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Leiter der russischen Raumfahrtbehörde: „USA haben kein Raumschiff“

Einmal mehr fällt Dmitri Rogosin mit hanebüchenen Aussagen auf. In einem Interview behauptet er, dass ausschließlich das russische Sojus-Raumschiff Astronaut:innen und Gäste transportieren könnte.

Von Hannah Klaiber
1 Min. Lesezeit
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Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin bei einer Pressekonferenz im Februar 2022. (Foto: Vera Larina/ Shutterstock)

Immer wieder hat der Leiter der russischen Raumfahrtbehörde, Dmitri Rogosin, damit gedroht, die Zusammenarbeit auf der Internationalen Raumstation ISS zu beenden. So hatte er jüngst auf Twitter angekündigt, dass die „Wiederherstellung normaler Beziehungen zwischen Partnern“ auf der ISS und anderen Projekten nur mit der „vollständigen und bedingungslosen Aufhebung illegaler Sanktionen“ möglich sei.

Dmitri Rogosin: „Sojus ist unersetzlich“

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Nun legt Rogosin in einem Interview mit dem staatlichen chinesischen Mediennetzwerk CGTN nach. Russlands Rolle auf der ISS sei „von entscheidender Bedeutung. Nur das russische Sojus-Raumschiff kann amerikanische, europäische, kanadische und japanische Astronaut:innen und Gäste transportieren.“ Der Leiter der russischen Raumfahrtbehörde fügte hinzu: „Sojus ist unersetzlich, weil die USA kein Raumschiff haben.“

Tatsächlich war es Rogosin selbst, der im Oktober 2021 vorgeschlagen hatte, dass russische Kosmonaut:innen bald mit dem Raumschiff Crew Dragon des US-amerikanischen Unternehmens Space X zur ISS starten könnten. „Aus unserer Sicht hat SpaceX bereits genug Erfahrung gesammelt, um unsere Kosmonaut:innen mit der Crew Dragon zu transportieren“, sagte Rogosin damals.

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Bis heute sind bereits Astronaut:innen aus Europa, den USA und Japan an Bord eines Crew Dragon zur ISS gestartet – Kanada stellt die einzige Ausnahme dar.

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ISS: „Ohne Russland unmöglich“

Zudem betonte Rogosin in dem Interview mit CGTN einmal mehr, dass die ISS ohne Russland „dem Untergang geweiht sei“. „Russland hilft der Internationalen Raumstation dabei, Weltraummüll zu vermeiden und die Umlaufbahnkorrektur aufrechtzuerhalten.“ Außerdem sorge Russland für die Lieferung von Kraftstoffen. Sein Fazit: „Ohne Russland (auf der ISS, Anm. d. Red.) zu arbeiten, ist also ebenso unmöglich wie ohne Amerika.“

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3 Kommentare
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Frederic Ch. Reuter

Seit 2008 ist Europa mit der „Jule Verne“ an der ISS und wenn ich richtig mitgezählt habe (eben an meinen Finger ;-) sollten wir bisher 4 „Raumfahrzeuge“ haben, die an der ISS andocken können. Ich meine zuletzt sei es die „George Lemaître“, die gerade erst, oder demnächst andockt.

Wenn sogar ich das weiß, was sagt das dann über den Chef eines solchen Programms aus?!

Ich bin mir nicht sicher was peinlicher ist:

… „dieses ewige Russland-Bashing“ oder die Tatsache, dass die heftigsten davon von „Russen selber“ kommen?!

Antworten
Kantenhuber

Das sind keine Ansagen an den Westen, sondern an die eigenen Leute. Die glauben an so kräftige Ansagen, das erspart eigene Denk- und Erkenntnisarbeit..

Antworten
Oliver

Geht nicht gibt’s nicht! Das wird Russland auch noch lernen müssen oder auch nicht.
Die zunehmende Abkehr von Russland in jeglicher Hinsicht läuft gerade auf Hochtouren.
Jeder Partner sieht sich nach Alternativen um. In der Raumfahrt wird das nicht anders sein.

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