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Analyse

So wird sich Magento unter Adobe entwickeln

Die Magentolive in Barcelona hat erste Einblicke in Adobes Pläne für Magentos Zukunft gegeben. (Screenshot: theblog.adobe.com)

Nach den ersten Monaten der Übernahme zeigt sich langsam, Schritt für Schritt, was Adobe für Magento plant. Ein Analyse von Adobes zukünftiger Strategie für Magento.

Was passiert mit Magento unter der Federführung von Adobe? Auf der ersten Magento Live Europe am 9. und 10. Oktober in Barcelona gab es wenig überraschende Ankündigungen, aber zwischen den Zeilen lässt sich einiges herauslesen über die wichtigsten Themen für die Community: Wie sieht der zukünftige Open-Source-Kurs aus? Wie werden die Magento-Versionen neu ausgerichtet und was kann die große Mehrheit der Nutzer, die kleinen bis mittleren Händler, von Adobe erwarten?

Die Cloud geht über alles

Adobe scheint zukünftig wenig überraschend den Fokus auf die Cloud-Version auszurichten, die Enterprise-Version ist schon aus der Namensgebung herausgestrichen und wird zukünftig als Onpremise-Version der Magento-Commerce-Cloud angeboten. Alleine dieser Schritt zeigt, dass die Vermarktung der Cloud Vorrang haben soll. Anzeichen für eine technische Änderung der Versionen gibt es nicht, die Enterprise-Version und die Commerce-Cloud bleiben identisch.

Befürchtungen, dass die Community-Edition irgendwie eingeschränkt werden könnte oder sich der bisherige Open-Source-Kurs von Magento ändert, scheinen sich bisher nicht zu bewahrheiten, das Commitment zur Community ist laut und deutlich zu hören. Aber es wird auch in Zukunft vereinzelt Funktionalitäten geben, die ausschließlich in die Commerce-Cloud integriert werden – und nicht unter Open Source gestellt werden, so Magento.

Adobes Verhältnis zu kleinen und mittleren Händlern

Mit Magento hat Adobe eine Kundenbasis eingekauft, die größtenteils aus kleinen bis mittleren Händlern besteht. Jedenfalls unter Berücksichtigung aller Händler, die Magento nutzen. Dessen ist sich der Konzern bewusst. Es wird auch offen kommuniziert, dass Magento auch als Eintritt in die KMU-Welt gekauft wurde – nicht nur, um sich eine Shopfunktionalität in die Cloud zu holen. Rund 90 Prozent der Magento-Händler sind keine Enterprise-Kunden, sondern gehören dem KMU-Segment an, so schätzt ein Magento-Vertreter auf der Magento Live.

Eigentlich freut sich der Konzern, so der Eindruck, über die neue Gelegenheit zum Eintritt in ein anderes Marktsegment. Tatsächlich scheint es aber so, als würde Adobe den kleinen Händler als einen Kunden betrachten, der erst zu einem späteren Zeitpunkt erwähnenswerten Umsatz bringen kann. Und sieht seine Aufgabe vor allem darin, den Kunden beim Wachstum zu unterstützen. Daran ist nichts verkehrt, aber diese Ansicht ist falsch. Der Nutzer der Community-Edition, der Eindruck drängt sich auf, erscheint aus Adobes Sicht nicht unbedingt lukrativ. Verständlich, denn die Umsätze gehen weitestgehend in das Ökosystem und Magento partizipiert nur bei indirekten Erlösströmen, beispielsweise durch Marktplatzgebühren und Einnahmen aus der Partnerzertifizierung. Aber strategisch eine völlig falsche Einschätzung, wie sich nachfolgend zeigen wird.

Die Adobe Cloud und die Integration in die Magento-Welt

Die Community-Edition wird keine Funktionalitäten aus der Adobe Cloud erhalten, diese sind nach dem aktuellen Stand der Gespräche, die t3n vor Ort geführt hat, nur für die Commerce-Cloud und die Onpremise-Version (ehemals Enterprise) angedacht. Sicher, die Strategie ist allem Anschein nach noch nicht endgültig festgelegt und vieles scheint noch im Fluss, aber die Tendenz ist deutlich erkennbar.

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