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Ratgeber

Amazon Prime Day 2.0: Last-Minute-Tipps zum Shopping-Fest für Händler und Kunden

In diesem Jahr gibt es erstmals einen zweiten Prime Day im Herbst. Dennoch können auch kleinere Händler:innen noch vom großen Buzz um das Shopping-Festival profitieren. Doch Handelsexpert:innen beobachten unter Händler:innen wie Kund:innen eine erhöhte Nervosität.

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Der Prime Day in der kommenden Woche wird wohl einmal mehr in diesem Jahr zu Rekordumsätzen führen. 12,8 Milliarden US-Dollar peilt Amazon an – nach 11,8 Milliarden im vergangenen Jahr.

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Und doch ist vieles anders: Anstelle der rund 20 Prozent Zuwachsrate rechnet man mit acht bis zehn Prozent, was angesichts der aktuellen komplizierten wirtschaftlichen Situation aber schon erfreulich wäre, wie Händler:innen übereinstimmend erklären.

Ukraine-Krieg und Lieferkettenengpässe, aber auch die daraus resultierende Verunsicherung über die eigenen Finanzen dürften die Kauflaune der Kund:innen etwas dämpfen. „Generell muss man sich bewusst machen, dass sowohl die Kunden abwarten als auch viele Händler angesichts des gesamtwirtschaftlichen Kontextes gerade sehr nervös sind und sich viele einfach auch keine unnötig vollen Lager leisten können“, fasste E-Commerce-Experte Pirmin Rehm von der Agentur Altitude aus Berlin die gedämpfte Stimmung bereits vor einigen Monaten zusammen. R

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ehm war seit 2017 für Amazon Deutschland als Key Account Manager und Team Lead Marketplace Professional Services tätig und hatte vier Jahre lang tiefe Einblicke in Accounts und die internen Prozesse von Amazon.

Gebessert hat sich seit dem Sommer allerdings wenig. Im Gegenteil: Immer mehr Händler:innen berichten von gedämpftem und zurückhaltendem Kaufverhalten und verunsicherten Kunden, die angesichts steigender Energiepreise die Handbremse beim Konsum anziehen.

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Und als sei all das noch nicht genug, steigen – wiederum durch die hohen Spritpreise – auch die Kosten für Logistikdienstleistungen, die die Händler so dringend benötigen.

Rehm glaubt, dass der Prime Day umsatztechnisch einer der wichtigsten Tage bleibt. „Vor allem für die umsatzstarken Top-Seller in jeder Kategorie bleibt der Prime Day entscheidend, weil es hier wie an kaum einem anderen Tag im Jahr die Möglichkeit gibt, durch stark erhöhte Abverkäufe in einer kurzen Zeit durch Prime Day Deals begehrte Plätze im Ranking gutzumachen.

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Selbst kleinere Händler können gut im Fahrwasser der erhöhten Nachfrage mitschwimmen, denn der Buzz im Vorfeld sei ja auch in diesem Jahr wieder da.

Auch kleinere Händler:innen gewinnen am Prime Day neue Kund:innen

Auch Jason Modemann, Gründer von Mawave, einer Agentur für Social Media Performance Marketing in der DACH-Region, rät kleineren Händlern dazu, eigene Angebote zum Prime Day aufzusetzen. „Eigene Angebote, Coupons und Aktionen werden gut funktionieren, weil dieses etablierte Shopping-Event gut etabliert ist. Viele Kund:innen werden in Shopping-Laune sein“, glaubt Modemann.

„Händler sollten, um Angebote zu promoten, den Newsletter, die Social-Media-Kanäle und Social Ads nutzen.“ Entgegenkommen könnte ihnen dabei eine Erkenntnis, die Amazon seinerzeit veröffentlich hat: Demnach nutzen immerhin 82 Prozent den Prime Day auch dazu, um neue Marken kennenzulernen. Die Chancen stehen also gerade für kleinere Händler:innen nicht schlecht, dass sie Neukund:innen gewinnen.

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Um diese im Nachhinein zu halten, sollten die Händler:innen eine gezielte Ansprache wählen (etwa durch einen Extra-Newsletter oder eine Landingpage).

An das Potenzial von Werbung glaubt auch Rehm, allerdings rät er vor allem zu Amazon-Ads: „Nach meiner Erfahrung sollte jeder Händler Ads auf Amazon schalten – und am besten sofort mit einer automatisierten Kampagne anfangen, wenn er’s noch nicht tut.“

Er erklärt aber auch, dass rund um den Prime Day bei Amazon Ads andere Gesetzmäßigkeiten gelten als zu vielen anderen Zeiten. Marken und Händler:innen sollten daran denken, die Gebote pro Keyword nach oben anzupassen und das Budget für die Kampagnen zu erhöhen, damit sie nicht vorzeitig aufgrund von ausgeschöpftem Budget keine Werbung mehr ausspielen können.

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Den Prime Day für alternative Shopping-Angebote nutzen

Eine etwas destruktivere, aber durchaus interessante Herangehensweise hat noch Jason Modemann von Mawave auf Lager: „Wenn es zu deiner Brand passt, kann es auch lohnen, eine eigene Rabattaktion im Kontrast zu den Amazon Prime Days zu veranstalten.

Nach einem ähnlichen Muster haben im November auch einige nachhaltige Unternehmen einen Green Friday als Gegenpol zum Black Friday eingeführt – neben anderen Aktionstagen wie dem White Monday, Giving Tuesday oder dem Kauf-dir-nix-Tag.“ An dieser Stelle könne man seine Performance sogar mit Brand-Building kombinieren.

Doch trotz des etwas gebremsten Wachstums dürfte Amazon auch zum diesjährigen zweiten Prime Day die angepeilten 250 Millionen verkauften Artikel schaffen – und Händler:innen und Kund:innen werden das Spiel wieder mitspielen.

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Doch gerade die Kund:innen sollten einen kühlen Kopf bewahren, im Vorfeld Preise vergleichen und sich darüber bewusst sein, dass auch die Händler:innen im Vorfeld nicht selten an der Preisschraube drehen, um so einen attraktiv wirkenden Rabatt ausweisen zu können.

Unterm Strich ist der zweite Prime Day also eher die einmal mehr verfrühte Eröffnung des Jahresendgeschäfts. Auch wenn hierfür in diesem Jahr die Früchte nicht mehr so tief wie in den vergangenen Jahren hängen, können die Unternehmen mit gezielten Werbemaßnahmen ihr Stück vom Umsatzkuchen ergattern.

Doch die im Onlinehandel gewohnten Umsatzsteigerungen sind auch angesichts der schwierigeren Warenverfügbarkeit erst einmal vorbei.

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