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Justwatch übernimmt Gowatchit: Berliner Programmführer für Streaming-Angebote wächst in den USA

Streaming knabbert an den Marktanteilen konventioneller TV-Sender. (Foto: Shutterstock)

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Das Berliner Unternehmen Justwatch übernimmt Gowatchit und expandiert auf den amerikanischen Markt. Gowatchit-Chef David Larkin bleibt an Bord und leitet künftig das Amerika-Geschäft.

Der Markt für Anbieter rund um das Video-Streaming ist relativ divers. Das Berliner Startup Justwatch, das innerhalb von weniger als fünf Jahren seit Gründung eine solide Nutzerbasis von mehr zehn Millionen Streaming-Abonnenten in 38 Ländern aufbauen konnte, will für eine gewisse Konsolidierung sorgen.

Justwatch übernimmt wesentlich kleineren Wettbewerber

Wie Techcrunch berichtet, hat Justwatch den rein auf den amerikanischen Markt fokussierten Konkurrenten Gowatchit mit Sitz in New York für einen nicht näher genannten Betrag in einem Mix aus Geld und Aktien übernommen. Justwatch ist dabei nicht an der Plattform als solcher interessiert. Entsprechend soll der Dienst in Kürze geschlossen und auf Justwatch weitergeleitet werden. Auch die API wird durch die Justwatch-API ersetzt werden.

Vielmehr geht es dem Unternehmen nach Angaben des Geschäftsführers David Croyé um das Verkaufsteam, das aus dem Gowatchit-Gründer David Larkin und einem weiteren Mitarbeiter besteht. Speziell Larkin soll exzellent vernetzt sein. Ihm traut Croyé zu, Justwatch in den USA zu etablieren und für Wachstum zu sorgen.

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Die übrigen sechs Mitarbeiter des ehemaligen Gowatchit können sich über die Übernahme nicht so recht freuen. Ihre Aufgaben werden vom mehr als 50-köpfigen Berliner Justwatch-Team übernommen.

Das können Dienste wie Justwatch

Justwatch und Gowatchit sind Vertreter einer neuen Form von digitaler Fernsehzeitschrift. Sie lösen ein verhältnismäßig junges, aber stetig größer werdendes Problem. Durch die steigende Zahl von Streaming-Anbietern wird es für den Zuschauer immer schwieriger, den Überblick darüber zu behalten, was wo zu welchen Konditionen läuft.

Justwatch liefert einen kompletten Überblick über den Streaming-Markt. (Screenshot: t3n)

Justwatch liefert einen kompletten Überblick über den Streaming-Markt. (Screenshot: t3n)

Schnell hat der weniger informierte Zuschauer bei iTunes einen Film kostenpflichtig geliehen, obwohl er ihn im ebenfalls vorhandenen Netflix-Abo kostenlos hätte schauen können.

Streaming-Szene wird immer unübersichtlicher

Im nächsten Jahr diversifiziert sich die Streaming-Branche weiter: Nach Apples TV Plus und Prosiebens Joyn, die beide vor kurzem auch in Deutschland gestartet sind, erwarten wir Disney Plus im kommenden Frühjahr. In den USA stehen noch weitere Starts bevor.

Ein Service wie Justwatch wird auf diese Weise zu einem praktischen Helfer im Medienkonsum. Justwatch bietet seine Dienste über eine Website, sowie über native Apps für Android und iOS an. Nach Unternehmensangaben befinden sich spezielle Apps für Apple TV, Amazons Fire TV und Fernseher auf Basis von Android in der Entwicklung. Sie sollen kurzfristig verfügbar sein.

Passend dazu: ARD goes Netflix: Mediathek wird eigenständiges Streaming-Angebot

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