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Wie künstliche Intelligenz zu smarten Warenlagern führt

(Foto: Jochen G. Fuchs)

Lesezeit: 3 Min.
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Erfolgreiche Bestandsverwaltung beschäftigt sich in erster Linie mit der Frage „Wie schaffe ich es, ausreichend Produkte im Lager zu behalten und gleichzeitig Kosten zu sparen?“.

Ein smartes Warehouse kombiniert verschiedene, miteinander verbundene Technologien zu einem Ökosystem, indem der gesamte Geschäftsbetrieb von der An- bis zur Auslieferung durch künstliche Intelligenz (KI) gesteuert wird. Wenn die Waren im Lager empfangen, sortiert, verarbeitet, verpackt und verschickt werden, geschieht das alles automatisch und mit minimaler Fehlerquote. Durch KI wird die Lagerverwaltung agiler und reagiert schneller auf logistische Anforderungen.

Wie das Internet-of-Things Lagerhäuser revolutioniert

Eine wichtige Rolle spielt dabei das Industrial-Internet-of-Things (IIoT) – die industrielle Ausprägung des Internet-of-Things (IoT). Das IIoT repräsentiert im Gegensatz zum IoT nicht die verbraucherorientierten Konzepte, sondern konzentriert sich auf Anwendungen im industriellen Umfeld. Bei der Bestandsverwaltung ergeben sich durch den KI-Einsatz Vorteile in vielen verschiedenen Bereichen.

Automatisierte Systeme, die KI-basierte Algorithmen verwenden, können schneller kommunizieren als Mitarbeiter. Viele Vorgänge in der Lagerverwaltung sind bereits automatisiert, aber die Einführung von IIoT-fähigen Geräten in diese Prozesse wird deren Geschwindigkeit und Genauigkeit erheblich verbessern. Drahtlose Verbindungen beschleunigen die Kommunikation zwischen einzelnen Komponenten.

KI wird auch Versandprozesse stark verändern. Maschinelles Lernen ermöglicht es, Kommissionierern effizienter zu arbeiten, da durch KI die nötige Anzahl von Paletten oder Paketen besser berechnet werden kann, die an einem bestimmten Tag bewegt werden muss.

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KI spielt besonders beim Robotereinsatz eine große Rolle

In Zusammenwirkung mit Robotern kann KI zu einer deutlichen Einsparung von Ressourcen führen, denn die können Waren wesentlich schneller und zielgerichteter als menschlichen Arbeitskräfte verteilen. Algorithmen für maschinelles Lernen können Warehousing-Bots helfen, schneller Routen im Lager festzulegen.

KI-basierte Systeme, die die Sprache von Mitarbeitern erkennen, sind dabei, die Bestandsverwaltung in großen Unternehmen zu revolutionieren. Kommissionierer und andere im Lager tätige Personen können solche Systeme nutzen, um mit minimalem Aufwand Prozesse zu optimieren.

Von Tetra Pak bis zum Online-Supermarkt Ocado

In vielen Unternehmen wird KI im Bereich der Bestandsverwaltung bereits eingesetzt. So zum Beispiel bei Tetra Pak, einem Schweizer Hersteller für Getränkekartons. Um die Lagerbestände optimal zu managen, arbeitet das Unternehmen mit DHL Supply Chain zusammen. Flurförderfahrzeuge wurden mit speziellen Sensoren ausgestattet, die dafür sorgen, dass die Abstände im Warenlager optimaler genutzt werden können. DHL Supply Chain führt diese und alle anderen Daten des Lagers in einer virtuellen Darstellung zusammen und wertet sie aus. Ein Control-Tower überwacht Warenein- und -ausgang, sodass Güter schneller eingelagert werden können und anschließend schneller versandbereit sind.

Auch Ocado, ein britischer Online-Supermarkt, nutzt seit Jahren äußerst erfolgreich KI zur Bestandsverwaltung. Wurden in den alten Lagern Lebensmittel noch über Förderbänder in Regale gelegt und unter Aufsicht von Personal verpackt, funktioniert es heute wesentlich effizienter. Kisten werden mittels KI in riesigen Türmen übereinandergestapelt. Dinge, die nicht miteinander in Bezug stehen, werden dabei teilweise miteinander vermischt. Deren Position wird durch einen Algorithmus festgelegt. Kisten können von den Bots gepackt und an einen neuen Ort gebracht oder über eine vertikale Rutsche zu einer Kommissionierstation transportiert werden. Menschen sind am Ein- und Auspacken beteiligt, während Roboter 24 Stunden am Tag durch das Lager manövrieren.

Es steht außer Frage, dass KI dabei ist, das klassische Lagerhaus, so wie wir es kennen, komplett zu revolutionieren. Automatisierte Systeme, die KI-basierte Algorithmen verwenden, bilden das Rückgrat des smarten Warehouses. An- und Auslieferungsprozesse werden durch den Einsatz von maschinellem Lernen wesentlich beschleunigt. So können Beschäftigte zielgerichteter eingesetzt und die Effizienz erhöht werden.

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