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Die Haufe-Gruppe steigt bei dem Berliner Fintech Kontist ein

Die Kontist-Gründer Christopher Plantener, Madison Bell, Sebastian Galonska und Alexander Baatz (von links – Bild: Kontist)

Die Haufe-Gruppe steigt beim Berliner Fintech Kontist ein. Das Unternehmen bietet ein Geschäftskonto für Freelancer und kleine Unternehmen an. Doch der Deal wäre aufgrund einer Fake-Pressemitteilung fast geplatzt.

Die Haufe Group bietet mit ihrer Marke Lexware für kleine Unternehmen und Freelancer im Bereich Buchhaltung und Unternehmensführung einige Software-Programme und den Cloud-Service Lexoffice an. Jetzt hat das Unternehmen mit einer Beteiligung am Berliner Buchhaltungs-Startup Kontist das eigene Portfolio weiter ausgebaut. In der Tat passen die beiden Produkte Kontist und Lexoffice gut zusammen: Kontist bietet ein Konto für Freelancer an und hatte in der Vergangenheit unter anderem eine Kooperation mit Debitoor. Deren Funktionalität ist weniger umfangreich als bei Lexoffice, es handelte sich dabei um eine Integration von Bank- und Buchhaltungsfunktionen.

Die Haufe Group verfügt mit Kontist über einen weiteren Baustein auf dem Weg zur End-to-End-Automatisierung unternehmerischer Prozesse über ein zentrales Ökosystem. Das Produkt richtet sich nach Angaben von Haufe an die knapp 4,3 Millionen Kleinunternehmen und die stark wachsende Community der Freelancer in Deutschland. Diese sollen so möglichst einfach ihre Geschäftsvorgänge und Steuerverpflichtungen automatisieren können. Dazu passt möglicherweise in Zukunft auch Smartsteuer, die in Hannover ansässige Steuer-Tochter des Haufe-Konzerns. Smartsteuer hatte sich im September das mobilgerätorientierte Steuer-Tool Steuerbot gesichert.

Das Kontist-Geschäftskonto für Freelancer passt zu Haufe

Der erste gemeinsame Schritt der beiden Partner Haufe und Kontist ist eine tiefgreifende technische Integration zwischen der Online-Buchhaltungssoftware Lexoffice und dem Kontist-Bankkonto. Anwender profitieren dadurch von einer automatisierten Buchhaltung, einer Einschätzung der anfallenden Steuern in Echtzeit sowie einer integrierten Mastercard für das Ausgabenmanagement. Aus dieser Kombination soll eine ganz neue User-Experience entstehen. Darüber hinaus wollen die beiden Unternehmen ein Co-Creation-Lab gründen, um gemeinsam Produkte zu entwickeln, die diesen Automatisierungsgrad noch verstärken sollen. Zur Realisierung dieser Vision sollen weitere Partner aus der Finanzbranche gewonnen werden.

Über die Details zur Unternehmensbeteiligung haben die Unternehmen Stillschweigen vereinbart. Mit der Minderheitsbeteiligung durch die Haufe Group sichert sich Kontist eine Serie-A-Investition. Kontist hatte zuvor bereits 5 Millionen Euro Seed-Finanzierung von Founders, einem dänischen Company-Builder, und dem dänischen Wachstumsfonds Vœkstfonden eingesammelt.

Doch der Deal mit der Haufe-Gruppe wäre fast noch torpediert worden. Wie Gründerszene unter Berufung auf Finanz-Szene.de berichtet, wurde in der vergangenen Woche eine authentisch wirkende Pressemitteilung in englischer Sprache verschickt, die aber nicht vom Unternehmen Kontist selbst stammte. Die gefälschte Pressemitteilung berichtete von einer zwölf Millionen Euro schweren Finanzierungsrunde von Kontist und wurde insbesondere von einigen englischsprachigen Fachmedien aufgegriffen. Die Meldung enthielt eine Sammel-Mailadresse von Kontist. Offenbar war es Ziel der Versender, mit dieser Fake-News-Meldung Kontist zu schaden.

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