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„Bewegt eure Hintern hierher“: Klare Ansage für Homeoffice-Fans nach VMWare-Übernahme

Die Milliardenübernahme von VMWare durch Broadcom ist abgeschlossen. Dass die Unternehmenskulturen sehr verschieden sind, zeigt ein erstes Treffen: Denn Homeoffice ist ab jetzt nicht mehr.

Von Tatjana Standky
2 Min. Lesezeit
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Zurück ins Büro: Der Broadcom-CEO hält nichts von Remote-Arbeit. (Foto: metamorworks/Shutterstock)

Broadcom ist ein weltweit führendes Technologieunternehmen und Anbieter von integrierten Schaltkreisen für Netzwerkanwendungen – und das Unternehmen hasst Homeoffice. Oder zumindest gilt das für den CEO von Broadcom, Hock Tan.

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Nach Abschluss der 69-Milliarden-US-Dollar-Übernahme des Cloud-Computing-Unternehmens VMWare soll Tan den neuen Mitarbeitenden mitgeteilt haben: „Wenn Ihr in einem Umkreis von 50 Meilen um ein Büro wohnt, bewegt eure Hintern zurück ins Büro.“

Am 22. November gab Broadcom bekannt, dass die Übernahme von VMWare abgeschlossen ist. Der Kommentar gegen das Arbeiten im Homeoffice wurde am 28. November während eines Treffens getätigt, nachdem die Fusion der beiden Unternehmen nach der Genehmigung der chinesischen Aufsichtsbehörden offiziell abgeschlossen worden war.

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Homeoffice bei Broadcom möglich – wenn man über Wasser gehen kann

Wie viele Führungskräfte verwies der CEO auf die Vorteile der persönlichen Zusammenarbeit: „Zusammenarbeit ist wichtig und ein wesentlicher Bestandteil für die Aufrechterhaltung einer Kultur mit Gleichgesinnten, mit Ihren Kollegen.“

In Ausnahmefällen war die Fernarbeit aber sogar bei Broadcom möglich: So zum Beispiel für Mitarbeitende der Vertriebsabteilung, die sich regelmäßig mit Kund:innen treffen mussten/durften/sollten. Diejenigen, die Tans Anforderungen nicht erfüllten, mussten außerordentlich hohe Hürden überwinden, um das Homeoffice durchgeboxt zu bekommen. „Für jede andere Ausnahme sollten Sie besser lernen, wie man über Wasser läuft, wenn Sie remote arbeiten wollen“, soll er seinen Mitarbeiter:innen mitgeteilt haben.

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Integration der Unternehmenskulturen: Ein schwieriges Unterfangen

Während des gesamten Treffens sollen die Mitarbeiter:innen der beiden Unternehmen laut fortune.com (Paywall) darüber diskutiert haben, wie die beiden unterschiedlichen Unternehmenskulturen miteinander vereinbar seien.

Denn so ganz einig war man sich in einigen Punkten wohl nicht: Als ein VMWare-Mitarbeitender wissen wollte, ob Broadcom denn Mitarbeiter-Ressourcengruppen unterstütze, soll Tan geantwortet haben: „Was ist das? Ich mache nur Spaß. Du willst, dass ich direkt bin? Das ist mir ein Fremdwort.“

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Mitarbeiter-Ressourcengruppen sind von Mitarbeiter:innen geleitete Gruppen, die Menschen mit ähnlichen Interessen, Kulturen und Erfahrungen einen Raum bieten, sich beruflich und persönlich auszutauschen, zu unterstützen und zu vernetzen.

Tan gab an, diesen Gruppen gegenüber aufgeschlossen zu sein.

Amazon: Anwesenheit im Büro positiv für Beförderung

Laut dem San Francisco Standard werden viele Mitarbeiter:innen von Broadcom in den Hauptsitz von VMWare in Palo Alto, Kalifornien, wechseln. Broadcom hat sich in der Vergangenheit schon während der Pandemie als nicht allzu großer Fan der Remote-Arbeit zu erkennen gegeben. So wurden Mitarbeiter:innen schon im April 2020 dazu aufgefordert, wieder ins Büro zu kommen – entgegen der landesweiten Anweisungen Kaliforniens, zu Hause zu bleiben.

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Dabei ist Broadcom nicht das einzige Unternehmen, das kein Fan von Homeoffice ist. Der E-Commerce-Riese Amazon soll seine Manager:innen dazu aufgefordert haben, im Falle von Beförderungen neben der Arbeitsleistung auch die Anwesenheit im Büro zu berücksichtigen.

Befürworter:innen der Remote-Arbeit geben an, dass sie dazu beitragen kann, Lücken in der Beförderungsquote von Frauen zu schließen.

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