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Humane: KI-Wearable mit Sprachbedienung wirft Interface auf die Handfläche

Der ehemalige Apple-Designer und Mitgründer des Startups Humane, Imran Chaudhri, gewährt einen ersten Blick auf ein KI-basiertes Wearable. Es besitzt kein Display, dafür aber einen winzigen Laserprojektor und kann per Sprache bedient werden.

4 Min. Lesezeit
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Erste Details zum KI-Wearable von Humane. (Bild: Zarif Ali)

Seit Monaten teasert das geheimnisvolle Startup um die Ex-Apple-Manager Imran Chaudhri und Bethany Bongiorno das erste Produkt an, das eigenen Angaben zufolge das mobile Computing revolutionieren will. Im Zuge eines TED-Talks gab Chaudhri einen ersten Blick auf Funktionen des Wearables mit integriertem Laserprojektor und demonstrierte ein paar Funktionen.

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Humane-Mitgründer zeigt erste Funktionen des KI-Wearables

Wie Ray Wong von Inverse unter Berufung auf den Journalisten Zarif Ali schreibt, handelt es sich bei dem Wearable um ein völlig eigenständiges Gerät, das keine Verbindung zu einem Smartphone benötigt. Während Ali lediglich ein Foto der Demonstration getwittert hatte, hat er Wong ein audiofreies Video des TED-Talks zukommen lassen.

Kamera und LED-Leuchte: Mehr als der obere Teil des KI-Wearables war nicht zu sehen. (Screenshot: Zarif Ali)

Ein weiterer Blick auf das Humane-Gadget. (Screenshot: Ray Wong)

Von diesem hat Wong Ausschnitte veröffentlicht, die einige der Funktionen zeigen. So wird über das Gadget etwa ein Telefonanruf auf Chaudhris Handfläche projiziert. Unter Berufung auf Designer Michael Mofina, der den TED-Talk live gesehen haben will, erklärt Wong: „Sobald Chaudhri seine Hand hob, zeigte das Gerät die entsprechende Schnittstelle für eingehende Anrufe an, ohne dass man durch ein Menü navigieren musste.“

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Michael Mofina hat ein Video mit Ton geteilt, in der die Telefoniefunktion demonstriert wird:

Ferner habe Chaudhri eine Übersetzungsfunktion demonstriert, die mithilfe eines eigenen Sprachmodells für eine natürliche Konversation in eine andere Sprache übersetzt. Ina Fried von Axios berichtete ergänzend, dass Chaudhri während der Demonstration seine Stimme mithilfe des Wearables vom Englischen ins Französische übersetzte. Laut Mofina wurde bei der Sprachausgebe eine KI-generierte Version der Stimme Chaudhris verwendet.

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Wie ein weiterer Videoausschnitt des Talks von Mofina zeigt, ist das Wearable per Sprachausgabe dazu in der Lage, eine Zusammenfassung der anstehenden Aufgaben per Sprache auszugeben. Wie Chaudhri im Video erklärt, hat das Gadget die Informationen aus verschiedenen Mails zusammengetragen.

In einer weiteren Demo tippt Chaudhri auf das Wearable und fragt: „Wo kann ich ein Geschenk für meine Frau finden, bevor ich morgen abreisen muss?“ Die Antwort des Wearables: „Granville Island in Vancouver ist ein lebhaftes Einkaufsviertel.“

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Das Wearable weiß auch – sofern ihr es mit entsprechenden Informationen gefüttert habt – über eure Nahrungsmittelunverträglichkeiten und anderes Bescheid. Ein weiterer Clip demonstriert dies: „Nehmen wir an, ihr seid gesundheitsbewusst oder habt bestimmte Überlegungen in Bezug auf eure Ernährung“, sagt Chaudhri darin. Er holt einen Schokoriegel hervor, hält ihn vor das Gerät, tippt darauf fragt: „Kann ich das essen?“ Das Wearble antwortet mit „Ein Milchriegel enthält Kakaobutter. Angesichts deiner Unverträglichkeit solltest Du ihn besser meiden.“

„Das Tolle ist, dass meine KI weiß, was für mich am Besten ist, aber ich habe die volle Kontrolle“, ergänzt Chaudhri. Er tippt erneut auf das Wearable und antwortet. „Ich werde es trotzdem essen.“ Die KI antwortet mit trockenem Humor: „Genieß es.“

Humane Wearable: Ohne Display, ohne Aktivierungswort

Über das erste Wearable selbst ist von offizieller Seite wenig bekannt. Laut Mofina hat Chaudhri auf der SXSW vor einigen Wochen indes erklärt, dass das Wearable kein Aktivierungswort wie Siri oder Alexa haben würde. Um das Gerät zu aktivieren und mit ihm per Sprache zu interagieren, tippt man es an. Es hat zudem LED-Leuchten, die anzeigen, wenn das Mikrofon zum Zuhören aktiv ist und wenn ein Anruf eingeht.

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Im Talk spricht Chaudhri von der Notwendigkeit, Bildschirme zu ersetzen, die er während seiner Zeit bei Apple populär gemacht hat. Das deutet darauf hin, dass das Wearable wohl ohne auskommt: „Damit sich die Beziehung zwischen Mensch und Technik tatsächlich über Bildschirme hinaus entwickeln kann, brauchen wir etwas radikal anderes“, sagt der Humane-Mitgründer.

Humane-Gründer und -Gründerin: Imran Chaudhri und Bethany Bongiorno waren beide zuvor in leitenden Positionen bei Apple tätig. (Bild: Humane)

Humane-Gründer und -Gründerin: Imran Chaudhri und Bethany Bongiorno waren beide zuvor in leitenden Positionen bei Apple tätig. (Bild: Humane)

Wie groß und schwer das Wearable ist, verrät Chaudri nicht, aber am Ende der Demonstration habe er es aus der Brusttasche genommen und zwischen den Handfläche verschwinden lassen.

Weitere Details zum ersten Produkt des geheimnisumwitterten Startups werden laut Chaudhri in den kommenden Monaten enthüllt.

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Humane: Tech-Startup mit solidem Funding

Das Startup mit Sitz in San Francisco hat bislang Gelder in Höhe 230 Millionen US-Dollar zusammengetragen. Zuletzt vermeldete Humane, im März 100 Millionen Dollar in einer Serie-C-Finanzierungsrunde erhalten zu haben. Zu den Investoren gehören Kindred Ventures, SK Networks, LG Technology Ventures, Microsoft, Volvo Cars Tech Fund, Tiger Global, Qualcomm Ventures und der CEO und Mitbegründer von OpenAI, Sam Altman.

Humane wurde 2017 von Bethany Bongiorno, Software-Director bei Apple, und Imran Chaudhri, Design Lead, gegründet. Letzterer arbeitete von 1995 bis 2016 bei Apple und gehörte dem Human-Interface-Team an. Bongiorno war von 2008 bis 2016 für die Softwareentwicklung von iOS und Mac zuständig.

Das erklärte Ziel des Unternehmens ist es, „Technologie zu entwickeln, die sich vertraut, natürlich und menschlich anfühlt“. Das Unternehmen sprich sich dabei gegen Headsets und Smart-Glasses aus, da diese zu isolierend seien.

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