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Umweltbundesamt startet kostenlose Luftqualitäts-App

Die App „Luftqualität“ des Umweltbundesamtes gibt Auskunft über in der Luft enthaltene Schadstoffe. (Foto: Patrick Büttgen)

Das Umweltbundesamt hat eine App veröffentlicht, mit der Nutzer aktuelle und ältere Messdaten zur Luftqualität abfragen können. Ein Onlineportal liefert ergänzende Informationen.

Das Umweltbundesamt hat die App „Luftqualität“ veröffentlicht, über die Nutzer im Stundentakt erhobene Messdaten zu in der Luft enthaltenen gesundheitsgefährdenden Stoffen am jeweiligen Aufenthaltsort beziehungsweise in der Nähe abfragen können. Das überarbeitete Luftdatenportal des Umweltbundesamtes liefert online ergänzende Informationen wie Berichte und Recherchen mit vielfältigen Filter-Funktionen, wie aus einer Pressemitteilung des Umweltbundesamtes hervorgeht.

Die „Luftqualität“-App des Umweltbundesamtes

Wer sich die App besorgt, wird beim Starten mit einer Erlaubnisabfrage der Standortdaten und einer Einführung begrüßt. Anschließend lässt sich in einer Kartenansicht aus 300 deutschlandweiten Messstationen die dem aktuellen Aufenthaltsort am nächsten gelegene auswählen. Diese können jedoch mitunter einige Kilometer weit entfernt sein. Wer eine der Messstationen antippt, kann so einsehen, wie hoch der Feinstaubanteil (PM10), der Ozonanteil (O3) und der Stickstoffdioxidanteil (NO2) am den gewählten Standort sind und aus welchem Zeitraum die Daten stammen. Der Luftqualitätsindex bewertet die Luftqualität über eine von „sehr schlecht“ bis „sehr gut“ reichende Skala. Falls eine Station nicht alle der drei Werte misst, bezieht sich der Index nur auf diese, sodass die Bewertung entsprechend verzerrt sein kann.

In Detailansichten liegen „Gesundheitliche Empfehlungen“ vor. Stuft die App die Luftqualität beispielsweise als „sehr gut“ ein, so sollen dies die „besten Voraussetzungen sein, um sich ausgiebig im Freien aufzuhalten“. Wer sich hingegen in einem Bereich aufhält, den der Index als „sehr schlecht“ einstuft und empfindlich ist oder an Atemwegsschäden leidet, sollte der App zufolge „körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden“. Die recht einfachen und simplen Handlungsempfehlungen gelten nur, wenn zu allen drei Schadstoffen Messwerte erhoben wurden.

Neben den aktuellen Messwerten liegen in der App in der Vergangenheit erhobene Messwerte vor, sodass Nutzer nachvollziehen können, wie sich die Luftqualität im Laufe der Zeit verändert hat. Über eine Filterfunktion können Nutzer zudem nur ländliche, städtische, industrienahe oder verkehrsnahe Messstationen ein- und ausblenden lassen oder sich nur Stationen anzeigen lassen, die beispielsweise den Stickstoffdioxidanteil in der Luft gemessen haben. Eine Favoriten-Funktion ermöglicht es, Messstationen, in deren Nähe man sich häufig aufhält, dauerhaft zu speichern. Über Push-Meldungen lassen sich Warnhinweise einstellen, um auf schlechte Luftqualität am aktuellen Aufenthaltsort hingewiesen zu werden. Laut den Datenschutzhinweisen speichert die App personenbezogene Daten auf dem Speicher des Smartphones und gibt anonymisierte Daten zum Nutzungsverhalten weiter. Nach dem Löschen der App sollen alle gespeicherten Daten gelöscht werden.

Die Luftqualität-App ist in Apples App-Store und im Google-Play-Store kostenlos für iOS- und Android-Systeme verfügbar:

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Preis: Kostenlos
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Onlineportal mit detaillierteren Informationen zur Luftqualität

Das bereits vor der Veröffentlichung der App zugängliche Luftdatenportal hat das Umweltbundesamt überarbeitet und mit den Daten aus der App angereichert. Es ist somit zum Teil ein Online-Abbild der App, kommt aber mit weiteren Funktionen und Informationen daher. So finden sich dort ebenfalls interaktive Karten, aber auch Tabellen und Diagramme mit detaillierteren Informationen zum Luftqualitätsindex an verschiedenen Standorten sowie Prognosen, Stationen, Überschreitungen und Jahresbilanzen. Während die Filterfunktionen in der App rudimentär sind, lässt sich im Portal beispielsweise die um jeweils 14 Uhr gemessene Luftqualität vom 1. Januar 2016 bis zum heutigen Tag an allen Standorten der Messstationen in Nordrhein-Westfalen nachvollziehen. In den Jahresbilanzen liegen darüber hinaus und anders als in der App Werte zu fünf gemessenen Schadstoffen vor, sodass mit Schwefeldioxid (SO2) und Kohlenstoffmonoxid (CO) zwei hinzukommen.

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