Anzeige
Anzeige
News

Warum Hitzewellen uns heute mehr belasten als früher

Dass die tatsächliche Temperatur nicht zwingend der gefühlten entspricht, ist bekannt. Doch mit der steigenden Erderwärmung verändert sich anscheinend auch, wie gut – oder schlecht – unsere Körper mit der Hitze klarkommen.

2 Min.
Artikel merken
Anzeige
Anzeige
Die zunehmende Hitze macht uns allen zu schaffen. (Foto: Mr.Somchai Sukkasem / Shutterstock.com)

25 Grad Celsius Temperatur müssen sich nicht zwingend wie 25 Grad Celsius anfühlen – je nach Luftfeuchtigkeit und Wind kann die gefühlte Temperatur deutlich schwanken.

Anzeige
Anzeige

Das ist ein bekanntes Phänomen, das Wissenschaftler:innen mithilfe des Hitzeindex auch recht gut vorhersagen können.

Der Hitzeindex zeigt seine Schwächen

Doch neuere Forschung legt nahe, dass der menschliche Körper die Hitze schlechter als bisher angenommen toleriert – und der Hitzeindex nur noch eingeschränkt „funktioniert“.

Anzeige
Anzeige

Das hängt vor allem mit der Luftfeuchtigkeit zusammen. Für jedes Grad, um das sich die Erde erwärmt, steigt die nämlich um sieben Prozent durch verdunstende Wassermassen.

Je höher die Luftfeuchtigkeit, desto anstrengender ist es für den Körper, sich abzukühlen. Das passiert übers Schwitzen, was aber wiederum dazu führt, dass wir die Temperaturen als höher und belastender wahrnehmen.

Anzeige
Anzeige

So nehmen wir beispielsweise 30 Grad Außentemperatur bei einer relativen Luftfeuchte von 70 Prozent eher wie 35 Grad wahr. Je höher die Luftfeuchtigkeit, desto anstrengender ist es für den Körper.

Und die Obergrenze liegt einer Studie vom März 2022 zufolge bei 31 Grad Außentemperatur bei 100 Prozent Luftfeuchte. Hier kann der Schweiß nicht mehr schnell genug verdunsten, um den Körper abzukühlen – ein potenziell tödlicher Hitzschlag droht.

Anzeige
Anzeige

Warum sich die Hitze heute schlimmer anfühlt als noch vor einigen Jahren

Um bis zu zehn Grad könne der bisherige Hitzeindex bei solchen Extremwetterlagen danebenliegen, erklärt der Klimaphysiker David Romps von der Universität Berkeley.

Der korrigierte Hitzeindex soll besser widerspiegeln, wie belastend hohe Temperaturen und Luftfeuchte für den menschlichen Körper sind. (Grafik: David Romps and Yi-Chuan Lu/Universität Berkeley)

Romps und seine Kolleg:innen haben deshalb einen korrigierten Hitzeindex veröffentlicht. Demzufolge fühlen sich 31 Grad Celsius – rund 88 Grad Fahrenheit – bei 100 Prozent Luftfeuchte wie 64 Grad Celsius an – eine Temperatur, die nicht nur lebensbedrohlich, sondern schon lebensfeindlich ist.

Was bedeutet das nun konkret? Romps formuliert es folgendermaßen: „Was bedeutet dieses neue Modell der menschlichen Wärmeregulierung nun für die zukünftige Bewohnbarkeit der USA und des gesamten Planeten? Einiges sieht furchteinflößend aus.“

So sieht der Klimawandel aus Sicht der Nasa aus Quelle: Nasa
Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Kommentare

Community-Richtlinien

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Kommentar abgeben

Melde dich an, um Kommentare schreiben und mit anderen Leser:innen und unseren Autor:innen diskutieren zu können.

Anmelden und kommentieren

Du hast noch keinen t3n-Account? Hier registrieren

Anzeige
Anzeige