Porträt

„Was heute gefragt ist, kann morgen schon veraltet sein“ – Philipp Bitzer von Lyncronize

Heute zu Gast: Philipp Bitzer. (Foto: Lyncronize)

In der Serie „5 Dinge, ohne die ich nicht arbeiten kann“ fragen wir Webworker, worauf sie im Job nicht verzichten können. Heute zu Gast: Philipp Bitzer von Lyncronize.

Philipp Bitzer ist geschäftsführender Gesellschafter von Lyncronize. Das Startup ist eine Suchmaschine für Digitalisierungsprojekte und richtet sich sowohl an Freiberufler als auch IT-Unternehmen. Mehr als 5.000 Projekte werden jeden Monat auf Basis der jeweiligen Profilinformationen durch die hauseigene KI übermittelt. Bitzer ist verantwortlich für die betriebswirtschaftlichen Funktionen des Unternehmens. Um nicht den Anschluss zu verlieren, liest der Lyncronize-Gründer gerne Bücher und geht raus, um Menschen zu treffen. Denn: „Was heute gefragt ist, kann morgen schon veraltet sein“, erklärt er in der „5 Dinge, ohne die ich nicht arbeiten kann“-Serie.

5 Dinge, ohne die ich nicht arbeiten kann: Philipp Bitzer von Lyncronize

Daten: Egal, ob bei der agilen Produktentwicklung, unserer strategischen Finanzplanung, der Bewertung von Marketing-Maßnahmen oder Vertriebsaktivitäten – wir arbeiten datengetrieben. Besonders im Hinblick auf unsere hauseigene KI sind Daten in Bestqualität ausschlaggebend für die Weiterentwicklung und Optimierung unseres Produkts. Dabei ist mir vor allem der offene Diskurs mit unseren Nutzern wichtig. Regelmäßige Befragungen und Feedback-Gespräche sind für uns maßgeblich, um weitere Features auf den Weg zu bringen.

Linkedin: Ich mag die Atmosphäre: nicht zu zugeknöpft, in aller Regel ein aufgeschlossener Umgang untereinander, fundierte Diskussionen und wenig Trolle. Für mich aktuell die überzeugendere Alternative zu Xing, Facebook und Co. und ein absolut wichtiger Kanal für Online-Marketing, um Kontakte zu knüpfen, in den Austausch zu gehen und Feedback, Meinungen und spannende Einschätzungen zu sammeln. Gerade auch während unserer Zeit beim German Accelerator im Silicon Valley hat Linkedin sehr geholfen, sich langfristig zu vernetzen und unkompliziert auszutauschen.

Fokus: Als Unternehmer stehe ich einem riesigen Angebot von Veranstaltungen gegenüber – Webinare, Messen, Pitch-Termine, Vorträge, Kooperationsangebote, Unternehmens-Events und die klassischen Startup-Safaris. Das meiste davon ist gut gemeint und potenziell auch irgendwie sinnvoll, die überwiegende Mehrheit der Termine bringt aber schlussendlich wenig Business-Mehrwert. Mittlerweile sage ich mehr ab als zu und merke, wie viel Zeit ich gewinne, um mich darauf zu konzentrieren, was letztendlich das Entscheidende ist: an einem nutzwertigen Produkt zu bauen.

Forschung: Als Lehrstuhlausgründung war es uns von Anfang an wichtig, immer nah an der Forschung zu bleiben – unter anderem durch Forschungsprojekte, studentische Arbeiten oder gemeinsame Publikationen. Für mich eine tolle Möglichkeit, um Einblicke in die aktuellsten Anwendungsgebiete semantischer KI zu bekommen und gleichfalls mit den eigenen Erfahrungen und Einblicken aus der Praxis relevante Forschungsbereiche mitzugestalten.

Neugierde: Unsere regelmäßigen Skill-Analysen auf der Plattform zeigen es: Die Nachfrage nach bestehenden Fähigkeiten im Berufskontext schwankt stark – was heute noch gefragt ist, kann morgen schon wieder veraltet sein. Daher nehme ich mir bewusst Zeit, um Bücher zu lesen – aktuell „21 Lessons for the 21st Century“ von Yuval Noah Harari –, rauszukommen und neue Leute kennenzulernen, die nicht aus dem IT- und Gründerumfeld kommen. Dadurch bekomme ich ständig neue Impulse.

Erfolgreicher im Job: Diese Apps helfen euch bei der Karriere
Weiterbildung: Die Udacity-App ist eine kostenlose Online-Akademie für iOS und Android. Zusammen mit Partnern wie Google und Salesforce werden Kurse entwickelt, die klassische Bildung mit technischen Berufsfähigkeiten verbinden sollen. (Grafik: t3n / dunnnk)

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Übrigens, alle weiteren Artikel aus dieser Serie findet ihr hier.

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