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Heidelpay übernimmt Universum Group und bietet Rechnungskauf und Inkasso an

(Bild: mirtmirt / Shutterstock)

Der Payment-Dienstleister Heidelpay kauft die Universum Group auf. Das Unternehmen zeigt damit, wie wichtig weiterhin in Deutschland der Rechnungskauf im E-Commerce ist.

Die Heidelpay Group, Fintech- und Payment-Service-Provider aus Deutschland, übernimmt die Frankfurter Universum Group, ein Unternehmen, das seit über 30 Jahren im Versandhausumfeld bekannt ist. Die Universum Group soll als Spezialist für den White-Labe-Rechnungskauf zusätzliche Zahlungsmöglichkeiten für die Heidelpay-Kunden ermöglichen. Die Zustimmung durch das Bundeskartellamt erfolgte diese Woche – über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Übernahme des Pay-later- und Inkasso-Unternehmens aus Frankfurt ist eine weitere Maßnahme, mit der die Heidelpay sich dem Trend anpasst, alles im Zahlungswesen aus einer Hand anzubieten. Erst kürzlich hat das Unternehmen mit dem österreichischen Payment-Service-Provider mpay24 und dem POS-Anbieter Startec Unternehmen für spezielle Funktionalitäten hinzugekauft. Gerade der Rechnungskauf, der in Deutschland immer noch die mit Abstand beliebteste Zahlungsart ist, aber auch der Ratenkauf sollen dazu beitragen, dass Heidelpay sein ambitioniertes Ziel, im laufenden Jahr den Umsatz zu verdoppeln, erreichen kann. Heidelpay konnte sein Transaktionsvolumen damit zwischen 2017 und 2018 auf knapp sechs Milliarden Euro verdreifachen und die Anzahl der durchgeführten Transaktionen um 150 Prozent steigern

Heidelpay: Kampfansage an andere PSP

Gründer und CEO Jan Mirko Hüllemann gibt sich auf Nachfrage selbstbewusst: „Vor zwei Jahren ist mit AnaCap ein Private Equity Investor bei Heidelpay eingestiegen. Die fünf seitdem getätigten Akquisitionen sind Teil der Unternehmensstrategie und dienen unserer Portfolio- und Leistungserweiterung“, erklärt er im Gespräch mit t3n. Man wolle sich als einer der Top-Player unter den Payment-Service-Providern in Europa positionieren, die von Omnichannel über eigene Zahlungsarten, wie dem Rechnungs- und Ratenkauf bis hin zur gesamten Inkasso-Abwicklung alles leisten können.

Eine Kampfansage ist das vor allem an Unternehmen wie Klarna, Concardis oder Stripe, die wiederum ihrerseits in den letzten Monaten einiges dazu beigetragen haben, dass die Kräfte im Payment-Bereich neu verteilt wurden. Heidelpay betreut inzwischen über 16.000 Kunden weltweit und hat sich seit der Gründung 2003 zu einem Rundum-Service entwickelt. Das modulare und skalierbare System unterstützt nach eigenen Angaben mehr als 200 Zahlungsarten weltweit und steht auch mobil sowie am Point of Sale zur Verfügung. Sämtliche Payment-Schritte – Acquiring, Processing und Collecting – lassen sich direkt in über 50 gängige Shopsysteme integrieren. Das Unternehmen erzielte mit rund 200 Mitarbeitern 2018 einen Umsatz von rund 50 Millionen Euro.

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