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Instagram arbeitet offenbar an Bereal-Klon

Kopiert Meta zum wiederholten Male eine erfolgreiche Idee eines Konkurrenten? Bei Instagram deutet einiges darauf hin. Das Vorbild diesmal ist die Bereal-App.

Von Christian Bernhard
2 Min. Lesezeit
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Bereal und Instagram könnten bald einiges gemeinsam haben. (Bild: Shutterstock / mundissima)

Instagram testet offenbar eine Funktion, die dem Grundprinzip von Bereal verblüffend ähnelt. Das geht aus einem Screenshot hervor, der vom italienischen Entwickler Alessandro Paluzzi auf Twitter gepostet wurde.

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Prinzip ist dasselbe wie bei Bereal

Auf dem Bild fordert Instagram die Benutzer:innen auf, „an IG Candid Challenges teilzunehmen“ und „jeden Tag zu einer anderen Zeit eine Benachrichtigung zu erhalten, um ein Foto in 2 Minuten aufzunehmen und zu teilen“. Das ist ziemlich genau das grundlegende – und derzeit sehr erfolgreiche – Prinzip von Bereal.

Ein Instagram-Sprecher teilte dazu laut Bloomberg lediglich mit, das Tool sei ein „interner Prototyp“, der „nicht extern getestet“ werde. Ein Bereal-Sprecher gab keine Stellungnahme zu den Gerüchten ab.

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Bereal als Anti-Instagram bekannt

Die Bereal-App, die erst im Jahr 2020 von einem früheren Mitarbeiter von GoPro gegründet wurde, ist dank seiner Idee, Menschen dazu zu bringen, gleichzeitig Fotos zu posten, speziell bei Teenagern sehr beliebt geworden.

Das Aufnehmen von Bildern an jedem Tag zu einem überraschenden, kurzfristig angekündigten und damit nicht planbaren Zeitpunkt, hat dazu geführt, dass die Benutzer:innen der französischen App keine Zeit damit verbringen, die Bilder zu inszenieren, zu bearbeiten oder zu perfektionieren.

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Genau das ist die Hauptkritik, der sich Instagram immer häufiger ausgesetzt sieht: das Vorspielen einer makellosen, oft beschönigten Welt, durch das Posten von gefilterten und perfekt in Szene gesetzten Motiven. Bereal wird deshalb gerne als Anti-Instagram bezeichnet.

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Bereal-Idee birgt auch Risiken

Das Bereal-Prinzip birgt allerdings auch Risiken – gerade für das oftmals sehr junge Publikum der französischen App. Da die Bilder auch mit der Öffentlichkeit geteilt werden können, kann daraus der Echtzeit-Standort der Nutzer:innen publik werden. Zudem birgt sie auch die Gefahr eines Kontrollverlustes, da der fremdbestimmte Zeitpunkt, wann die Bilder veröffentlicht werden sollen, auch dazu führen kann, dass sich die Nutzer:innen in sehr privaten Situationen, wie etwa abends im Bett, fotografieren und diese Bilder veröffentlichen.

Meta, Instagrams Mutterkonzern, würde nicht zum ersten Mal eine gut funktionierende Idee von aufstrebenden Konkurrenten kopieren. Ähnlich ging er bei der Stories-Funktion von Snapchat und den Kurzvideos von Tiktok zu Werke. Sollten sich die Gerüchte rund um diese neue Instagram-Funktion bestätigen, wäre es das nächste Kapitel in dieser Reihe.

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