News

Helvetica Now: Legendäre Schriftart erhält neuen Anstrich

Helvetica Now: Der Typografie-Klassiker wurde umfangreich überarbeitet. (Foto: Monotype)

Helvetica gehört zu den ganz großen Typografie-Klassikern. Nun stellt der Schriftanbieter Monotype eine neue Version fürs digitale Zeitalter vor – und beseitigt die Schwächen des Vorgängers.

Sie ziert Haltestellen, Werbetafeln, Zeitungen und Konzernzentralen: Seit mehr als 60 Jahren gehört Helvetica zu den meistverwendeten Schriftarten. 1957 vom Unternehmer Edouard Hoffmann und dem Grafikdesigner Max Miedinger entwickelt, wurde die serifenlose Schrift zum Sinnbild für modernes, minimalistisches Design. Lange, bevor es das Internet und grafische Benutzeroberflächen in Computern gab.

Schriftklassiker neu gedacht

Inzwischen haben sich die Zeiten natürlich geändert – was in den vergangenen Jahren vor allem für Probleme bei der Lesbarkeit sorgte. Deshalb hat der Schriftenanbieter Monotype nun eine neue Version des Typografie-Klassikers vorgestellt: Helvetica Now. Mit 48 Schnitten und drei optischen Größen soll die Schriftfamilie erstmals größenabhängige Buchstabenformen und -metriken bieten.

Die optischen Größen Micro, Text und Display beheben laut Monotype elementare Schwächen des Helvetica-Vorgängers. Micro etwa eliminiere die jahrzehntelangen Abstands- und Lesbarkeitsmängel bei sehr klein gesetzten Texten, zum Beispiel bei Fußnoten. Der neue Zeichensatz ermögliche zudem größere Mittellängen und offenere Formen. Helvetica Now Display hingegen soll Texte mit Schriftgrößen von 14 Punkt aufwärts besser lesbar machen. Zeichenabstände verringern oder am Kerning schrauben – nicht länger nötig, verspricht Monotype in einer Mitteilung.

Das kostet Helvetica Now

Insgesamt umfasst die Helvetica-Now-Familie fast 40.000 Zeichen und ist zu einem Startpreis von 299 Euro zu haben. Wer den neuen Schriftklassiker testen will, kann Helvetica Now Display Black kostenlos bis zum 8. Juli 2019 herunterladen. Ein neues Wettrennen um die Krone der meistverwendeten Schriftart wird es aber wohl nicht geben. Bereits vor Jahren wurde Helvetica von Microsofts Arial-Klon überholt. Schuld ist die massenhafte Verbreitung in E-Mails und Word-Dokumenten.

Zum Weiterlesen:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

2 Kommentare
Webfrickler
Webfrickler

Arial? Wer will das noch sehen? Verdana, Calibri oder die freien Schriften von Google oder IBM sind doch eher als Konkurrenz anzusehen.

Antworten
Hannes Guse

Eine der wenigen Schriften, die bislang zeitlos und langfristig professionell eingesetzt werden kann. Sehr gut dass diese jetzt mal überarbeitet wurde!

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.