Anzeige
Anzeige
News
Artikel merken

Neue KI-Analyse zeigt, wieso die Dinosaurier wirklich ausgestorben sein könnten

Ein neues KI-Modell deutet darauf hin, dass nicht ein Asteroid, sondern andere Ursachen das Massenaussterben der Dinosaurier verursacht haben könnten.

2 Min. Lesezeit
Anzeige
Anzeige

War es doch nicht der Asteroid? (Bild: muratart / Shutterstock)

Vor etwa 66 Millionen Jahren ereignete sich ein gewaltiges Ereignis auf der Erde: Ein Asteroid traf auf unseren Planeten, und lange Zeit galt das als die Hauptursache für das Aussterben der Dinosaurier.

Anzeige
Anzeige

Die Theorie hat in der wissenschaftlichen Gemeinschaft weitgehende Akzeptanz gefunden. Jedoch stellt eine neue KI-gestützte Analyse diese Annahme nun infrage. Laut der alternativen Theorie könnten massive Vulkanausbrüche und die damit verbundenen gasförmigen Emissionen für das Verschwinden der Dinosaurier verantwortlich gewesen sein.

Ein Forschungsteam des Dartmouth College hat den Ansatz initiiert, um menschliche Voreingenommenheit aus der wissenschaftlichen Untersuchung auszuschließen. Die KI wurde eingesetzt, um große Mengen geologischer und klimatischer Daten aus der Zeit vor und nach dem Massenaussterben zu analysieren.

Anzeige
Anzeige

Das Modell ist nicht voreingenommen

Alex Cox, der Erstautor der Studie und Doktorand am Department of Earth Sciences der Dartmouth, erklärte gegenüber Sci Tech Daily die Herangehensweise seines Teams an eine der großen Fragen der Paläontologie: „Unser Ziel war es, die Ursache für das Aussterben der Dinosaurier zu erforschen, ohne uns von vorgefassten Hypothesen oder Voreingenommenheiten leiten zu lassen“, sagte er. „Im Gegensatz zu den meisten herkömmlichen Modellen, die vorwärtsgerichtet sind, haben wir ein Kohlenstoffkreislaufmodell umgekehrt eingesetzt. Wir nutzten die Effekte, um durch statistische Methoden auf die Ursachen zu schließen, und gaben dem Modell dabei nur minimale Vorabinformationen.“

Cox und sein Team gaben dem Modell Daten von einer Million Jahren vor und nach dem Aussterben der Dinosaurier. Das Ergebnis ihrer KI-Analyse deutet darauf hin, dass möglicherweise die Emissionen aus den Deccan Traps, einer umfangreichen vulkanischen Formation in Indien, der Hauptgrund für das Verschwinden der Dinosaurier waren.

Anzeige
Anzeige

Vulkane waren fast 1 Millionen Jahre lang aktiv

Die Deccan Traps waren bereits 300.000 Jahre vor dem Einschlag des Chicxulub-Asteroiden in Mexiko aktiv, der eigentlich für das Aussterben verantwortlich gemacht wird. Laut dem Modell könnten diese Vulkane in dieser Zeit genügend klimaverändernde Gase ausgestoßen haben, um das Massenaussterben zu verursachen.

Das deutet darauf hin, dass der Asteroid eine Erde traf, auf der die Dinosaurier schon ausgestorben waren.

Anzeige
Anzeige

„Unser Modell hat die Daten unabhängig und frei von menschlicher Voreingenommenheit analysiert, um die erforderlichen Mengen an Kohlendioxid und Schwefeldioxid zu bestimmen, die notwendig wären, um die beobachteten Störungen im Klima und Kohlenstoffkreislauf zu erzeugen, wie sie im geologischen Archiv dokumentiert sind“, erklärte Keller, ein Forscher, der die Verbindung zwischen dem Vulkanismus der Deccan und dem Massenaussterben intensiv untersucht hat.

KI-Modell kann auch für andere Zwecke eingesetzt werden

Mindestens genauso faszinierend wie die Ergebnisse ihrer Forschung ist der Prozess, den die Wissenschaftler dabei verfolgt haben. Das von ihnen entwickelte Modell, so die Forscher, hat das Potenzial, auch bei anderen geologischen Ereignissen eingesetzt zu werden, bei denen zwar die Auswirkungen bekannt sind, die genauen Ursachen jedoch im Dunkeln liegen.

Alex Cox betonte die Bedeutung dieser neuen Methodik: „Bisher waren die Menschen in unserem Bereich mehr von der Neuheit der Methode fasziniert als von der Schlussfolgerung, zu der wir gekommen sind“, erklärte er.

Anzeige
Anzeige

„Je genauer wir das Ergebnis verstehen, desto präziser können wir den Auslöser bestimmen, der zu diesen Ergebnissen geführt hat.“

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Schreib den ersten Kommentar!
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige