
Die Gehaltsbudgets für 2025 sind festgelegt. In den meisten Berufen und Branchen wird es keine größeren Entwicklungen geben. Zu dem Ergebnis kommt der Personaldienstleister Robert Half in der Gehaltsübersicht 2025. Der jährlich stattfindende Bericht blickt unter anderem in den Finanz- und Bankensektor, in Legal und der IT-Branche. Vor allem letztes Segment bleibt jedoch trotz moderater Gehaltsentwicklung für Arbeitnehmer attraktiv.
IT-Gehälter: Fachkräftemangel hält Niveau hoch
Robert Half hat in dem Rahmen einige der bestbezahlten Berufe identifiziert: Business-Intelligence-Analyst:innen können brutto bis zu 100.750 Euro, IT-Security-Architekt:innen bis zu 110.500 Euro und Software-Architekt:innen bis zu 109.500 Euro verdienen. Obwohl die Gehaltsentwicklung zum Vorjahr eher moderat ist, sind die Verdienstmöglichkeiten weiter bestens. Grund sind anstehende Transformationsaufgaben und der Fachkräftemangel.
„Die Gehälter vieler Positionen sind in diesem Jahr weniger stark gestiegen als in vorangegangen Jahren“, sagt Emine Yilmaz, Vice President Permanent Placement Operations Deutschland, Frankreich und der Schweiz bei Robert Half. Die Unternehmen buhlten zwar weiterhin ungebrochen um die Gunst der besten Talente und Fachkräfte, müssten aber auch die eigene wirtschaftliche Situation in Betracht ziehen, so Yilmaz weiter.
„Wirtschaftliche Unsicherheiten führen dazu, dass die Unternehmen zunehmend abwägen, wie sie ihre HR-Strategie und Gehaltsbänder hinsichtlich der wirtschaftlichen Gegebenheiten ausrichten.“ Das Bundeswirtschaftsministerium hat diese Woche im Rahmen der Herbstprognose das zweite Rezessionsjahr in Folge bestätigt. Das gab es erst einmal in der Nachkriegsgeschichte in den Jahren 2002 und 2003.
Gehaltsentwicklung: Niedrige Inflation wirkt positiv
Laut dem diesjährigen Salary Budget Report der Unternehmensgruppe Willis Towers Watson wird 2025 der Anstieg der Budgets für Gehaltserhöhungen mit einem Median von voraussichtlich 3,9 Prozent minimal geringer als in den Prognosen 2023 und 2024 mit jeweils 4,0 Prozent ausfallen. Die Werte lagen damals weit unter der Inflation von bis zu acht Prozent. Derzeit liegt die Inflationsrate bei 1,9 Prozent. Für Gehälter ist das ein positives Signal.