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Vor SpaceX auf dem Mars? Zwei neue Startups machen Elon Musk Konkurrenz

Zwei Startups aus Kalifornien wollen schon 2024 auf dem Mars landen. Ihr erster Raketenstart soll direkt dorthin aufbrechen – es wäre zugleich der Jungfernflug der bisher ungetesteten Rakete.

3 Min. Lesezeit
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Relativity Space und Impulse Space wollen in wenigen Jahren auf dem Mars landen. (Screenshot: Impulse/t3n.de)

Besonders günstig, ökologisch und schnell sollen die Antriebstechnologien zweier Firmen sein, die nun verkündeten, dass sie in weniger als drei Jahren auf dem Mars landen wollen. Relativity Space und Impulse Space wären damit die ersten kommerziellen Unternehmen, die das geschafft hätten. Einige Akteure stammen aus dem Umfeld von SpaceX und kennen einander auch daher. 2024 soll eine vollständig wiederverwendbare Rakete, die leistungsfähiger als die Falcon 9 ausfällt, bereits eine Nutzlast auf den Roten Planeten bringen. Das erklärten beide Unternehmen am Dienstag in einer Pressemitteilung.

Große Herausforderung für ehemalige SpaceX-Ingenieure

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Die Leitung der Mission übernimmt Impulse-Gründer und ‑Chef Tom Mueller. Er leitete bei SpaceX über zwölf Jahre lang die Entwicklung der Raketenantriebe und gilt als Vater der Merlin-Triebwerke. Sie bildeten die Motorisierung der ersten Falcon-9-Raketen. Das im September 2021 gegründete Unternehmen Impulse entwickelte unter seiner Führung einen Mars-Lander und einen Cruiser. Die „vollständig“ im 3D-Drucker erstellte Trägerrakete Terran R von Relativity soll die beiden zum Mars katapultieren.

Terran R: Der Nachfolger eines Prototyps

Relativity Space besitzt nach eigenen Angaben den größten Metall-3D-Drucker der Welt, um ganze Raketen damit zu produzieren. Vom „Stargate“-Drucker habe man bereits vier Generationen entwickelt. Aufgrund des speziellen Druckverfahrens und exotischer Materialien weise Terran R „einzigartige Konstruktionsgeometrien“ auf, die „exponentielle Innovationen“ in der Raumfahrt antreiben. Die Rakete soll 1,36 Millionen Tonnen Schubkraft erreichen und so 20 Tonnen transportieren können. Bei der Marsmission soll Terran R die Nutzlast von der Erde auf eine Mars-Umlaufbahn bringen.

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Terran-Trägerraketen: Kostengünstig und unerprobt

Der Hersteller betont, die Raketen ließen sich in weniger als 60 Tagen drucken, weil man die Anzahl der Teile radikal verkleinert habe. Das trage zudem zu viel niedrigeren Kosten bei. Ähnliches gilt für den Treibstoff: Die Ethan-Distickstoff-Mischung ist umweltverträglicher, lagerfähiger und günstiger als herkömmliche Mixturen. „Ungiftig, nicht korrosiv und eigenständig druckerhaltend,“ so Mueller über die positiven Eigenschaften gegenüber Ars Technica. Terran R ist der Nachfolger von Terran 1, einer 3D-gedruckten Rakete, die in diesem Jahr ihren Jungfernflug starten soll. Relativity hat bereits fünf Kunden gewonnen, die ein Auftragsvolumen von 1,2 Milliarden Dollar in die Bücher geschrieben haben. Das Unternehmen hat bisher keinen erfolgreichen Orbitalflug vorzuweisen.

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Mars Lander Impulse

Impulse Space hat schon genaue Vorstellungen, wie der Mars-Lander aufgebaut sein soll. Über die Nutzlast schweigt das Unternehmen. (Grafik: Impulse Space Inc.)

Mars soll besiedelt werden

Tim Ellis, der Chef und Mitgründer von Relativity, gibt auch den Grund der Mission an: „Wir glauben, dass der Aufbau einer multiplanetaren Zukunft auf dem Mars nur möglich ist, wenn wir Dutzende bis Hunderte von Unternehmen dazu inspirieren, auf ein einziges Ziel hinzuarbeiten.“ Er spricht von „menschlichen Erfahrungen in unserem Leben auf zwei Planeten“ und einer „multiplanetaren Spezies Mensch“. Mueller kündigt den Beginn einer „völlig neuen Ära der Raumfahrt“ an.

SpaceX-Fans – nicht Konkurrenten

„Wir sind große Fans von SpaceX und Starship“, sagt Ellis. Doch es brauche mehr Unternehmen, die an dieser Vision arbeiteten. Mars-Experten freuen sich über das Engagement. Bobby Braun vom Labor für angewandte Physik bei der Johns-Hopkins-Universität, sagt, solche Initiativen ließen die Gemeinschaft wachsen und könnten den Weg für neue Ansätze ebnen, „die das Tempo der Weltraumforschung und ‑erkundung beschleunigen“. SpaceX verdoppelte kürzlich seine Pläne für den Mars und CEO Elon Musk betonte, bis 2050 eine Million Siedler auf dem Planeten ansiedeln zu wollen.

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