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John McAfee wirbt für 105.000 US-Dollar auf Twitter für ICO

Der exzentrische Anti-Viren-Millionär John McAfee hat eine lukrative Einnahmequelle aufgetan: 105.000 US-Dollar verlangt er für einen Tweet, in dem er seinen mehr als 800.000 Followern die Vorzüge eines anstehenden ICO anpreist.

2 Min. Lesezeit
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(Foto: dpa)

Unter der Bezeichnung „McAfee Crypto Team“ bietet sich John McAfee jetzt ganz offiziell als bezahlter Influencer für ICO und Kryptowährungen an. Kunden zahlen 105.000 US-Dollar für jeden Tweet, in dem der Millionär das jeweilige Krypto-Produkt gegenüber seinen 810.000 Followern anpreist. Bis zu sieben Tweets können Kunden zu dem Preis erwerben. Nach Angaben der offiziellen Website prüft sein Team vorab, ob die ICO oder die Kryptowährung McAfees „Vision“ entspricht. Ob das ein ausreichender Schutz gegen betrügerische ICO darstellt, lässt sich allerdings schwer abschätzen.

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In der Vergangenheit haben McAfees Tweet deutlichen Einfluss auf den Kursverlauf verschiedener Kryptowährungen und Token-Verkäufe gehabt. In diesem Zusammenhang wurde McAfee auch immer wieder eine Beteiligung an Kursbetrug nach dem „Pump and Dump“-Prinzip nachgesagt. Dabei wecken die Verantwortlichen künstliches Interesse an einem Finanzprodukt, heizen auf die Art die Preise an, steigen jedoch selbst wieder aus, bevor der Markt wieder zusammenbricht. McAfee bestreitet die Vorwürfe und gibt Bots die Schuld, die automatisch seinen Twitter-Feed überwachen und basierend auf seinen Empfehlungen Käufe ausführen.

John McAfee: Das bewegte Leben des Anti-Viren-Millionärs

Der heute 72-jährige McAfee war einer der Ersten, der kommerzielle Anti-Viren-Software verkauft hat. Von dem nach ihm benannten Unternehmen trennte er sich jedoch bereits 1996. Danach investierte er in verschiedene Unternehmen, war damit allerdings wenig erfolgreich: 2009 berichtete die New York Times, McAfees Vermögen sei von 100 Millionen auf vier Millionen US-Dollar geschrumpft.

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2012 wurde McAfee in seiner Wahlheimat Belize in Zusammenhang mit dem Mord an seinem Nachbarn polizeilich gesucht. McAfee entschloss sich zur Flucht nach Guatemala und ließ sich dabei von Journalisten begleiten. Die wiederum verrieten versehentlich seine Position, indem sie ein Foto veröffentlichten, das ihre GPS-Koordinaten enthielt. Im Gefängnis in Guatemala täuschte McAfee nach eigenen Angaben mehrere Herzinfarkte vor, um seine Auslieferung nach Belize zu verzögern. Das hat auch funktioniert: Im Dezember 2012 wurde McAfee in die USA ausgeliefert. Unter dem Titel „King of the Jungle“ arbeitet Hollywood an einer Verfilmung der Flucht mit Johnny Depp in der Hauptrolle.

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