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Analyse

Was es kostet, eine der beliebtesten Wallpaper-Seiten der Welt zu hosten

(Grafik: Shutterstock)

Jede Sekunde liefert Unsplash 360 hochauflösende Bilder aus und verarbeitet 120 API- und Web-Requests. Das kostet – und zwar nicht zu knapp.

Von ursprünglich einem Tumblr-Blog bis hin zu einer der beliebtesten Wallpaper- und Foto-Download-Seiten im Netz hat Unsplash eine beeindruckende Entwicklung hingelegt. Weil sie selbst vor ihrem Start keine Ahnung hatten, wie sich die Kosten für solch ein Projekt entwickeln und auch sonst niemand darüber spricht, lassen sich die Gründer jetzt in einem Blogpost in den Rechnungsordner gucken.

Unsplash: Das Hosting der Haupt-Applikation

Fast 3.000 US-Dollar zahlt Unsplash in etwa monatlich an Heroku. (Screenshot: Unsplash)
Fast 3.000 US-Dollar zahlt Unsplash in etwa monatlich an Heroku. (Screenshot: Unsplash)

Das gesamte Unsplash ist so aufgebaut, dass der Hauptteil, die App „production-unsplash“, auf Heroku liegt. Für das kleine Team hinter dem Bilder-Dienst hat das den Vorteil, dass das komplette Server-Management entfällt und auch bei Besucheranstürmen für genug Power gesorgt ist. Insgesamt hat Unsplash im Februar 2.731,23 US-Dollar an Heroku und für Add-ons für Datenbanken, Error-Reportings und Server-Analytics gezahlt. Neben der Website befeuert die App auch die Unsplash-API. Zwei Drittel der Kosten der Production-App produziert die Logik von Unsplash. Beeindruckend: Sie hat im Februar 30 Millionen Seiten ausgeliefert, 140 Millionen API-Requests gemeistert und 2,2 Millionen Hintergrund-Jobs ausgeführt – was etwa 1.200 US-Dollar gekostet hat.

Für Keen bezahlt Unsplash 1.000 US-Dollar im Monat. (Screenshot: Unsplash)
Für Keen bezahlt Unsplash 1.000 US-Dollar im Monat. (Screenshot: Unsplash)

Die restlichen 1.500 US-Dollar gehen auf das Konto von kleineren Websites wie Unsplash Source, „Made with Unsplash“ und andere Datenbanken. Dazu kommen 1.000 US-Dollar im Monat für den Dienst namens Keen, mit dem das Unsplash-Team Daten analysieren kann. Für die Speicherung von mehreren hundert Gigabyte an Logs nutzt das Team den Dienst „Logentries“, wofür noch mal 630 US-Dollar im Monat fällig werden.

Hosting von Unsplash: Das kostet das Bild-Hosting

(Screenshot: Unsplash)
Der größte Teil der Hosting-Kosten von Unsplash: Der für die Bilder bei Imgix. (Screenshot: Unsplash)

Der zweifelsohne größte Part in den Februar-Kosten von Unsplash kommt natürlich vom Bild-Hosting und der -Auslieferung. Jeden Monat werden über eine Milliarde Bilder angezeigt, 5,5 Millionen werden runtergeladen. Das managed Unsplash größtenteils über den Dienst Imgix, von dem sie sich sehr angetan zeigen. An Imgix zahlten sie 11.170 US-Dollar im Februar. Dazu kommen noch 1.712,56 US-Dollar für Cloudfront und 413,81 US-Dollar für Amazon S3.

Unsplash: Das kostet die Foto-Seite im Monat insgesamt

Insgesamt ergibt das folgende Rechnungsposten:

  • Server: 2.731,23 US-Dollar
  • Logging: 630 US-Dollar
  • Daten: 1.000 US-Dollar
  • Bild-Hosting: 11.170,00 US-Dollar
  • Bild-Speicher: 2.127,39 US-Dollar

Das macht insgesamt 17.658,62 US-Dollar im Monat Februar.

Die Rechnungen von Unsplash im Februar
Fast 3.000 US-Dollar zahlt Unsplash in etwa monatlich an Heroku. (Screenshot: Unsplash)

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Zum Schluss gibt Luke Chesser in seinem Artikel noch eine Anekdote mit auf den Weg: Es gebe drei Reaktionen, die er immer erleben würde, wenn er mit anderen über diese Zahlen spricht:

  1. „Wow, thats a lot of money for a website!“
  2. „I could save you X thousands of dollars by using {insert technology}!“
  3. „That’s not that much – we spend X!“

Wer kennt das nicht – wenn man allerdings unter Punkt 3 fällt, solle man sich doch aber bitte bei ihm melden. ;)

Ihr seid auf der Suche nach coolen Stockfotos? Dann solltet ihr euch unseren Überblick mit Diensten wie Unsplash anschauen.

via www.designernews.co

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7 Reaktionen
Fs

Aja 75$ pro tb traffic.. Mit Sicherheit nicht bei dem Volumen. Hat man es sich schön gerechnet.

Marcel Epp

Und wie bezahlen die das? Die Bilder kann man doch umsonst runterladen und nutzen. Werbung gibt es doch da auch nicht?

Loic Nestler

Das hab' ich mich auch grade gefragt.

Daniel Hüfner

Hi Marcel,

hinter Unsplash steht die Freelancer-Community Crew.co (https://crew.co). Die Wallpaper-Seite ist mal aus einem Sideproject heraus entstanden und dürfte deshalb querfinanziert werden. Ist inzwischen praktisch ein idealer Marketing-Kanal geworden.

Beste Grüße aus dem t3n-HQ

Daniel

Hotte

Sekunde, Sekunde... die hosten bei Heroku UND zahlen dann nochmal ein Sümmchen an Cloudfront UND Amazon S3?! Gibt es dafür irgendeine Notwendigkeit, die ich übersehen habe?!

Christopher

Ja - Der eine Service hat nichts mit den anderen zu tun. Kennst du bspw. überhaupt den Unterschied zwischen Heroku & Cloudfront?

Das sind komplett verschiedene Services.

Philipp Blum

Jupp. Cloundfront sorgt dafuer, dass statische Daten immer lokal in der naehe des Users liegt. Wenn ich jetzt statische Datei x.y abfrage, liegt die nicht in China, sondern in Frankfurt oder noch besser: Berlin. Dadurch spare ich mir, unter Umstaenden, eine Latenz von 300ms. Das ist schon ne Menge. Heroku ist hingegen ein Service zum Hosten der Anwendungslogik.

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