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Ratgeber

Was taugt deine Geschäftsidee? Ein Schnellcheck in 7 Schritten

Wer gründet, muss sich zuerst zwei elementare Fragen stellen: Löst meine Geschäftsidee wirklich ein Problem? Und kann ich damit auch Geld verdienen? Dieser Schnellcheck liefert Antworten.

Von Daniel Hüfner
3 Min.
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Wie gut oder schlecht eine Geschäftsidee ist, lässt sich schnell herausfinden. (Foto: startupstockphotos.com)

Es ist eines der erfolgreichsten Bücher der Branche: Mit „The 100 Dollar Startup“ hat Chris Guillebeau eine Fibel für Gründungswillige verfasst, die sich mit wenig Geld und ohne Bankkredit selbst verwirklichen wollen. Das Buch beruht im Wesentlichen auf der Annahme, dass für ein erfolgreiches Selfmade-Business nur drei Dinge nötig sind:

  • Ein Produkt oder eine Dienstleistung
  • Eine Gruppe bezahlbereiter Kunden
  • Ein technischer Kanal zur Annahme von Zahlungen
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Wie für gewöhnliche Unternehmen auch steht am Anfang die Geschäftsidee. Guillebeaus Credo: „Don’t think innovation, think usefulness.“ Nur wenn der Nutzen einer Geschäftsidee über den eigenen Problemhorizont hinausgeht, hat sie das Potenzial, genug Umsatz in die Kassen zu spülen. Doch wie finde ich das heraus?

In seinem Buch zeigt Guillebeau unter anderem auf, wie sich eine Geschäftsidee in sieben Schritten auf Tauglichkeit prüfen lässt. Here we go.

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1. Care about the Problem you solve

Man stelle sich zwei Kreise vor, die sich zur Hälfte gegenseitig überlappen. Ein Kreis stellt die eigene Passion für eine Tätigkeit oder ein Hobby dar, der andere Kreis repräsentiert hingegen die Bedürfnisse einer potenziellen Kundengruppe. Je größer nun die Überschneidung der beiden Kreise ist, desto vielversprechender ist – zumindest theoretisch – der Markt. Chris Guillebeau spricht in diesem Zusammenhang von der Konvergenz. Doch wie funktioniert das in der Praxis?

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2. Starte mit einer Keyword-Recherche

Um die Marktgröße abzuschätzen, genügt Guillebeau zufolge schon ein Abstecher zu Google. Mit einer entsprechenden Keyword-Recherche lassen sich Anzahl und Relevanz von Suchbegriffen ermitteln, die zum eigenen Produkt passen. Angenommen, du willst die noch nicht existierende Website deiner Geschäftsidee ganz oben bei Google finden – welche Suchbegriffe würdest du eingeben? Welche Keywords besonders populär sind, verrät übrigens auch ein Blick auf die Anzeigen.

3. Löse ein Problem statt es herbeizureden

Guillebeau warnt davor, ein Problem lösen zu wollen, das es auf Kundenseite vielleicht gar nicht gibt. Aus Sicht des Autors muss das von einem Produkt oder einer Dienstleistung gelöste Problem so schmerzhaft sein, dass der Markt es auch kennt. Betroffene lassen sich so auch viel leichter in einen zahlenden Kunden konvertieren, als wenn du ihnen was aufschwatzt.

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4. Verstehe dein Produkt als Schmerzmittel

Rolex-Uhren oder Handtaschen von Gucci mögen nur Statussymbole sein, doch die meisten Produkte kaufen Kunden aus einem profaneren Grund, wie Guillebeau erklärt: „Auf einer tieferliegenderen Ebene wollen sie geliebt werden. Etwas zu haben, das den Schmerz lindert, könnte effektiver sein, als ein Bedürfnis zu erkennen.“ Im Klartext: Zeige Kunden, wie dein Produkt zur Schmerzlinderung beitragen kann.

5. Sei nicht bloß günstiger

Ein weitere Indikator für die Güte einer Geschäftsidee ist ihre Differenzierung vom Rest der Marktteilnehmer – zumindest glauben das viele Gründer. Aber das genügt nicht, warnt Guillebeau: „Es genügt nicht, anders zu sein; es geht vielmehr um Spezialisierung, die dich besser macht“, so der Autor. Ein günstigerer Preis gehört übrigens nicht dazu. Stattdessen sei es ratsam, in Lösungen zu denken. Welche gibt es schon auf den Markt und warum machen sie Kunden nicht glücklich? Schreib das auf!

6. Erstelle Personas, um wertvolles Feedback zu erhalten

Auf eine bloße Internetrecherche sollten sich Gründungswillige nicht verlassen. Denn nichts ist wertvoller als persönliches Feedback aus der gewünschten Kundengruppe. Kann sie das Produkt wirklich gebrauchen? Fehlt ihnen ein Feature? Woran haben sie sich schon immer gestört? Freunde und Tante Mimi sind allerdings nicht die richtigen Ansprechpartner für ehrliches Feedback. Guillebeau rät dazu, nur Leute zu befragen, die ins spätere Kundenprofil passen. Hierbei hilft eine Erstellung von Personas: Das sind fiktive Menschen, die am meisten von den Vorzügen der eigenen Geschäftsidee profitieren. Danach machst du mit Interviews mit den entsprechenden Leuten weiter.

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7, Bau dir eine Community auf

Auf Punkt sechs aufbauend kannst du diese potenziellen Kunden direkt zu Botschaftern deiner Geschäftsidee machen. Dies gelingt, indem du einem geschlossenen Kreis von Leuten dein Produkt oder deine Dienstleistung kostenlos anbietest mit der Bitte, auch Bekannten davon zu erzählen. Auch du kannst deine Geschäftsidee in der Zwischenzeit weiter bewerben. Wie wär’s mit einem Blog zum Reputationsaufbau? Schon mal an einen Foreneintrag in einem Special-Interest-Forum gedacht? Guillebeau sieht darin den Grundstein für gute Geschäftsideen: Trust. Je größer das Vertrauen, desto erfolgreicher dein Business.

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Kommentare (3)

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Nils

Wow. Mit diesen Tipps kommt man natürlich weit ;-)

Ne, jetzt mal im Ernst. Recht flach das Ganze? Bisschen mehr Tiefgang, gerne anhand von Beispielen entlang gehangelt. Das hier ist einfach nur wiedergekauter Content, den es mittlerweile an jeder Ecke gibt. Scheinbar ist StartUp nach Content-Marketing DAS Mode-Thema und das Internet zum Bersten voll mit diesen Binsenweisheiten.

Für jemand in der StartUp-Phase unbrauchbar bzw. hoffentlich bereits bekannt. Wenn nicht – wird das auch Dank der „Tipps“ nichts ^^

Rudi Mentaer

Dem kann ich nur zustimmen. Äußerst flach und wenig hilfreich. Was hier fehlt sind echte links und hilfreiche Downloads für den/die Gründer/in und nicht Links zu Firmen, die einfach nur unsere Daten sammeln oder unsere Emailadresse haben wollen.

Robert Wünsch

Ein Problem, für das es schon Google Keywords gibt, hat meistens auch schon einen besetzten Markt. Wertvoller sind Probleme, für die Menschen keine Lösung haben – oder noch besser keine Idee haben, wie man sie lösen könnte.

Beispiele:
Jugendliche wollten sich gegenseitig Selfies schicken, die ihre Eltern auf keinen Fall zu sehen bekommen: Snapchat. Menschen übernachten ungern in Hotels oder können sich einen Städtetrip wegen der Hotelpreise nicht leisten: Airbnb. Deutschland brauchte eigentlich nicht wirklich noch weitere Biersorten: Craft Beers.

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