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Kurz vorm Kollaps? Justin Suns Krypto-Börse Huobi bestätigt Entlassung von 20 Prozent der Belegschaft

Seit Tagen weiß die Gerüchteküche, dass etwas vorgeht in der Kryptobörse Huobi, die an Rang 15 des weltweiten Rankings steht. Klar ist nun, dass Huobi tatsächlich Probleme hat.

2 Min. Lesezeit
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Huobi steckt offenbar in Schwierigkeiten. (Bild: AndriiKoval / Shutterstock.com)

Getreu dem Motto, erst einmal nichts zuzugeben, was nicht bewiesen werden kann, haben sich die Betreiber der Kryptobörse Huobi lange sehr bedeckt gehalten. Nachdem die Gerüchte der vergangenen Tage auch die großen Nachrichtenagenturen auf den Plan gerufen hatten, kommt Huobi ein kleines Stück aus der Deckung.

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Gegenüber Reuters bestätigten Sprecher der Börse, dass Huobi tatsächlich die Entlassung von etwa 20 Prozent der Beschäftigten plane. Das sei dem aktuellen Bärenmarkt geschuldet und werde Huobi auf ein „sehr schlankes Team“ reduzieren.

Justin Sun philosophiert von Feuer im Winter

Huobi möchte die Aussage als Kostensenkungs- und Konsolidierungsmaßnahme verstanden wissen. Anteilseigner und Tron-Erfinder Justin Sun stellte klar, dass die „strukturelle Anpassung“ bei Huobi noch nicht begonnen habe, aber voraussichtlich bis zum Ende des ersten Quartals abgeschlossen sein werde.

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Laut Sun hat Huobi aktuell 1.100 Mitarbeiter. 220 von ihnen werden also ihre Jobs verlieren. Das will Sun nicht als Misserfolg werten.

Immerhin habe sich Huobi bislang trotz der sich stetig verschlechternden Rahmenbedingungen der Branche nach dem FTX-Kollaps wie „ein Feuer im (Krypto-)Winter“ dargestellt. Das schrieb Sun in einem internen Memo an die Mitarbeitenden der Börse.

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So habe Huobi etwa in den vergangenen drei Monaten durchschnittlich 20.000 neue tägliche Nutzer begrüßen dürfen. Insofern bedeutet die bevorstehende Umstrukturierung nur einen „kurzfristigen Schmerz“, der sich aber letztlich als vorteilhaft für Huobi auswirken werde.

Abflüsse beschleunigen sich

Die Blockchain-Analysten von Nansen machen indes per Tweet darauf aufmerksam, dass Huobi mit massiven und sich steigernden Nettoabflüssen konfrontiert sei.

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Allein in den 24 Stunden vor dem Absetzen des Tweets habe Huobi 60,9 Millionen US-Dollar an Nettoabflüssen verkraften müssen. In der gesamten Woche seine es 94,2 Millionen Dollar gewesen. Offenbar als Reaktion darauf, hatte Justin Sun persönlich Stablecoins im Wert von 100 Millionen Dollar von Binance ab- und zu Huobi hingeschoben

Im Ranking lag Huobi laut Coingecko im November letzten Jahres mit Blick auf das Handelsvolumen an Rang 8, Coinmarketcap verortet Huobi an Rang 15.

Wird Personalabbau die Unternehmen retten?

Huobi ist nicht der einzige Krypto-Akteur, der versucht, sich durch Entlassungen im Geschäft zu halten. Dabei ist es Basiswirtschaftswissen, dass Personalabbau nur ganz kurzfristig Linderung bringen kann. Zudem sind die Personalkosten im Kryptomarkt gar nicht hoch genug, um durch deren Reduktion massive Liquiditätsreserven freizumachen.

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Wenn nicht gleichzeitig die echten Probleme behoben werden, wird ein Zusammenbruch lediglich um kurze Zeit verschoben. Dabei ist die Sorge um die Reserven der Kryptobranche nach den Konkursen des letzten Jahres groß. Selbst der weltgrößten Kryptobörse Binance werden immer wieder Schwierigkeiten nachgesagt.

Zuletzt hatte das Kryptowährungsunternehmen Genesis in einer zweiten Entlassungsrunde innerhalb eines halben Jahres 30 Prozent seiner Belegschaft entlassen. Ebenso war die auf Kryptowährungen spezialisierte Bank Silvergate vorgegangen. Silvergate hat sowohl Kontakte zu Huobi wie zur kollabierten FTX-Gruppe.

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