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Helvetica Now: Legendäre Schriftart erhält neuen Anstrich

Helvetica gehört zu den ganz großen Typografie-Klassikern. Nun stellt der Schriftanbieter Monotype eine neue Version fürs digitale Zeitalter vor – und beseitigt die Schwächen des Vorgängers.

Von Daniel Hüfner
1 Min.
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Helvetica Now: Der Typografie-Klassiker wurde umfangreich überarbeitet. (Foto: Monotype)

Sie ziert Haltestellen, Werbetafeln, Zeitungen und Konzernzentralen: Seit mehr als 60 Jahren gehört Helvetica zu den meistverwendeten Schriftarten. 1957 vom Unternehmer Edouard Hoffmann und dem Grafikdesigner Max Miedinger entwickelt, wurde die serifenlose Schrift zum Sinnbild für modernes, minimalistisches Design. Lange, bevor es das Internet und grafische Benutzeroberflächen in Computern gab.

Schriftklassiker neu gedacht

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Inzwischen haben sich die Zeiten natürlich geändert – was in den vergangenen Jahren vor allem für Probleme bei der Lesbarkeit sorgte. Deshalb hat der Schriftenanbieter Monotype nun eine neue Version des Typografie-Klassikers vorgestellt: Helvetica Now. Mit 48 Schnitten und drei optischen Größen soll die Schriftfamilie erstmals größenabhängige Buchstabenformen und -metriken bieten.

Die optischen Größen Micro, Text und Display beheben laut Monotype elementare Schwächen des Helvetica-Vorgängers. Micro etwa eliminiere die jahrzehntelangen Abstands- und Lesbarkeitsmängel bei sehr klein gesetzten Texten, zum Beispiel bei Fußnoten. Der neue Zeichensatz ermögliche zudem größere Mittellängen und offenere Formen. Helvetica Now Display hingegen soll Texte mit Schriftgrößen von 14 Punkt aufwärts besser lesbar machen. Zeichenabstände verringern oder am Kerning schrauben – nicht länger nötig, verspricht Monotype in einer Mitteilung.

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Das kostet Helvetica Now

Insgesamt umfasst die Helvetica-Now-Familie fast 40.000 Zeichen und ist zu einem Startpreis von 299 Euro zu haben. Wer den neuen Schriftklassiker testen will, kann Helvetica Now Display Black kostenlos bis zum 8. Juli 2019 herunterladen. Ein neues Wettrennen um die Krone der meistverwendeten Schriftart wird es aber wohl nicht geben. Bereits vor Jahren wurde Helvetica von Microsofts Arial-Klon überholt. Schuld ist die massenhafte Verbreitung in E-Mails und Word-Dokumenten.

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Zum Weiterlesen: Bewerbung: Die 6 besten und schlechtesten Schriftarten

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Kommentare (2)

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Webfrickler

Arial? Wer will das noch sehen? Verdana, Calibri oder die freien Schriften von Google oder IBM sind doch eher als Konkurrenz anzusehen.

Hannes Guse

Eine der wenigen Schriften, die bislang zeitlos und langfristig professionell eingesetzt werden kann. Sehr gut dass diese jetzt mal überarbeitet wurde!

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