eine Gehaltserhöhung

Eine Gehaltserhöhung ist ein Zeichen der Wertschätzung. (Foto: Shutterstock-Igorstevanovic)

Wer eine Gehaltserhöhung will, muss sie sich mit Fleiß verdienen. Das funktioniert oft nur bedingt. Ein anderer Faktor spielt Berufstätigen viel eher in die Karten, wie diese Studie zeigt.

Wer fleißig ist, bekommt mehr Geld – oder etwa nicht? Eine Umfrage des Personaldienstleisters Robert Half hat sich mit der Frage beschäftigt, wann wirklich eine Gehaltserhöhung winkt und dazu 1.000 Büroangestellte befragt. Das Ergebnis der Studie, die Business Insider vorliegt, macht deutlich: Engagement rangiert bei den Gründen für eine Gehaltserhöhung relativ weit unten. Am häufigsten machen Berufstätige gehaltstechnisch einen Schritt nach vorne, wenn sie den Job wechseln.

Eine Gehaltserhöhung ist ein Zeichen der Wertschätzung

Ein Jobwechsel ist der häufigste Grund für eine Gehaltserhöhung. (Foto: Shutterstock-Monkey Business Images)

Dass es alles andere als einfach ist, das eigene Gehalt im bestehenden Arbeitsverhältnis durch Leistung zu steigern, zeigen die Zahlen deutlich: Nur neun Prozent der befragten Arbeitnehmer hätten ihre letzte Gehaltserhöhung aufgrund von erreichten Zielen erhalten. Auch die Übernahme zusätzlicher Aufgaben war bei gerade einmal sechs Prozent ausschlaggebend, heißt es weiter. Dass das Gemauer für Arbeitgeber jedoch nach hinten losgehen kann, erklärt einer der Studienführer mit klaren Worten.

„Arbeitnehmer, die in einen Job mit neuer Verantwortung wechseln – ob beim aktuellen oder einem neuen Arbeitgeber –, sollten natürlich mehr Geld verdienen“, verrät Christian Umbs von Robert Half. Er hält es jedoch für problematisch, wenn Angestellte auch für gute Leistungen keine adäquate Gehaltserhöhung erhalten.„Für Mitarbeiter ist ein Gehaltsplus eine wichtige Wertschätzung. Bleibt sie verwehrt, kann das zu steigenden Kündigungsraten und Neueinstellungen zu höheren Gehältern führen“, mahnt Umbs weiter.

Gründe für Gehaltserhöhung Prozentualer Anteil
Jobwechsel zu einem neuen Arbeitgeber 18 %
Unternehmensweite Gehaltserhöhung 16 %
Interner Stellenwechsel oder Beförderung 16 %
Neuer Tarifvertrag 11 %
Positive Unternehmensentwicklung 10 %
Zielerreichung 9 %
Beschäftigungsdauer 8 %
Zusätzliche Aufgaben 6 %
Neuer Vorgesetzter 4 %
Sonstiges 2 %

HR-Manager und Team-Leiter sollten Arbeitnehmer regelmäßig – etwa in einem Jahres- oder Peer-Gespräch – darauf aufmerksam machen, was von ihnen erwartet wird und wie sie im Unternehmen vorankommen können. „Unerlässlich ist, dass Personalverantwortliche deutlich kommunizieren, welche Erwartungen sie an die Mitarbeiter stellen und Ziele klar definiert werden.“ So wissen die Kollegen auch, was ihnen für eine mögliche Gehaltserhöhung noch fehlt – und wann sie mit ihr rechnen können.

Top-10 der deutschen Gründer-Unis
Platz zehn: WHU Otto Beisheim School of Management. Laut Startup-Monitor 2018 haben 1,3 Prozent der 3.700 befragten Gründer ihren Abschluss dort gemacht. (Foto: dpa)

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3 Reaktionen
Patrick

Die Voraussetzung für eine Gehaltserhöhung ist immer eine überdurchschnittliche Leistung. Aber das alleine reicht leider noch nicht. Wichtig ist auch, dass man sich selbst und seine Leistungen im Unternehmen sichtbar macht. Man kann leider nicht mehr davon ausgehen, dass Vorgesetzte die eigenen guten Leistungen von selbst erkennen. Schritt Zwei ist es, sich bewusst zu machen, dass man selbst als Arbeitnehmer in der aktuellen Arbeitsmarktsituation am längeren Hebel sitzt. Dann ist es wichtig das perfekte Timing zu finden, um eine Gehaltsforderung anzusprechen und sich äußerst penibel darauf vorzubereiten. Vorgesetzte werden darauf trainiert äußerst hart und kalt auf Gehaltsforderungen zu reagieren, wenn dir das als Angestellter nicht bewusst ist, ruderst du viel zu schnell in der Gehaltsverhandlung zurück. Aber das gute ist: genau diese Verhandlungstechniken und Tricks sind wirklich schnell erlernbar und keine Raktenphysik.

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Titus von Unhold

Eine Befragung von 1.000 Arbeitnehmern ist keine Studie.

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Emfor

Natürlich ist es eine Studie. Aber selbst wenn 100.000 Arbeitnehmer befragt worden wären, könnte man die Aussagekraft der Studie ohne genauere Details zur Durchführung nicht abschätzen.

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