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Tiktok hat die höchste Verweildauer, Instagram die meisten DAU

Es kommt nicht überraschend und jetzt liegen Zahlen vor: Tiktok hat die mit Abstand höchste Verweildauer unter den sozialen Netzwerken.

2 Min. Lesezeit
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Tiktok hat die höchste Verweildauer, Instagram den höchsten Anteil an Power-User:innen. (Foto: Pixieme/Shutterstock)

Reine Nutzer:innen-Zahlen sind nicht mehr aussagekräftig. Daher gibt es Kennzahlen wie MAU, monatlich aktive User:innen, oder DAU, täglich aktive Nutzer:innen. Letztere sind sogenannte Power-User:innen. Sensortower, ein Unternehmen, das Performance-Metriken insbesondere bei Apps erstellt, hat in einem neuen Blogbeitrag eigene Analysen veröffentlicht. Auf Android-Geräten wurden im zweiten Quartal 2022 die DAU und die Verweildauer bei den gängigen Social-Media-Plattformen gemessen. Das Ergebnis überrascht dabei wenig.

Instagram hat die meisten Power-User:innen

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Wie die Daten von Sensortower zeigen, wurde die Instagram-App bei 39 Prozent der Personen täglich geöffnet. Bei Tiktok sind es 29 Prozent. Facebook erreicht noch 27 Prozent, direkt dahinter liegt Snapchat mit 26 Prozent. Youtube hat einen Anteil an Power-Nutzer:innen von 20 Prozent, während der Wert bei Twitter lediglich bei 18 Prozent liegt.

An der Stelle ist aber Vorsicht geboten: Die Prozentzahl bezieht sich auf die aktiven Downloads der App. Die absoluten Zahlen könnten also durchaus eine andere Rangfolge ergeben.

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Tiktok hat mit Abstand die höchste Verweildauer

Bei der Verweildauer hat Tiktok mit 95 Minuten die Nase vorn. Youtube folgt mit 74 Minuten, auf Instagram sind Nutzer:innen im Schnitt nur 51 Minuten. Dann komt Facebook mit 49 Minuten. Twitter nutzen User:innen nur 29 Minuten am Stück, das Schlusslicht ist Snapchat mit einer Verweildauer von 21 Prozent.

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Diagramm von Sensortower, auf dem die im Text genannten Nutzungszahlen bildlich dargestellt sind

Tiktok hat einen guten Vorsprung bei der Verweildauer. (Grafik: Sensortower)

Tiktok überholt wenig überraschend Youtube bei bestimmter Altersgruppe

Techchrunch und Qustudio, ein Unternehmen, das Software für elterliche Kontrolle des Nutzungsverhaltens ihrer Kinder anbietet, haben ebenfalls Daten ausgewertet. Dabei kam heraus: Youtube verliert seit 2020 drastisch an Relevanz bei der Gen Z und ihrem Nachfolger, der Gen Alpha. Laut den Daten lag Youtube 2019 noch vorn, 2020 aber hatte Tiktok Youtube bereits überholt. Der Trend setzte sich global bis heute fort. In Spanien schauten die Gen Z und die Gen Alpha 2021 doppelt so lang Tiktok wie Youtube, global stehen 54 Minuten Verweildauer der Jugend auf Youtube gegen 91 Minuten auf Tiktok. Im Gegensatz zu den Daten von Sensortower geht es hier auch um Webnutzung, nicht nur um die Apps. Insgesamt vermerkt Sarah Perez von Techchrunch, dass junge Menschen insgesamt ganz andere Apps benutzen als die Generationen davor – beispielsweise Roblox und Snapchat.

Warum sind solche Kennzahlen wichtig?

Marketer:innen müssen natürlich schauen, wo sie ihre Ressourcen einsetzen und welche Plattform sich am meisten lohnt. Sich auf Schönheitsmetriken wie die absolute Nutzer:innenzahl zu stützen, führt zu Fehlentscheidungen. Zahlen wie MAU, DAU oder die Verweildauer sind aussagekräftiger, weil Account-Leichen, also angemeldete, aber inaktive Nutzer:innen, dort nicht einberechnet sind. Denn solche Nutzer:innen bringen keine Conversions.

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Ob nun die DAU oder die Verweildauer relevanter ist, ist eine Einzelentscheidung. Denn die geschaltete Werbung hängt natürlich vom Ziel und der eigenen Strategie ab. Wenn ein Unternehmen beispielsweise Anzeigen schaltet und dabei primär auf einen Mere-Exposure-Effekt setzt, wären die DAU relevanter. Umso wichtiger also, dass Marketer:innen vor der Arbeit auf den Plattformen eine Strategie erstellen.

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3 Kommentare
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Dein t3n-Team

Harald Kretzschmar

Interessanter finde ich, dass große Anteile des Traffics bzw. der Inhalte durch Bots generiert werden (Süddeutsche Zeitung vom 15.7. 2022). Bei TikTok macht das angeblich 78% aus! Vor dem Hintergrund liest sich so ein Artikel oben anders…

Antworten
Josefine Kramer

Hey Harald,
vielen Dank für den Hinweis! Hast du vielleicht einen Link, oder war das in der Printausgabe? Über die SZ-Suche find ichs gerade leider nicht, aber das klingt nach einem Artikel, den ich gern lesen will! :D

Liebe Grüße,
Josie

Antworten
Harald Kretzschmar

Das ist in der Printausgabe der SZ vom 15.7.22, Seite 11, Feuilleton.

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