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Gratis war gestern: Nur noch 4 Prozent der Onlinehändler bieten kostenlosen Versand

Immer weniger Händler:innen versenden ihre Waren kostenlos an die Kundschaft. Das ist aus Kund:innensicht erst einmal eine schlechte Nachricht. Doch in einem anderen Punkt haben die Händler:innen dazugelernt, wie eine neue Umfrage unter Webshops zeigt.

2 Min. Lesezeit
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Kaum ein Internet-Nutzer kauft nicht auch im Netz ein. (Foto: Shutterstock)

Nur noch vier Prozent der Onlinehändler:innen in Deutschland berechnen ihren Kund:innen gegenüber keine Versandkosten. Das klingt erst einmal nach einer erstaunlich niedrigen Zahl angesichts unseres empfundenen Einkaufsverhaltens. Doch laut einer Befragung des EHI Retail Institute unter „81 namhaften Onlinehändler:innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz“ liegen bei immerhin 50 Prozent der befragten Händler:innen die den Kund:innen belasteten Kosten bei unter fünf Euro. Und lediglich jede:r 20. Händler:in verlangt mehr als zehn Euro.

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Interessanter als die Befragung einzelner Händler:innen wäre allerdings die Berücksichtigung des jeweils dahinterstehenden Handelsvolumens der Händler:innen gewesen – und die Frage, in wie vielen Fällen über eine Liefer-Flatrate (wie bei Otto Up oder Amazon Prime) geliefert wurde. Spannender wäre noch, zu sehen, wie die Flatrate-Angebote zu einer erhöhten Kund:innenloyalität beitragen und den monatlichen Gesamtumsatz erhöhen.

Ein Drittel verlangt bis zu 5 Euro

Dabei variieren die tatsächlichen Durchschnittskosten für die Logistik pro Artikel – je nach Sortiment – stark und liegen bei einem Drittel (33 Prozent) der Onlinehändler:innnen bei bis zu fünf Euro, bei weiteren 41 Prozent bei bis zu 25 Euro und bei acht Prozent bei über 25 Euro, Retouren nicht eingerechnet. Mehr als drei Viertel (78 Prozent) sagen, dass die Zustellung beziehungsweise der Versand zu den Kund:innen der eigentliche Kostentreiber ist.

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Gut für die Kund:innen: Die Händler:innen haben erkannt, dass die schnellen Lieferzeiten, die auch Branchenprimus Amazon über die Jahre immer weiter forciert hat und die Kund:innen folglich auch vom Mitbewerb erwarten, das A und O sind. Denn man will ja verhindern, dass sich Kund:innen, während sie auf die Ware warten, doch noch für ein anderes Produkt oder dasselbe Produkt eines anderen Lieferanten entscheiden.

Lieferzeit ist der springende Punkt

Bei der Wahl des Versanddienstleisters ist für drei Viertel (75 Prozent) der Befragten die Lieferzeit ein entscheidendes Kriterium. Die durchschnittliche Standardlieferzeit liegt bei 61 Prozent der Befragten bei ein bis zwei Werktagen, 28 Prozent der Befragten liefern innerhalb von drei bis fünf Werktagen und sieben Prozent der Befragten benötigen 24 Stunden.

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Einzelne Onlinehändler:innen sind nach eigenen Angaben in der Lage, die Lieferung im Regelfall noch am Tag der Bestellung oder sogar innerhalb von ein bis zwei Stunden durchzuführen. Für die Lieferung der bestellten Artikel benötigt keiner der Befragten mehr als fünf Werktage. Gegen Aufpreis liefert immerhin fast jede:r fünfte Händler:in innerhalb von 24 Stunden oder schneller.

Immerhin: Fast die Hälfte (47 Prozent) kann innerhalb von ein bis zwei Werktagen an die Kundschaft ausliefern, was aufzeigt, dass dies inzwischen die gängige Praxis ist. Bestätigen sollten diese Zahlen den Händler:innen aber vor allem eines: Es lohnt sich nicht, am Versanddienstleister zu sparen, sondern die Kund:innen sind hier inzwischen sehr verwöhnt und nur selten bereit, sich mit weniger zufriedenzugeben.

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