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Mehr Todesfälle durch Smartphone-Zombies: Hongkong beleuchtet Zebrastreifen rot

Hongkong verzeichnet eine steigende Zahl von Todesfällen durch unaufmerksame Fußgänger. Ein neuer Ansatz soll helfen, die Sicherheit an Straßenkreuzungen zu gewährleisten.

2 Min.
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Die Installation von LED-Leuchten soll Menschen, die auf ihre Geräte starren, daran erinnern, stehen zu bleiben. (Quelle: Billy H. C. Kwok/Bloomberg)

Smombies oder Smartphone-Zombies werden Personen genannt, die auch beim Gehen so stark auf ihre Smartphone-Displays fixiert sind, dass sie die Welt um sich herum nicht mehr wahrnehmen. Deren Schutz nehmen sich immer mehr Stadtplanende weltweit an.

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Durchdringendes rotes LED-Licht ist kaum zu ignorieren

Nun hat auch Hongkong für sich die Notwendigkeit erkannt, Smombies vor sich selbst zu schützen. Anstatt sich nur auf die traditionellen Stoppsignale mit roten und grünen Piktogrammen zu verlassen, haben die Behörden jetzt LED-Leuchten installiert. Das berichtet Bloomberg.

Diese LED tauchen den ersten Streifen eines Zebrastreifens unübersehbar in rotes Licht. Der Lichteffekt ist so prominent, dass Smombies wenigstens am Rand ihres Displays das starke rote Leuchten am Boden wahrnehmen und dann stehen bleiben sollten.

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Die Installation ist zunächst auf vier besonders stark frequentierte Standorte in Hongkong und auf eine Dauer von sechs Monaten begrenzt. Danach sollen die Maßnahmen evaluiert und gegebenenfalls ausgeweitet werden.

So gehen andere Länder mit dem Risiko um

Die Fußbodenbeleuchtung gehört dabei zu den jüngsten Erweiterungen des schon bisher verfügbaren Werkzeugkastens zum Schutz von Fußgängerinnen und Fußgängern an Straßenkreuzungen. So werden etwa akustische Signale, die von Kuckucksrufen bis hin zu Melodien reichen, seit Langem auf der ganzen Welt eingesetzt, um sehbehinderten Menschen zu helfen. In Australien etwa gibt es Touchpanels, die vibrieren, wenn es sicher ist, die Straße zu überqueren.

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Die durch Smartphones verursachte Unachtsamkeit ist recht neu. Es gilt nun, neue Maßnahmen zu erproben. In Schottland etwa wurden Straßenschilder aufgestellt, um Smombies vor den Gefahren zu warnen, die sich aus der Fixierung auf ihr Gerät ergeben. Der Nutzen ist nicht sofort offensichtlich.

In der koreanischen Hauptstadt Seoul wurden – ähnlich wie jetzt in Hongkong – rote und grüne LED-Leuchten am Rand von Kreuzungen installiert. In Honolulu im US-Bundesstaat Hawaii ist seit 2017 das Schreiben von SMS an einem Zebrastreifen verboten.

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Auch in Köln und Augsburg wurden bereits LED-Leuchtenreihen an Straßenbahnkreuzungen getestet. Zusätzlich zu den Hinweisen für den Fußgängerverkehr dringen Verkehrssicherheitsexperten auf niedrigere Geschwindigkeitsbegrenzungen in bebauten Gebieten, um das Gefährdungspotenzial weiter zu senken. In Reutlingen etwa weisen bereits Warnschilder Autofahrende auf möglicherweise unachtsam kreuzende Smombies hin.

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