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Large Hadron Collider: Weltgrößter Teilchenbeschleuniger wieder hochgefahren

Drei Jahre stand er still – jetzt wurde der weltgrößte Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider wieder hochgefahren.

Von Hannah Klaiber
2 Min.
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Der Large Hadron Collider (LHC) stand drei Jahre lang still. (Foto: Shutterstock)

Der Large Hadron Collider (LHC) ist ein wichtiges Instrument in der Erforschung unseres Universums. Dank des Teilchenbeschleunigers, der auch „Weltmaschine“ genannt wird, kann die Zeit der Entstehung des Universums vor rund 14 Milliarden Jahren simuliert werden, indem Protonen mit annähernder Lichtgeschwindigkeit unterirdisch aufeinandergeschossen werden.

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Im Jahr 2018 wurde der LHC vorübergehend abgeschaltet. In der Zeit des Shutdowns wurde die komplette Anlage gewartet und auf den neuesten Stand gebracht. Jetzt ist die Ruhephase vorbei – und der weltgrößte Teilchenbeschleuniger wurde bei der europäischen Organisation für Kernforschung Cern wieder hochgefahren. So wurden bereits erfolgreich die ersten beiden Protonenstrahlen in dem unterirdischen Ring in 27 Metern Tiefe in entgegensetzten Richtungen aufeinandergejagt.

Das Hochfahren der Anlage ist ein komplexer Prozess, bis zur letzten Minute herrschte im Kontrollraum des Cern Hochspannung. Es sei wie bei einem Raketenstart, zitiert Heise den Forschungsdirektor Joachim Mnich. Doch zum Glück ging alles glatt.

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Doppelt so viel Leistung wie vorher

Bis die Anlage allerdings wieder auf Hochtouren läuft, vergehen noch etwa sechs bis acht Wochen. Dann verspricht man sich aber ein Plus an Leistung: Die Zahl der aufgezeichneten Kollisionen soll dann doppelt so hoch sein wie bisher, rund eine Billiarde im Jahr. Die immens hohe Anzahl muss aber auch sein, denn auf 100.000 Teilchenkollisionen kommt vielleicht eine, die den Forschern eine genauere Analyse wert ist.

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Mehr Erkenntnisse über Higgs-Boson und Beauty-Quarks

Mit der verbesserten Leistung des LHC verspricht sich die Forschung vor allem mehr Erkenntnisse über das sogenannte Higgs-Boson, das im Jahr 2012 am Cern nachgewiesen wurde und dessen Entdeckung den bisher größten Erfolg der Weltmaschine darstellt.

Das Higgs-Boson oder Higgs-Teilchen, für das es sogar den Physik-Nobelpreis gab, wurde nach seinem der Entdecker Peter Higgs benannt und liefert die Erklärung, woher Elementarteilchen ihre Masse haben. Doch auch Anomalien des Standardmodells der Teilchenphysik liegen im Fokus der Wissenschaftler des Cern. Dazu zählen beispielsweise die als Beauty-Quarks oder B-Quarks bekannten Elementarteilchen, die in der Vergangenheit nicht wie erwartet in Myonen und Elektronen zerfallen sind. Der Grund dafür könnte eine bislang unbekannte Naturkraft sein.

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Kommentare (1)

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Carsten Lehmann

Der LHC liegt nicht in 27 Metern Tiefe… Eher so 50-100m

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