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Im Livestream: Die erste Rakete aus dem 3D-Drucker hebt ab

Terran 1 soll am 8. März zum ersten Orbitalflug abheben. Die Rakete ist laut Hersteller das größte 3D-gedruckte Objekt der Welt. Ob sie das Zeug dazu hat, den Start zu überleben, ist jedoch fraglich.

Von Hannah Klaiber
2 Min.
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Terran 1 sieht aus wie eine „ganz normale“ Rakete – ihre Struktur und ihre Triebwerke stammen jedoch vollständig aus dem 3D-Drucker. (Bild: Relativity Space)

Die Mission von Terran 1 ist mit dem Kürzel GLHF versehen, was kurz für Good Luck, Have Fun (zu Deutsch: viel Glück, viel Spaß) steht. Beides kann die 3D-Rakete gut gebrauchen, die mit einer Höhe von circa 34 Metern und einer Breite von 2,3 Metern nach Angaben ihres Herstellers Relativity Space das größte Objekt ist, das jemals 3D-gedruckt wurde – und nun zum Orbitalflug ansetzt. Sie soll vom Startkomplex 16 in Cape Canaveral abheben.

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Gänzlich 3D-gedruckte Triebwerke

Ohne Kundennutzlast soll die Rakete am 8. März in einem dreistündigen Startfenster ab 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit ins All aufbrechen. Erst im Februar hatte sich die Betreiberfirma die notwendige Lizenz von der zuständigen US-Behörde gesichert.

Neben der Rakete selbst sind auch alle Relativity-Triebwerke vollständig im 3D-Drucker hergestellt worden und verwenden Flüssigsauerstoff und Flüssigerdgas (LNG), „die sich nicht nur am besten für den Raketenantrieb eignen, sondern auch wiederverwendbar sind und sich auf dem Mars am einfachsten auf Methan umstellen lassen“, heißt es vonseiten des Herstellers Relativity Space, der auf Youtube bereits einen Livestream eingerichtet hat, mit dem der erste Orbitalflug von Terran 1 mitverfolgt werden kann:

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Ob die Rakete den Start überhaupt überstehen wird, ist indes ungewiss: Neben dem Fehlen des essenziellen Triebwerkstests sind es vor allem die Struktur von Terran 1 sowie die Tatsache, dass Relativity Space niemals zuvor in einer solch experimentellen Größenordnung an den Start ging, geschweige denn den Orbit erreichte. Turbulenzen, g‑Kräfte – während des Starts wird Terran 1 bislang ungetesteten Belastungen ausgesetzt sein, die das 3D-Objekt leicht in Stücke fallen lassen könnten. Das Unternehmen selbst gibt sich optimistisch – und ist stolz auf das bislang Geleistete:

„Vor sieben Jahren […] sagte uns unser Mentor Sam [Altman], wir seien völlig verrückt, weil wir gleichzeitig eine brandneue Fertigungstechnologie und eine Orbitalrakete erfinden wollten, was schon sehr schwierig ist“, schrieb Tim Ellis, Co-Founder und CEO von Relativity Space, in einem Tweet. „Jetzt stehen wir mit der ersten 3D-gedruckten Rakete der Welt kurz vor dem Start. Es war ein wahrhaft wilder Ritt bis zu diesem Punkt und mit Sicherheit viel schwieriger, als ich es mir jemals vorgestellt hatte – aber ich und unser Team freuen uns sehr auf diesen historischen Start. Eine große Zukunft liegt vor Relativity Space (und Sam sagt übrigens, dass er jetzt ein großer Fan ist).“

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Nicht nur OpenAI-Chef Sam Altman ist von Relativity Space überzeugt: Mit der Nasa bestehen bereits Verträge in Höhe von insgesamt 300 Millionen Dollar, auch für die vollständig wiederverwendbare und 3D-gedruckte Trägerrakete Terran R gibt es bereits Startverträge im Wert von 1,2 Milliarden US-Dollar.  Terran R könnte unter anderem dazu eingesetzt werden, Nutzlasten bis zum Mars zu liefern.

Insofern ist der bevorstehende Testflug von Terran 1 tatsächlich richtungsweisend – nicht nur für das Unternehmen, sondern auch generell bezüglich der Gewichtung von 3D-gedruckten Raketen als potenziellem Wendepunkt für die Raumfahrt.

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