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Kinder und Schulden: Wie vermitteln Eltern ein gutes Geld-Mindset?

Der Vorschuss für die nächste Taschengeldzahlung ist bereits der Anfang: Viele Jugendliche verschulden sich. Warum selbst kleine Summen eine große Wirkung haben und was Eltern dagegen tun können, erklärt ein Experte.

2 Min.
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Wie bringen Eltern ihren Kindern den Umgang mit Geld bei? (Symbolbild, Foto: BearFotos/Shutterstock)

Neue Sneaker, In-App-Käufe oder Festivaltickets: Oft sind die Wünsche von Kindern und Jugendlichen größer als das, was sich vom Taschengeld bezahlen lässt. Immer mehr Jugendliche verschulden sich deshalb.

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„Doch Konsumschulden sind der erste Schritt in ein schlecht aufgestelltes Finanzleben“, sagt Christian Binder. Der Startup-Gründer entwickelt eine App, mit der Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren mehr über Finanzen lernen sollen.

Mit der Lern-App wollen er und sein Team Kindern spielerisch Wissen vermitteln und sie aufklären. Ihr Grundsatz dabei: keine Konsumschulden. Denn die sind ein marodes Fundament für das zukünftige finanzielle Leben, sagt Binder. Trotzdem hätten viele junge Deutsche genau damit ein Problem.

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Christian Binder hat ein Startup gegründet, dass sich für mehr Finanzbildung bei Kindern einsetzt. (Foto: privat)

„Trotz vieler Lernangebote zum Thema Geld sind Eltern für die meisten Jugendlichen immer noch die wichtigsten Ansprechpartner bei Fragen zu Finanzen“, sagt Binder. Eltern sollten deswegen klare Grundsätze vermitteln, an denen sich die Heranwachsenden orientieren können.

Es gibt keine risikolose Geldanlage

Eine Lektion, die der Startup-Gründer mit seinem Projekt vermitteln möchte: Rendite geht nicht ohne Risiko. „Das bedeutet, dass es keinen schnellen und risikofreien Weg zu finanziellem Erfolg gibt“, sagt Binder.

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Doch im Internet versprechen viele Menschen genau das. Damit Kinder und Jugendliche nicht auf solche Lockangebote oder Betrügereien hereinfallen, sollten Eltern ihnen ein Risikobewussstsein und Skepsis gegenüber zweifelhaften Angeboten vermitteln.

Geld ist kein Tabu

Das Sprichwort „Über Geld spricht man nicht“ kennen wir alle. Binder plädiert dafür, es bewusst zu brechen. Finanzthemen aus dem Alltag immer mal mit den Kindern am Küchentisch zu besprechen, helfe schon. „Das kann auch bedeuten, offen zu sagen, dass man als Erwachsener etwas nicht weiß.“

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„Die größte Sorge von Jugendlichen ist oft, dass sie sich fragen, ob sie sich in der Zukunft eine Mietwohnung leisten können“, sagt Binder. „Da kann es sehr helfen, wenn Eltern erzählen, wie viel Miete sie für die Wohnung der Familie zahlen und wie viel das vom monatlichen Budget ausmacht“, sagt Binder.

Geld positiv gegenüberstehen

Wertspeicher, Tauschmittel, Wetteinsatz, Wertschätzung für geleistete Arbeit: Geld hat für Erwachsene viele Bedeutungen. „Kinder denken aber ganz anders über Geld als Erwachsene“, sagt Binder. Für viele Jugendliche sei Geld ein unbekanntes Monstrum. Größenverhältnisse zwischen verschiedenen Summen könnten viele Kinder noch nicht begreifen, obwohl sie für die Eltern sehr klar sind.

„Bei einer Straßenumfrage wollten wir die Jugendlichen mit fünf Euro als Preis motivieren und waren sehr überrascht, als viele sich mehr für die Süßigkeiten interessierten, die der Trostpreis und deutlich weniger wert waren als die fünf Euro“, beschreibt Binder.

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Kinder hätten meist noch keine Beziehung zu Geld, außer dass es ein Mittel zum Zweck ist, sagt er. Erziehende sollten deshalb bewusst das Thema Geld mit Positivem verbinden. „Es ist kontraproduktiv, wenn in der Familie über Geld immer nur als etwas Schlechtes oder Problematisches gesprochen wird“, sagt der Gründer.

Mehr über Jugendliche und ihr Verhältnis zu Geld und Schulden berichtet Christian Binder im t3n Interview-Podcast.

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