News

Klarna: Plant Europas bekanntester Zahlungsdienstleister den Pivot?

Zahlungsanbieter Klarna wird zur Plattform. (Foto: Klarna)

Klarna ist Europas wertvollstes Fintech-Unternehmen und bisher vor allem als Zahlungsdienstleister bekannt. Jetzt verrät Klarna seine Zukunftspläne – mit neuem Fokus. 

Wer bei Adidas bestellt, kann seine Rechnung mit wenigen Klicks über Klarna abwickeln lassen. Wer bei H&M bestellt, ebenfalls. Mittlerweile arbeitet das schwedische Fintech Klarna auf diese Weise mit über 200.000 Händlern zusammen und agiert für sie als Zahlungsdienstleister. Mit einer Unternehmensbewertung von über fünf Milliarden Euro gilt das Unternehmen als das wertvollste nicht börsennotierte Fintech Europas. Eine Vormachtstellung, auf der sich Klarna nicht ausruhen möchte, wie Klarnas Chef für den deutschsprachigen Raum, Robert Bueninck, t3n jetzt im Gespräch verraten hat.

Klarna will nämlich nicht länger nur als Payment-as-a-Service-Anbieter wahrgenommen werden, das reine B2B-Geschäft soll in den Hintergrund rücken. „Klarnas Stärke liegt in der User-Experience für unsere Nutzer“, sagt Bueninck. Klarna wolle deswegen noch mehr nutzerzentrierte Produkte anbieten. Zwar ist Klarna schon eine ganze Weile nicht nur reiner Zahlungsabwickler, das Fintech bietet nämlich zum Beispiel auch eine eigene Kreditkarte und Instore-Lösungen für Deutschland und Österreich, trotzdem wolle man nun noch eine Schippe drauflegen – und eine eigene Shopping-Plattform werden.

„Wir wollen das erste sein, woran die Menschen denken, wenn es um Shopping geht“, sagt Bueninck. Aktuell sei Klarna vor allem am Ende eines Shopping-Erlebnisses beteiligt, nämlich dann, wenn es um das Bezahlen geht. „Wir wollen aber auch am Anfang stehen, indem wir unseren Kunden kontinuierlich Inspiration für Neues bieten. Mit Klarna wollen wir ein eigenes umfassendes Shopping-Ökosystem schaffen“, erklärt Bueninck weiter. Im Klartext heißt das: Der schwedische Fintech-Riese transformiert sein Geschäft von einem reinen B2B- zu einem B2C-Modell.

Der Ausbau zur Plattform hat schon begonnen.

Schon heute präsentiert Klarna auf seiner Website verschiedene Deals seiner Vertragspartner und zwei kleine Slots zu Beauty- und Lifestyle-Inspiration. Von einer umfassenden Shopping-Plattform ist der schwedische Zahlungsanbieter allerdings noch weit entfernt. Im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2020 wolle man die nächsten Meilensteine nehmen und neue Produkte launchen. Was genau auf die Konsumenten zukommt, wollte Klarna-Chef Bueninck allerdings noch nicht verraten.

Seit kurzem unterhält Klarna einen neuen Standort in Berlin, ein Techhub für rund 550 Mitarbeiter. Hier könnt ihr einen Blick in die Räume des neuen Büros werfen:

In das Büro gelangt man über den Hinterhof. (Foto: Klarna)

1 von 11

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Ein Kommentar
Kantenhuber
Kantenhuber

Wenn man sich die Unsäglichkeiten von Amazon & Co. so anschaut, wäre eine plausible Alternative durchaus wünschenswert. Vor allem eine europäische Lösung.

Wenn man sich das Frontend von Amazon anschaut, dann merkt man nur zu überdeutlich, dass da vor allem der amerikanische Geschmack durchschlägt und der Look & Feel schon extrem altbacken rüber kommt. Von der kommerziellen Denke will man da erst gar nicht reden. Solange da keinerlei ernsthafte Alternative existiert, wird sich da wenig ändern.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 70 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Luca Caracciolo (Chefredakteur t3n) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung