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Dank neuronaler Netze: Google-Übersetzer mit größtem Update seit 10 Jahren

Google Übersetzer. (Foto: Shutterstock)

Google hat seiner Übersetzungs-App das größte Update seit zehn Jahren verabreicht. Dank neuronaler Maschinenübersetzung werden Texte jetzt flüssiger und verständlicher übersetzt.

Google-Übersetzer: Neurale Algorithmen statt klassischer Maschinenübersetzung

Vor zehn Jahren konnte der Google Übersetzer gerade einmal drei Sprachen dolmetschen – mittlerweile hat Google 100 weitere integriert, sodass mit der Anwendung insgesamt 103 Sprachen übersetzt werden können. Bislang wurde für den Dienst auf die altbekannte statistische, maschinelle Übersetzung gesetzt. Das funktionierte zwar irgendwie, förderte aber oftmals seltsame Satzkonstruktionen und auch falsche Übersetzungen zutage. Mit dem großen Update führt Google ein neues Verfahren ein: die neuronale Maschinenübersetzung.

Die neue Basis des Google-Übersetzers bildet eine Technologie, die Google erst im September angekündigt hatte. Die Technologie dolmetscht komplette Sätze anstatt einzelner Wörter. Durch diesen breiteren Kontext sollen die Übersetzungen qualitativ besser werden. Um die relevanteste Übersetzung zu finden, nutzen die neuronalen Algorithmem dabei einen breiteren Kontext als Hilfe. So soll die App der grammatikalisch korrekten Sprache näherkommen als mit der bisherigen Technologie.

Laut Google sind die Übersetzungen leichter zu verstehen, sodass sich gedolmetschte Abschnitte und Artikel flüssiger und einfacher lesen lassen. Sätze werden dafür teilweise neu geordnet und in eine verständlichere Struktur gebracht. Das neuronale System lernt durch den Übersetzungsprozess zudem immer weiter und soll dadurch künftig noch „bessere und natürlichere Übersetzungen“ zustande bringen.

Der Google Übersetzer soll mit dem großen Update qualitativ besser werden. (Bild: Google)

Der Google-Übersetzer soll mit dem großen Update qualitativ besser werden. (Bild: Google)

Google-Übersetzer: Neuronale Maschinenübersetzung geht mit acht Sprachen an den Start

Ähnlich wie vor zehn Jahren fängt Google mit der Integration der neuen Technologie klein an. Zu Beginn werden aber nicht nur drei sondern acht Sprachen in beide Richtungen unterstzützt. Zu den ersten Sprachen, bei denen die neuronale Maschinenübersetzung live geht, gehören: Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch, Chinesisch, Japanisch, Koreanisch und Türkisch. Fortan könnt ihr euch bei Übersetzungen dieser Sprachen über eine höhere Qualität freuen. Mit diesen acht Sprachen werden die Muttersprachen von etwa einem Drittel der Weltbevölkerung und 35 Prozent aller Google-Übersetzungsanfragen abgedeckt.

Das große Google-Übersetzer-Update fließt sowohl in die Android- und iOS-App, als auch in die Websuche und die Google-Translate-Website ein. Langfristiges Ziel ist es, die neuronale Übersetzung für alle 103 Sprachen bereitzustellen.

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Empfehlenswerte Lektüre: 30 praktische Erweiterungen für den Chrome-Browser und Google-Übersetzer: Neue Version übersetzt Schilder und dolmetscht live

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3 Kommentare
Jochen Baur
Jochen Baur

Von A nach B recht gut. Doch zurück von B nach C gibt es noch Potenzial

A: Laut Google sind die Übersetzungen leichter zu verstehen, sodass sich gedolmetschte Abschnitte und Artikel flüssiger und einfacher lesen lassen.
DE > EN
B: According to Google, the translations are easier to understand, so that interpreted sections and articles can be read more smoothly and easily.
EN > DE
C: Nach Google, sind die Übersetzungen leichter zu verstehen, so dass interpretierte Abschnitte und Artikel können reibungsloser und einfacher gelesen werden.

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Katrin
Katrin

Soweit mir bekannt ist, übersetzt Google Übersetzer bisher nur, dolmetschen (also sie mündliche Sprachmittlung gesprochener Sprache) kann es noch nicht. Übersetzen und dolmetschen sind keine Synonyme.

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